wir wohnen seit 20 Jahren in unserem Reiheneinfamilienhaus, welches wir neu gekauft haben. Es sind 5.5 Zimmer, 3 Stockwerke +Keller und ca. 130 m2 Wohnfläche. Aktuell ist eine Gasheizung von Vaillant (Leistung 24kW😱) eingebaut, welche natürlich viel zu gross bemessen ist (wurde durch den Architekten damals im Multipack so eingekauft, womöglich Restpostenware).
Die Warmwasseraufbereitung wird über die Gasheizung gemacht.
Während der letzten 8 Jahre habe ich den Gasverbrauch notiert und komme auf einen durchschnittlichen Verbrauch von 1'880 m3 pro Jahr, bzw. auf einen Spitzenverbrauch (im Jahr 2006) von 2'117m3 Gas.
Da mir vorerst der Einbau einer Wärmepumpe mit Erdsonde vorschwebte, habe ich diesbezüglich auch diverse Infos eingeholt und Berechnungen (auch für Luft-Wasser Wärmepumpen) angestellt.
Dabei komme ich mit 1'880m3 auf eine erforderliche Pumpenleistung von ca. 6.3kW, bei 2'117m3 auf eine solche von 7.05kW.
So weit so gut, mittlerweile habe ich mich wieder für eine Gasheizung entschieden, dies hat einige stichhaltige Gründe (Finanzen, Platz, Lärm, Möglichkeiten der Aufstellung, technische Lösungsfindung).
Nun habe ich aber zwei Hauptfragen, welche mich noch beschäftigen:
1. Welche Leistung muss die neue Gastherme haben:
In zwei eingeholten Offerten wurde mir eine Gastherme von 4.4 bis 15.2 kW (Vaillant) eingerechnet, in der dritten Offerte eine solche von 0.4 bis 9.5 KW (Elco).
Jetzt frage ich mich natürlich, welcher Installateur hat nun richtig gerechnet, und warum der, oder die, anderen nicht? Ich persönlich würde jetzt auf die Variante mit 0.4 bis 9.5kW tendieren, da diese Berechnung mit derjenigen der Wärempumpe übereinstimmt. Darf man das vergleichen?
2. Welche Gastherme soll man wählen?
Wir waren mit unserem Vaillant Gerät bis auf die Grösse recht zufrieden, heute gibt es allerdings neue Technologien und weitere Entwicklungen, da stellt sich schnell einmal die Frage, welche Marke soll man berücksichtigen?
Ich habe bisher zwei Gerätehersteller empfohlen erhalten, Vaillant und Elco.
Im Internet findet man keine Vergleichstests oder ähnliches, weiss hier im Forum jemand was gut ist?
Für Eure fachkundigen Infos danke ich Euch bestens.
Meine neue Heizung wurde auch sehr viel kleiner als die fast 30 Jahre alte. Wenn du gute historische Zahlen hast, ist das die beste Basis.
Bei 2.100m? Erdgas sind das 21.000 kWh Energie. In unseren Breiten (Rhein Main) geht man von 2000 Betriebsstunden im Jahr aus. D.h. der neue Kessel müsste hier 10,5 kW Nettoleistung haben. Bruttoleistung ist dann mit Abgasverlust.
Hast du die Betriebsstunden des alten Kessels? Oder wie lange lief der Kessel am kältesten Tag? Wenn du diese Zahlen ermitteln kannst, kannst du die Überschlagsrechnung von oben verifizieren.
Ein weitere Weg ist die Berechung der Heizlast, also wie groß ist der Bedarf. Diesen Weg habe ich zusätzlich beschritten. Beide Wege gaben mir die Gewissheit, den neuen Kessel nicht zu groß zu wählen. Mein Neuer hat nur 70% der Leistung des alten.
Ein weitere Punkt ist der Hydraulische Abgleich. Dieser Abgleich führte zu einer Senkung der Vorlauftemperatur von 50°C auf 40°C. D. h. ein gewaltige zusätzliche Einsparung im Netz.
Ein paar weitere Aspekte sollten noch beachtet werden. Ist das Reihenhaus ein Mittelhaus oder Endhaus? Sind die angrenzenden Häuser immer geheizt? Steht noch ein Ofen zur Verfügung, für ganz kalte Tage?