EILT! HILFE! Wasserleitungen aus welchem Material????
- vike150 Beiträge4. September 2006Hallo!
Heute rief mich unser Sanitöter an und meinte, dass die im Standart ausgeschriebenen Kupfer-Wasserleitungen nicht mehr dem aktuellen Standart entsprechen würden. (Warum hat er es dem GU dann so angeboten?) Man würde heute Kunsstoff-Verbundmaterialien verwenden, was wohl Kunststoffleitungen mit Metallkern (?) sein sollen, falls ich es richtig verstanden habe. Diese sollen hygienischer, keimfreier, etc. sein, weniger Schweißnähte o.ä. haben... Ist das wirklich so oder will uns der Sanifuzzi nur "über den Leisten ziehen" weil er mit seinem Angebot nicht mehr hinkommt, da die Kupferpreise ja in den letzten Wochen wohl so enorm angestiegen sind? /emoticons/default_confused.png Ich habe echt keine Ahnung, wir müssen jetzt aber in "kürzester Kürze" eine Entscheidung treffen. Ich wäre für jeden Tipp dankbar!!! Sind Kupferleitungen "out" oder nicht die beste Technik? Rasche Hilfestellung wäre nett! Fühle mich gerade sehr hilflos! /emoticons/default_ohmy.png
LG
vike
- Ragiba00774 Beiträge4. September 2006Hallo,
also wir haben keine Kupferleitungen, sondern so, wie von Deinem Sani
beschrieben!!
/emoticons/default_smile.png
- Cery635 Beiträge5. September 2006wir haben kupferleitungen. und die werden cniht mehr verschweisst, sondern gequetscht.
Das die out sind, ist mir bis jetzt nicht zu Ohren gekommen.
- Disli5. September 2006Meines Wissens nach, haben wir auch keine Kupferleitungen, das macht man doch nicht mehr.
Habe gerade schnell auf den Fotos geschaut, ist alles Kunststoff:

- Wassermann25 Beiträge5. September 2006@ vike
Hier meine Meinung als "zugehöriger der angsprochener Arbeitsgattung" /emoticons/default_biggrin.png
Kupferleitungen sind echt nicht mehr Stand der aktuellen Installationstechnik im Trinkwasserbereich. /emoticons/default_eek.png
In der Heizungsinstallation schon noch.
In der Schweiz weden für Sichtbare Installatione Chromstahl- oder Metalverbundrohre (Kunststoffrohre mit Alueinlage) verwendet und wenn die Leitungen eingelegt werden (im Beton) sind es Kunststoffrohre welche normalerweise ersetzt werden können (betr. Anbohren etc)
Grüsse Wassermann
- Mr.X8 Beiträge6. September 2006wir haben Sanipex Leitungen was eigentlich überall standard sein sollte, dachte ich.
sowas: http://www.knauer-see.de/installation/sanipex.htm
- vike150 Beiträge7. September 2006@ Wassermann
Danke für die Hinweise, bei uns hat sich alles geklärt. Göga arbeitet in der Nähe der richtigen Informationsquelle (Gebäudemanagment einer Stadt) und seine Kollegen meinten in der Tat auch, dass die Kunststoffverbundsysteme tatsächlich der neueste Stand der TEchnik seien. (Also Kunststoff mit Alukern) Daher bin ich jetzt etwas beruhigt und wir bekommen genau solche Leitungen. *Panikoff* Aaaaber eine kleine Einschränkung gibt es doch: Er meinte, dass Langzeiterfahrungen mit diesen Systemen noch fehlen, da es diese nun mal noch nicht so lange gibt. Na ja, wir wollen mal nicht zu schwarz malen. Unsere direkten Nachbarn bauen mit dem gleichen Bauträger und werden bei Kupferrohren bleiben, warum auch immer...
Übrigens ist dein nick dann ja sehr passend für dich! /emoticons/default_biggrin.png
- Ragiba00774 Beiträge7. September 2006
wir haben Sanipex Leitungen was eigentlich überall standard sein sollte, dachte ich.
Hallo,
sowas: http://www.knauer-see.de/installation/sanipex.htm
unsere Leitungen sehen ganz ähnlich aus. Von einem Laien beurteilt /emoticons/default_additional/91.gif
- tomtu4 Beiträge19. Juli 2010Hallo. Nach mehreren Jahren haben die Kupferleitungen bei uns nur Probleme gemacht (undicht, Löcher in den Bogen etc.) Ich würde auf alle Fälle Kunststoff oder Verbundrohre empfehlen. Verlegt immer in einem Schutzrohr. Wenn es mal Probleme gibt, kann man nur oben und unten abschneiden und die neue Leitung durchgeben und fertig. Wände aufspitzen und Leck suchen ist vorbei.
Gruss tomtu
- Fred752 Beiträge19. Juli 2010
....snip
Sanipex-Rohre (Molekularvernetzte PE-Rohre) waren die ersten ihrer Art, sie kamen 1978 auf den Markt, also vor 32 Jahren.
Aaaaber eine kleine Einschränkung gibt es doch: Er meinte, dass Langzeiterfahrungen mit diesen Systemen noch fehlen, da es diese nun mal noch nicht so lange gibt. Na ja, wir wollen mal nicht zu schwarz malen. Unsere direkten Nachbarn bauen mit dem gleichen Bauträger und werden bei Kupferrohren bleiben, warum auch immer...
Übrigens ist dein nick dann ja sehr passend für dich! /emoticons/default_biggrin.png
Sie haben sich bis heute bewährt.
Metallverbundrohre sind etwas "jünger", das Innenrohr besteht ebenfalls aus vPE, in der Mitte ist ein Alurohr und aussen ein PE-Schutzmantel.
Verbundrohre haben bei Heizungsanlagen den Vorteil der Diffusionsdichtigkeit, d.h. es wandert kein Luftsauerstoff durch die Rohrwandung ins Heizungswasser.
Im Sanitärbereich werden Verbundrohre vor allem im Umbau und in Vorwänden/Holzwänden eingesetzt, weil sie formstabil sind.
Werden Rohre in den Beton eingelegt sind es wegen der Auswechselbarkeit VPE-Rohre (Sanipex oder andere).
Kupferrohre, vor allem für Kaltwasserleitungen, sind je nach Wasserqualität nicht geeignet. Einzelne Gemeinden weisen in ihren Reglementen darauf hin.
Bei Warmwasserleitungen treten wegen der Kalkschutzschicht weniger Schäden auf.
Bei teil- oder vollentsalztem Wasser sind z.B. auch die Rotgussfittings in Presssystemen (Optipress) im Warmwasserbereich nicht beständig.
Siehe hier:
http://www.nussbaum.ch/upload/cms/user/03_Optipress.pdf
Gruss, Fred
- Walter600 Beiträge20. Juli 2010Für die Sanitär- und Heizungsverrohrung im Keller werde ich Metallverbundrohre (Mepla) verwenden. Von den Kellerverteilern zu den Entnahmestellen werden wir JRG Sanipex verbauen. Für die Gasleitung bekomme ich Edelstahlrohre (Mapress) geliefert. Die Gebäudeentwässerung erfolgt mit Geberit PE und Geberit Silant.
Alles Materialien die sich tausendfach bewährt haben.
Gruss Walter
- Goldi1 Beiträge25. Juli 2010Hallo in die Runde,
ist denn die Weichmacherproblematik aus Kunststoffen kein Thema für euch oder gibt es die in Sanitärkunststoffen nicht?
- Fred752 Beiträge26. Juli 2010Im Polyethylen hats keinen Weichmacher.
Gruss, Fred