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Doppelschalenmauerwerk isolieren?

27Antworten26’719Aufrufevon haik · 5. August 2008letzter Beitrag vor 18 Jahren
  1. john_w641’215 Beiträge7. August 2008 · bearbeitet
    Die Frage ist halt auch ob man mit einer Sanierung einen heutigen Neubaustandard erreichen will oder einfach die Isolation verbessern will. Irgendwo muss man den Kompromiss setzen. Neue Fenster, Dach isolieren, Haustüre neu, Aussenisolation auf die Wandflächen aber Balkon, Eingang, Fenstersimse und Leibungen lassen wie sie sind wäre so grob gesagt so ein Kompromiss. Und wenn man dann 40% Heizenergie gespart hat dann hat man doch schon einiges erreicht. Dann noch die alte Ölheizung durch eine moderne Pelletheizung ersetzen. Nur ein Beispiel: Neue Fenster - Kosten 20'000.- - ergeben eine Jährliche Einsparung von z.B. 500.- - somit dauert es bei heutigen Energiepreisen 40 Jahre bis es sich rechnet.

  2. wellingtonia2’316 Beiträge7. August 2008
    Hallo

    Fenster sind bezogen auf die gesamte Gebäudehülle Prozentsätze unter 10%. Somit bringt rein rechnerisch und in Bezug auf kommende Heizkosten eine Sanierung in der Fläche am Meisten. Achtung: Isolationen mit Sperrschichten sind zwar günstig und schnell gemacht, aber die Luftqualität verschlechtert sich, da in den wenigsten Fällen eine kontrollierte Lüftung eingebaut wird. Oder ist jeder Hausbesitzer von neu gedämmten Altbauten bereit rein rechnerisch jede Viertelstunde eine sog. Stosslüftung zu machen. Die Alternative im Fenster jeweils eine der 4 Dichtungen weglassen ? Die Massnahme der Dämmung gleicht sich dann vermutlich wieder in den alten Zustand aus !! Ein weiterer Punkt, neue Dämmung - alte Fenster - wo geht die Raumfeuchte durch, wenn sie aufgrund der Feuchtedifferenz nach aussen drängt ? Die schwächsten Stellen in so einem Fall, die Rahmen der alten Fenster und undichte Dampfsperren im Dachbereich - das Ergebnis - die Fensterrahmen faulen oder im Dachstock bildet sich vermehrt Kondensat, was auch nicht gerade gesund für die Holzkonstruktion ist.

    Andy

  3. john_w641’215 Beiträge7. August 2008
    Natürlich ist klar dass man da ansetzen muss wo es am Meisten bringt. Wobei, wenn der Wind durch die Fenster pfeift dann ist das eben auch subjektiv unangenehm. Aber die Frage bleibt halt wo macht man den Kompromiss. Wenn ein original 60er Jahre Haus heute 3000l Öl schluckt dann ist man schon bei einer Einsparung von 600 Liter einen Schritt weiter obwohl das Haus noch sehr weit von heutigen Standards weg ist.

  4. wellingtonia2’316 Beiträge7. August 2008
    Hallo john

    Fenster mit Zugluft sind nicht nötig - auch bei alten Fenstern.

    Der Schreiner hat klevere Lösungen - Siprodichtungen.

    45.5371 : Dichtungsprofile

    Absolut flexibel, passt in jede Situation und mit wenig Aufwand und wenig Staub (an der Fräsmaschine wird ein Staubsauger angehängt) sind die Fenster dicht. Selbst wenn die Verglasung (DV) nur einen K-Wert von 3.0 hat. Wieder auf die Fläche bezogen bringt das Abdichten der Fenster am Meisten und das Isolieren der gesamten Gebäudehülle das Maximum.

    Andy

  5. twister711 Beiträge7. März 2009
    Hallo Leute,

    falls Ihr weitere Informationen zum Thema nachträgliche Hohlwanddämmung, Hohlschichtisolierung benötigt, dann kann ich Euch folgende Inernetadressen empfehlen:

    www.daemmen-sanieren.de

    und

    www.daemmforum.de

    Mit freundlichen Grüßen

    twister

  6. rmaurspam97 Beiträge13. Juni 2009
    Situation: Ein 60er-Jahre Haus mit Doppelschalenmauerwerk und 5-7 cm Isolationskern soll gedämmt werden. Der Einbau einer Lüftung wäre über die Holzdecke in den Esterich einfach möglich. Viele Wärmebrücken (Betonbalkone).

    Würdet Ihr auch beim Einbau einer Lüftung von einer zus. Ausenisolation abgeraten? Gibt es Probleme, auch wenn man ein 'diffuses' Dämmmaterial aussen draufklebt? Gibts für Aussendämmungen noch Alteriven?

    In gewissen Räumen wäre eine Isolation von Innen möglich. Was wären da die Vor- und Nachteile gegenüber einer Isolation von Aussen, abgesehen vom Raumverlust? Könnte man bei einer Innendämmung auch 'normale' XPS oder EPS-Isolationsplatten nehmen?

  7. Pfälzer9’908 Beiträge13. Juni 2009 · bearbeitet
    Hallo rmaurspam,

    das würde ich an Deiner Stelle im Detail mit einem Bauphysiker durchgehen bzw. durchrechnen lassen. Das gibt, gerade auch schon wegen der Wärmebrücken knifflige Ecken... Diese würden sich ggf. dadurch nur noch verstärken. Bei solchen Objekten gibt es keine Pauschallösung, oder Außenschale abreißen und kompl. neu dämmen.

    Wenn Inndenämmung, dann evtl. mit Isofloc, dampfoffen belassen und nur mit einer neuen Gipsplatte bekleidet. Aber auch hier sind die Detailanschlüsse der Knackpunkt. Du veränderst die gesamte Bauphysik des Hauses damit.

  8. holzschopf3 Beiträge14. Juni 2009
    das thema aussenisolation von doppelschalenmauerwerk kommt bei uns gerade auf. die variante ytong multipor gefällt mir. kann mir jemand einen richtpreis geben für ca. 150m2 (brutto, inkl. tür- und fensterfläche) aussenhülle bei 16cm dämmung?