Effektive Stromkosten bei (Luft)Wärmepumpe mit Radiatoren (Sanierung)
40Antworten43’008Aufrufevon Gast · 26. Oktober 2010letzter Beitrag vor 8 Jahren
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Sanierung Heizung (Oel), WV m. Radiatoren (Vorlauf max. 50-55°C). Was wählst du?
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- Scharri326. Oktober 2010Hallo
Es wäre sehr interessant, mal tatsächliche Werte zu erhalten. Wer hat z.B. von Oel zu WP gewechselt und benötigt für die Heizkörper eine hohe Vorlauftemperatur? Was für ein Stromverbrauch (kWh) hat sich ergeben? Mit oder ohne Warmwasser?
WP Innen- oder Aussenaufstellung? Wie sieht es mit Geräuschbelästigung aus? Würdest du wieder gleich handeln?
Vielen Dank für euer Feedback! Ich denke, es stehen viele Besitzer vor der Frage der Heizungssanierung und ob eine WP in Frage kommt.
Gruss Scharri3
- Cadillac Driver188 Beiträge27. Oktober 2010Hoi Scharri3
Ich würde bei Oel bleiben wen der Oeltank in Ordnung ist.
Beim Wechsel auf eine WP musst du den Tank ausbauen, das kostet etwas Geld.
Die WP kann die Vorlauftemperatur nicht erreichen für Radiatoren. Der Rest heizt sie mit Strom auf. Das kostet viel Geld und ist auch nicht so umweltfreundlich.
Ich behaufte, ein Ersetzen der alten Oelheizung kommt unterem Strich billiger als das ersetzen durch eine WP, auch von den Betriebskosten her.
Wenn du schon vom Oel wegkommen willst, würde ich mir auch gedanken machen über eine Pelletsheizung. Könnte unter umständen mehr bringen als eine WP.
- Pippen2’281 Beiträge27. Oktober 2010Hallo Scharri
Auch ich würde Dir in diesem Fall von einer L/W WP abraten. Wenn schon eine S/W WP. Aber auch dieser Fall ist zu prüfen.
Falls der Wärmebedarf sehr hoch ist, würde ich auch Oel bleiben (Brennwert-Technik), evtl. zu Gas oder Pellets wechseln.
Eine andere Variante wäre noch zu prüfen: anstelle von Radiatoren Konvektoren einsetzen, um mit tieferen Vorlauftemp.
fahren zu können.
- Automation2’255 Beiträge27. Oktober 2010Wärmepumpe im Zusammenhang mit Radiatoren, welche eine hohe Vorlauftemperatur bedingen (50°C und mehr), ist nicht sinnvoll. Dies weil der Wirkungsgrad einer WP dann sehr schlecht ist. Das ist also wie wenn du nur noch mit Strom heizen würdest.
In diesem Falle kann es auch ökologisch durchaus sinnvoll sein, auf ne Brennquelle zu bleiben. Muss ja nicht Oel sein, kann ja auch Pellets sein, ist zumindest CO2 freundlicher als Oel und es besteht weniger Abhängigkeit zu der grossen Oelwelt.
- Scharri328. Oktober 2010Danke für eure Beiträge! Aber hat denn wirklich niemand tatsächliche Fakten? Es betreiben doch sicher einige eine WP mit Radiatoren-Verteilung?!
Hat jemand schon Erfahrung mit 2-stufiger WP oder Hybrid-WP?
Gruss Scharri
- Pippen2’281 Beiträge29. Oktober 2010ich denke nicht, dass es hier einige gibt welche eine L/W WP mit Radiatoren betreiben. Schaue Dir doch mal die Alternativen an!
- bieg8 Beiträge29. Oktober 2010Hallo,
Umbau von Ölanlage - auf WP mit hoher Vorlauftemp. ist nicht Sinnvoll.
Hier ein Umbau auf Pellets: www.inititative-klima.ch
Gruss bieg
- Mirella1’252 Beiträge29. Oktober 2010
ich denke nicht, dass es hier einige gibt welche eine L/W WP mit Radiatoren betreiben. Schaue Dir doch mal die Alternativen an!
Wir haben im Bad und in der Garage jeweils einen Heizkörper, allerdings in Kombination mit Bodenheizung. Das Ganze läuft mit einer Oertli L/W Wärmepumpe und Vorlauftemperaturen von gut 30° und funktioniert perfekt.
Mirella /emoticons/default_smile.png
- Koboi130 Beiträge30. Oktober 2010Tja, es gibt sie doch... oder mindestens teilweise.
Seit zwei Monaten betreiben wir eine LW-WP für unser EFH mit ca. 160m2. Wir haben vor zwei Jahren umgebaut und nun nochmals ein Zimmer renoviert und mit FBH versehen. Das heisst wir haben knapp 50% FBH - dort wo wir tagsüber sind - und den Rest mit Radiatoren. Die Radiatoren im Bad und den Schlafzimmern haben wir schon ersetzt und genug grosse montiert für tiefere VLT (was immer das heissen mag, ich weiss, doch leider wissen es die Heizer ja auch nicht). Der Knacknuss wird unsere Stube mit zwei Radiatoren, vor allem am Abend genutzt.
Gedämmt habe ich natürlich auch schön da und dort. Für Aussenstehende tönts sicherlich wie ein Flickwerk, doch so ist es halt mit einem alten Haus, dass man nicht gleich abreissen und neubauen will. Die Kellerdecke werde ich diesen Winter noch machen und hoffe so, noch etwas mehr herauszuholen.
Nächsten Dienstag wird die WP noch eine neue UWP erhalten, die besser geregelt werden können. Der Heizverteiler wird auch noch ersetzt, da der Durchfluss nicht richtig klappt. - Über das Thema "Heizungsfachmänner am Werk" schreib ich hier jetzt mal nichts....
Und, wie siehts aus:
- Im Bereich FBH eher etwas wärmer, in der Stube 1 - 2 Grad kühler (Feinabstimmung und Kellerdeckendämmung fehlt noch).
- Zimmer ok, aber noch nie gemessen.
- Bad weiss ich nicht, da mitten im Umbau 🙂
- Es ist noch nicht wirklich kalt, also keine richtigen Werte der WP.
- Verbrauch - wird sich weisen.
Letztes Jahr hat unsere 15-jährige Ölheizung stark gekränkelt und darum haben wir sie nun ersetzt. Da sie nicht mehr richtig lief, konnte ich die VLT nur noch auf ca. 45 Grad rauffahren (das hat mir das Thermometer angezeigt). Also denke ich, dass es klappen sollte.
Und wieso eine LW-WP:
- Wir wollten kein Öl mehr.(Punkt) Der Öltank ist unter dem Garten und voerst einfach mal stillgelegt.
- Für Pellets fanden wir irgendwie keine praktikable Lösung wegen dem Tank und der Zugänglichkeit. Und die Kosten wären nochmals ca. 10'000 mehr gewesen (Handgelenk mal Pi).
- Für eine Sole-WP ist unser Grundstück sehr unzugänglich. Flurschaden wäre beträchtlich gewesen und wir hätten alles in allem sicher auch bis zu 10'000 mehr daraufgelegt.
-> Darum die LW-WP.
Übrigens eine Alpha-Innotec 12kW, welche jetzt noch so 'halbbatzig' auf eine E-Ausführung aufgewertet wird, was mir ja leider nicht genügend früh gesagt wurde, dass es das gibt.
Mehr Infos, wenn es mehr zu berichten gibt ;-)
- Grüsse, Daniel
- hufi114 Beiträge21. Dezember 2010Hallo zusammen
Und noch ein "Verrückter" der es getan hat. Wir haben genau das vor etwas mehr als 2 Jahren eingebaut und würden es jederzeit wieder tun! Haus hat Baujahr 1954, Massivbauweise mit 8cm Aussenisolierung, welche wir belassen haben. Fenster und Dach sind neu, sowie an verschiedenen Stellen haben wir innen nachisoliert. Ich denke unser Haus ist sicher kein Minergiestandard, was wir auch nicht wollten, aber es ist so gut isoliert, dass die Heizkörper im oberen Stock, auch bei starten Minustemperaturen fast nie wirklich warm sind. Im Erdgschoss haben wir eine neue Bodenheizung und im OG alle Zimmer mit neuen Radiatoren ausgestattet. Die Vorlauftemperatur ist auch im OG eigentlich nie über 40 Grad. Eingabaut haben wir eine Stiebel Eltron WPL 23i mit einem 820 Liter Kombispeicher.
Wir sind ein 2 Erwachsenen und 4 Kinder Haushalt und die beheizte Fläche ist rund 160m2. Schwedenofen war in dieser Periode noch nicht vorhanden.
Raumtemperatur ist in allen Zimmern durchgehend 20,5 Grad ausser im Elternschlafzimmer ca. 17-18 Grad, Stromverbauch WP vom 6.12.2008 - 9.12.2009 = 6009 kWh
Die Werte sind inkl. Warmwasseraufbereitung das ganze Jahr über. Wieviel das in Franken ausmacht ist je nach Anbieter natürlich verschieden. Ich hoffe ich konnte dir mal einen Anhaltspunkt geben, und allen Kritikern hier drin aufzeizgen dass es tatsächlich funktionieren kann.
Gruss
Hufi
- Selbermacher3 Beiträge4. Februar 2011Hallo zusammen
Leider weiss ich nichts über den Energieverbrauch eines solchen Systems. Aber seit mein Nachbar eine solche Heizung hat, habe ich das Gefühl
einen Flieger im Garten zu haben. Das ist wirklich echt laut, und wenns so gegen 0°C geht läuft es fast ohne Unterbruch. Mit der Zeit nervt das wirklich. Dazu kommt das er damit nicht nur Heizen, sondern im Sommer auch kühlen kann.
Kann schon sein das uns das dan zu bunt wird in sachen Lärmbelästigung.
Gruss Selbermacher
- Fema161 Beiträge18. Februar 2011Hallo hufi.
Wie hoch über meer liegt Bubendorf?
Haben sie schon Ankaltspunkte, bis zu welcher Aussentemperatur herunter Ihre Luft-Wasser-Wärmepumpe die Wärme alleine aufbringt und ab welcher Aussentemperatur der Kombispeicher zusätzlich elektrisch aufheizen tut?
Hintergrund: Wir wohnen auf 900 M.ü.M. und bei uns sind Erdsonden nicht zugelassen. So bliebe nur Luft-Wasser-WP. Und bei denen glaube ich, irgendwo gelesen zu haben, dass sie nur bis 800 M.ü.M. effektiv sinnvoll eingesetzt werden können. Weiss jemand etwas mehr?
Freundliche Grüsse
Fema
- Pippen2’281 Beiträge21. Februar 2011@Fema
Das mit den 800 m. ü. M kann man nicht grundsätzlich sagen.
Um was geht es bei Dir denn konkret? Neubau oder einfach um das ersetzen einer anderen Heizung?
Falls bestehendes Haus: Wie gross ist der Wärmebedarf dieses Hauses? FBH oder Radiatoren?
Mit welchen Vorlauftemperaturen wird gefahren?
Falls ein Neubau: Da würde ich mal grundsätzlich sagen, sollte es in Einsiedeln kein Problem sein.
Man muss das Haus einfach genug gut isolieren.
- Fema161 Beiträge22. Februar 2011@ pippen
Unser Haus kann man mit einer Wärmepumpe alleine nicht sanieren, da brauchts mehr: Wir haben elektrische Heizfolien als Bodenspeicherheizung, d.h. kein Wasserverteilsystem in den Räumen. Ich habe darüber schon in anderen Threads geschrieben.
Es geht um das Haus von Nachbarn, die FBH haben. Das Wasser wurde bisher in einem grossen Tank elektrisch aufgeheizt. Dieser Tank ist nun undicht, reparieren (schweissen) kann man ihn offenbar nicht mehr (Aussage Heizungsfachmann), und der Hersteller existiert nicht mehr. Vorübergehend ist eine Art "Durchlauferhitzer" eingebaut. Nun stehen sie vor der Wahl, einen neuen Tank von einem anderen Hersteller einzubauen und weiter elektrisch zu heizen, oder L/W WP. Den Wärmebedarf und die aktuelle VLT kenne ich nicht.
Hier wird es früh Winter und er dauert lange. Es wird regelmässig -15 Grad kalt. Wenn, wie ich schon gelesen bzw. mittels PN in Erfahrung gebracht habe, eine L/W WP nur bis etwa +5 Grad wirkt und darunter elektrisch zugeheizt werden muss, können die Nachbarn einfacher und günstiger nur den Tank ersetzen statt L/W WP.
Freundliche Grüsse
Fema
- hufi114 Beiträge22. Februar 2011Hallo
Also Bubendorf liegt zwar nur knapp 400müM, aber auch bei uns kann es ganz schön kalt werden. Letzten Winter wars fast eine Woche um die -20 Grad.
Ich kann leider nicht sagen ob und wieviel elektrische Unterstützung nötig war, das einzige was ich sagen kann, es hatte auch bei diesen Temperaturen drinnen die bei uns normalen 20 Grad, und das ist für mich eigentlich das wichtigste, dass die Heizung auch bei diesen Temperaturen funktioniert.
Gruss
Hufi
- Scharri322. Februar 2011Also für mich ist dies schon ein wichtiger Punkt, wieviel Strom die WP bei solchen Bedingungen braucht. Wenn ich eine WP für viel Geld installiere, sollte dann der Verbrauch schon möglichst tief liegen.
Gruss Scharri
- Pippen2’281 Beiträge22. Februar 2011@Fema und Scharri3
Es ist richtig, dass man sich über den Stromverbrauch einer WP Gedanken macht.
Aber die Aussage, dass ein LW WP nur bis ca. +5°C "wirkt" ist sicher für moderne Geräte
nicht zutreffend.
Unsere WP hat bei einer Temp. von -8°C immer noch eine Arbeitszahl von 2.9. Das heisst die WP braucht
ca. 1/3 des Stromes einer reinen Elektroheizung. Ausserdem habe ich die el. Zusatzheizung bei
uns ausgeschaltet und auch bei -20°C noch nie ein Problem gehabt.
Es gibt 2 Komponenten die wichtig sind, für einen tiefen Stromverbrauch: Eine gute WP die zum
Heizbedarf des Hauses passt und ein Gabäude das tiefe Vorlauftemperaturen zulässt. Deshalb wäre es
wichtig, zu erfahren mit welcher Vorlauftemperatur bis jetzt geheizt wurde.
- Scharri322. Februar 2011Danke Pippen, für die Info! Bei uns war die max. Vorlauftemperatur diesen Winter 53°C. Oelverbrauch wird sich um die 1300 Liter bis ende Winter bewegen.
Gruss Scharri3
- hufi114 Beiträge22. Februar 2011@Scharri
Klar ist der Stromverbruach auch wichtig. Aber ich frage mich manchmal schon ab vielen hier drin. Schalten die Heizung nicht ein, auch wenns draussen schon fast Minustemperaturen hat, senken die Heizung so ab dass es am Morgen wenn sie aufstehen noch 17 Grad hat, und alles nur um einen möglichst geringen Verbrauch zu haben. Ich habe eine Heizung damit ich warm habe und nicht um möglichst wenig Strom zu verbrauchen. Wobei wir bei einem Jahresverbauch von 6000kwh (inkl. Warmwasser) für ein Haus mit Jahrgang 1954 sicher auch nicht verschwenderisch mit der Energie umgehen.
- Jargen9. November 2011Was ist denn mit der Alternative blockheizkraftwerk?
http://blockheizkraftwerk.com/technik/52.htm
Finde ich auch sehr spannend und durchaus rentabel. Die idee alles zusammen im eigenen Keller zu produzieren hat daoch ach was.