Bin Anfängerin im Gärtnern und habe eine Frage zu der Erde in den Töpfen in denen ich dieses Jahr Tomaten hatte.
Was soll ich mit der Erde dort drin machen? Ist es möglich die nächstes Jahr wieder Tomaten rein zu pflanzen? Und soll ich die Töpfe einfach stehen lassen oder oder muss ich die irgendwie abdecken oder sonst was?
Ich würde in die verbrauchte Erde nichts mehr pflanzen; im Topf sind die Nährstoffe meist schnell verbraucht, deshalb muss man ja Mehrjährige im Topf auch eher öfter düngen und von Zeit zu Zeit die Erde auswechseln bzw. die Pflanze umtopfen. Tomaten sind zudem Starkzehrer, da gibt's wirklich nicht mehr viel zu holen 🙂
Du kannst die Erde als Winterschutz nutzen (z.B. zum Anhäufeln von Rosen), einfach in ein Beet eingraben oder dem Kompost beifügen. Die Wurzeln würde ich entfernen und entsorgen; für den Kompost solltest du sie kleinschneiden.
eine Frage zu der Erde in den Töpfen in denen ich dieses Jahr Tomaten hatte.
wenn ein Topf leer von Pflanzen ist, siebe ich die erde in ein grosses becken, vermische sie mit Kaffeesatz und benutze sie im nächsten jahr zum auffüllen von Kisten oder Töpfen.
Ich habe auch schon die Erde wieder benutzt, aber die Tomaten kommen nie und nimmer wieder so gut! 🙂 Aber z.B. Salate (Babyleaf, Rucola) sind seht gut wieder gekommen. :wink: Oder auch Kräuter, und meine Jux-Ideen-Melonen auch! :-D Radieschen eher naja. Anstatt Kugeln hatten wir Stangenradiesli. :wink:
Ach ja, ein bisschen Dünger (Hühnermistpellets 8) ) gabs auch von Zeit zu Zeit. :wink:
Klar, man kann mit den Töpfen auch ein Fruchtfolge-Experiment machen: Tomaten sind Starkzehrer, (die meisten) Salate Mittelzehrer und die Radieschen Schwachzehrer... Wenn die Radieschen "naja" sind, stellt sich dann die Frage: Was war vorher drin?
Trotzdem finde ich es einfacher, neue Erde zu verwenden, gerade bei Tomaten - die leiden ja sowieso ständig an irgendwas 🙄
Ich streue die alte Erde einfach in meine Gartenbeete und im nächsten Jahr bekommen die Pflanzen dann neue Erde. Die Pflanzen, die in Töpfen überwintern in der Erde, nun die bleiben ja drin und im Frühjahr gönne ich ihnen eine Lage Kompost und frische Erde ohne Torf.
Meine Balkonkästen für Geranien ergeben noch eine gute Erde, eben für Beete oder als Anhäufelmaterial. Manchmal hat man auch Engerlinge in den Töpfen, z.B. die vom Rosenkäfer oder auch Kellerasseln, die sich an den Wurzeln der Pflanzen gütlich tun, also weg damit auf den Kompost, die Engerlinge vernichte ich allerdings.
Vielen Dank für eure Antworten mit den Tips. Dies heisst dann wohl ich muss wenn ich im Frühling noch nicht genug Komposterde habe wieder welche kaufen.
Moment, wenn du die Erde aus den Töpfen mit dem Kompost mischt, dann wertest du sie ja wieder auf - dann könnte es auch mit dem Wieder-neu-bepflanzen klappen 🙂
Nur die alte Erde wieder verwenden gibt zu wenig Nährstoffe her, mit Kompost gleichst du das wieder aus.
Hallo - ich bin hier neu - aber das Thema betrifft mich. Ich wohne in der Stadt und habe die Möglichkeit die Terrasse mitzubenützen als Mieterin. Als ich hier einzog, gab es auf dieser Terrasse eine Thujahecke ca. 120 cm hoch in Eternitkästen und Sträucher, um die sich niemand kümmerte, dh sie waren abhängig von der Witterung. Im ersten Jahr hatte ich nicht gross Zeit. Ich bin pensioniert und musste mich einrichten, das dauerte. Aber das Leid der Thujen ging mir auf die Nerven. Ich hatte immer irgendwelche Koniferen und mir über diese ein gewisses Wissen angeeignet. So begann ich diese Thujen zu betreuen, zu giessen und zu schneiden. Dann habe ich langsam angefangen diese Terrasse - 33 m2 - zu bepflanzen. In Töpfen und Kübeln probierte ich allerlei.
Im letzten Jahr habe ich bei der Aktion "Sackgsund" mitgemacht und ich hatte mit den Tomaten grossen Erfolg. Cherrytomaten bis auf 2 m hoch! Der Salat und das Gemüse ertrank in der schlechten Witterung des letztjährigen Frühlings. Aber die Tomaten waren toll und Basilikum gab es bis zum Abwinken. Am Schluss des Sommers hatte ich 4 Säcke mit Erde - die ich nicht entsorgen wollte, da sie ja aus einer Gärtnerei stammte und zusammengestellt worden war. Ich habe diese auf alle meine Töpfe verteilt und habe jetzt noch davon. Die Osterglocken, die ich pflanzte, blühten wunderschön und alles gedeiht bestens.
Der langen Rede kurzer Sinn: Ich würde nie wieder das gleiche drin pflanzen wollen, aber andere Sachen gehen doch super. Gute Gartenerde ist wichtig und recht teuer!
Herzlich willkommen - und schön, mal wieder eine Stadtgärtnerin unter uns zu haben 🙂 Es gibt sie zwar immer wieder, aber aus unerfindlichen Gründen bleiben sie nie lange... 😉
Ich schliesse mich Andreas an: Zeig uns deine Schönheiten 🙂