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Ein Garten im Jahreslauf (Herbst)

0Antworten219Aufrufevon Redaktion · 18. Januar 2017letzter Beitrag vor 10 Jahren
  1. Redaktion1’197 Beiträge18. Januar 2017
    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Unter diesem Titel gewährte Ihnen Catherine Buser aus Maisprach/BL bereits zweimal Einblick in ihren nach historischem Vorbild angelegten Bauerngarten. In dieser sowie in der nächsten Ausgabe dürfen Sie weiterhin über den Gartenzaun schauen und dabei erfahren, wie ausgesät, gepflegt, geerntet und zu guter Letzt eingewintert wird.Was Cathrine Buser im Herbst an ihrem Garten so gefällt, sind vor allem die Buchsbaumeinfassungen, die jetzt, nachdem diese den Sommer über durch den Austrieb nach dem Rückschnitt im Mai wieder einen satten Grünton angenommen haben, einen wunderbaren Kontrast zu den warmen Herbstfarben bilden.[/COLOR]



      

    Trotz verspielter Linienführung grenzt der Buchsbaum scharf die Beete ab.



    An der 'Landere' leuchten die letzten Weinblätter in der Sonne.

    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Seit August recken weisse Herbstanemonen, gelbe Rudbeckien und ab September Fetthenne und Bartblume ihre zierlichen Blütenköpfe in die noch warme Sommersonne. Ihre lange anhaltende Blüte beendet oft erst der erste Frost. Dazwischen zeigen die Portlandrosen 'Rose de Resht', 'Comte de Chambord' und 'Jacques Cartier' ihren zweiten Blütenflor. Auch das namenlose Rosenbäumchen, zusammen mit den darunter im Frühjahr ausgepflanzten Löwenmäulchen, hält hier locker mit und lenkt ein zweites Mal in diesem Jahr den Blick auf die Mitte des Gartens. Die meisten Kräuter hat Catherine Buser im Laufe des Sommers geerntet. Dabei achtet sie darauf, das der Schnitt gleichmässig und ausgewogen ausfällt. Bis zum Herbst treiben die Kräuter nochmals leicht durch und bilden so schöne, regelmässige Horste, deren unterschiedliche Grünabstufungen wunderbar mit den feinen, grasartigen Blättern der abgeblühten Wiesenschwertlilien harmonieren. Diese wiegen bei Wind sachte hin und her und bringen so Bewegung in den Garten. Das Ganze wird von Ringelblumen, Kosmeen und Kapuzinerkresse aufgelockert, die sich selbst im Garten versamt haben, wie auch von Spinnenblumen, der blauen Blütenpracht der zweiten Aussaat von Borretsch, dem weissblühenden Koriander sowie des zweijährigen Muskattellersalbeis. Gleich unter dem Flieder blühen bis spät in den Herbst hinein zwei weisse Hortensien.[/COLOR]





    Auch diese Kapuzinerkresse ist von selbst aufgegangen.



    Die Blüten der Kosmeen wiegen zart im Herbstwind.

    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die einmalblühenden Rosen hat Catherine Buser nach der Blüte Ende Juni kräftig zurückgeschnitten, den Boden gelockert und nochmals mit etwas organischem Rosendünger versorgt. Bis zum Herbst bildeten sich kompakte Sträucher, die bei Bedarf nochmals in Form gebracht werden. So geschnitten sind die Sträucher besser gegen Schneebruch gewappnet und zeigen im nächsten Frühsommer einen überaus reichen Flor. Auch die Ernte von Gemüse geht noch lange weiter. Z.B. von nachgepflanztem Salat, den unter der selbst gebauten Überdachung heranreifenden Tomaten, Kartoffeln, Zucchetti, Gurken, Krautstiel, Mangold, Randen, Sellerie sowie Lauch. Catherine Buser pflegt zudem drei [/COLOR]Erdbeerbeete[COLOR= rgb(0, 0, 0)] in ihrem Garten. Damit sich keine pilzkrankheiten und Schädlinge ausbreiten, was übrigens bei Erdbeeren relativ leicht möglich ist, wird jedes Jahr im Herbst das älteste Beet aufgehoben und dort, wo während des Sommers Kartoffeln heranreiften, ein neues angelegt, das dann mit Ablegern aus den anderen Beeten bepflanzt wird.[/COLOR]





    Zarte Spinnweben legen sich über die Blüten des Korianders.



    Vereinzelt zeigt sich nochmals die Bergflockenblume.

    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Auch die im August grosszügig ausgesäten Nüsslisalat-Samen sind aufgegangen. Schon in wenigen Wochen kann mit der Ernte des reich mit Vitaminen und Mineralien versehenen Baldriangewächses begonnen werden. Ebenso zweijährige Blumen, wie beispielsweise Bartnelken, wurden von Catherine Buser im Garten grosszügig ausgesät. Dies erspart das zeitraubende Pikieren. Die Pflanzen konnten so in aller Ruhe heranwachsen und bildeten bis zum Herbstbeginn problemlos versetzbare Jungpflanzen, die rasch einwurzeln. Nun werden noch Setzlinge von Winterzwiebeln, Endiviensalat und Winterblumenkohl in die bereits abgeernteten Beete gepflanzt. Der grosse Vorteil bei einer Herbstpflanzung ist, dass diese Pflanzen kaum von der Weissen Fliege befallen werden. Wird beim Blumenkohl der Kopf sichtbar, entfernt Catherine Buser ein paar Kohlblät[/COLOR]



    Der rote Mangold harmoniert gut mit den orangen Blüten der Kapuzinerkresse.

    [COLOR= rgb(0, 0, 0)]Die Ruten der im Sommer geernteten Himbeeren wurden bereits über dem Boden abgeschnitten. Jetzt werden noch die Neuen, die im nächsten Sommer wiederum einen reichen Ertrag bringen werden, fein säuberlich aufgebunden. Ansonsten kehrt langsam Ruhe im Garten ein. Zeit, um unter der mit Reben bewachsen 'Landere' ein Fest zu feiern und die letzten warmen Sonnenstrahlen zu geniessen.[/COLOR]



    Die zweite Saat des graupelzigen Borretschs hat stattliche Ausmasse angenommen.

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