Nachdem unser erstes Kind nun ca. 12 Wochen alt ist, habe ich mich an die neuen Gegebenheiten (Sprich: Restriktionen) gewöhnt, und freue mich total ab unserer süssen Maus.
Da wir irgendwann ein zweites Kind wollen, frage ich mich, wie denn der Unterschied so ist zwischen einem und zwei Kindern... wie ist da Eure Erfahrung? Wird die persönliche Zeit noch eingeschränkter, muss man noch mehr planen etc.?
Unsere Jungs sind 16 Monate auseinander /emoticons/default_smile.png
Anfangs hiess das vorallem, dass du das Gefühl nicht losbekamst, nie aus dem Windelalter zu kommen. Schlaflose Nächte hielten doppelt so lange an usw.
Als wenn ein Kleinkind nicht schon turbulent genug wäre, geht alles doppelt ab. Aber es ist immer alles zu bewältigen. Eine intensive Zeit, in der eigene Bedürfnisse zu kurz kommen können, sollten sie sich ausserhalb der Familie abspielen. Innerhalb der Familie aber kommt es auf das Teamwork an - und da finde ich passt man sich am besten der Situation an. Z.B. hatten wir ab und zu ein Kind bei den Grosseltern und mit dem anderen haben wir alleine etwas unternommen (Das war für uns immer wie Urlaub) Es war auch lustig anzuschauen, welchen Stress andere Eltern mit "nur" einem Kind hatten. Aber das dachten vermutlich andere Eltern mit noch mehr Kindern auch über uns /emoticons/default_smile.png
Vorteil: Die komplette Babyausrüstung kann nochmals verwendet werden (Effizienz...) Und der Lohn für die strengen Jahre kommt, wenn die Kids ins Kindergarten-/ Schulalter kommen. Dann kann man das Elternsein wirklich geniessen und die Brüder sind sich gegenseitig die besten Freunde (mit all den Krachs, Neideleien etc.)
Gefahr: Der Jüngere kann zu kurz kommen, wenn er die "alten" Sachen des Älteren übernehmen soll...
Wie gesagt, es kommt auch auf den Typ drauf an. Meine Frau und ich sind nicht gerade die Babyfreaks. Dafür geniessen wir die jetzige Zeit um so mehr (die Kids sind mittlerweile 6 1/2 und 8 )
Meine persönliche Erfahrung (unsere Töchter sind ja 4 Jahre auseinander, weil wir anfangs auch etwas gezögert haben und es dann länger nicht klappen wollte):
Mit einem Kind war es intensiver im Sinne von bewusster. Ich hatte eine stärkere Bindung zu meiner ersten und einzigen Tochter und ging mehr auf sie ein, erklärte ihr mehr, unternahm mehr... manchmal denke ich sehnsüchtig an diese schöne Zeit zurück.
Ich würde aber meine zweite Tochter nie wieder hergeben - sie ist ein Geschenk! Bei uns ist es jetzt (zufällig?) so, dass beide charakterlich sehr verschieden sind und ich von beiden lernen und profitieren kann. Seit die Jüngere da ist, wurde das Leben aber auch anstrengender, komplizierter - wegen des Altersunterschieds mussten wir uns oft als Familie teilen (beim Schwimmen bzw. Nichtschwimmen, auf der Chilbi, etc.).
Der grössere Altersunterschied bewirkte, dass gerade zum Zeitpunkt, als es etwas leichter wurde, alles wieder von vorne begann. Kommt aber vielleicht noch dazu, dass wir beide nicht mehr die Jüngsten sind und es deshalb vielleicht energiemässig etwas anstrengender empfanden als beim ersten Mal. So haben wir jetzt - nach 8 Jahren! - erstmals das Gefühl eines Lichts am Ende des Tunnels... Anekdote: die Kleine will jetzt keine Windeln mehr - nach 8 Jahren müssen wir endlich keine Windeln mehr kaufen! Nächsten Mittwoch machen wir deshalb ein "Windlefäscht"...
Meine Empfehlung daher: ein zweites Kind lohnt sich auf jeden Fall - es ist wie das erste Kind ein grosses Geschenk und ein echtes Wunder - ich würde aber nicht zu lange warten, dann ist auch der Effekt des Verlusts der wiedergewonnenen Freiheit nicht allzu gross. Und dafür die strengste Zeit viel schneller vorbei...
Aber wie gesagt: das war nur meine Erfahrung und mein Erleben - für andere Menschen stimmt's vielleicht wieder anders.