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Dampfsperre, Bremse oder gar nix? Umbau ehemaliges Bauernhaus

6Antworten6’729Aufrufevon trilobyte · 17. März 2011letzter Beitrag vor 15 Jahren
  1. trilobyte45 Beiträge17. März 2011
    ich habe mir dieses haus gekauft:



    und bin den umbau am planen.

    es gibt im ganzen haus bodenheizung und die wände sollen aussen 20cm isoliert werden. glaswolle mit einer hinterlüfteten fassade und dann holzschindeln (beim wohnhaus) bzw senkrecht stehende bretter (im scheunen teil)

    ich mache mir ein wenig sorgen zum thema feuchtigkeit, bzw (kontrollierte) wohnraumlüftung.

    brauche ich dampfsperren? wenn ja wo?

    im wohnhaus gibt es einen riegelbau der ausgemauert ist mit "bollensteinen" und mörtel. aussen möchte ich wie geschrieben 20cm isolation und eine hinterlüftete fassade.

    ich hab mal versucht was zu berechnen mit dem u wer rechner:

    http://www.u-wert.net-brechnung-Wand-Hausteil

    hab ich sowieso keine feuchtigkeitsprobleme wenn ich mit einer hinterlüfteten fassade arbeite? gibt es probleme wenn bei der innenwand irgendwo ritzen entstehen und feuchte raumluft eindringen kann?

    ich möchte wenn möglich vermeiden eine kontrollierte wohnraumlüftung einzubauen. ich bin mich bis jetzt gewohnt in einem holzhaus zu wohnen das selbst genügend atmet dass ein lüften unnötig ist. mir gehts nicht drum das letzte quentchen wärme zu sparen. die isolation soll gut sein, aber da ich mit holz heite und genügend holz da ist stört es mich nicht wenn ich statt 6 nun 7 ster holz verfeuern muss...

    gruss

    siegi

  2. Kaysel20 Beiträge17. März 2011
    Hallo

    Sobald ein dichter Innenputz angebracht ist braucht es keine Dampfbremse. Ansonsten ist die Dampfbremse immer warmseitig von der Dämmung anzubringen.

    Gruss Philipp Kaysel

  3. klöti17. März 2011
    Hallo siegi

    Die geschätzte Gebäudehüllenfläche (gegen kalt, inkl. Boden) ist ca. 380 m2.

    Wenn gegen den Estrich und Keller in gleicher Weise gedämmt wird, erhälst du einen Heizbearf von ca. 6000 kWh/a (bei den Fenstern ist die Wärmedämmung schlechter).

    Was ca. 3 Ster Buchenholz entspricht.

    klöti

  4. Pfälzer9’908 Beiträge18. März 2011
    Hallo siegi

    Du schreibst nichts über der Dämmung der Dachflächen? Sollen die ungedämmt bleiben? Hier wäre, beim angedachten Dämmstoff auf jeden Fall eine Dampfbremse notwendig! Zudem muss die fachgerecht an die anderen Bauteilflächen angeschlossen werden.

    Ritze in der Wand, wenn sie zwischen Ausfachung und Holzriegel entstünden, haben schon einen negativen Einfluss...ggf. in beide Richtungen!

    Ähnliches wurde auch hier mit einem alten Bestandsobjekt gemacht...http://www.haus-forum.ch/hausbau-tagebuch/9010-1950er-altbau-goes-minergie.html evtl. schaust Du mal das Tagebuch durch und findest weitere Ideen..

  5. trilobyte45 Beiträge18. März 2011
    gegen das dach wird auch isoliert! 24cm glaswolle oder so ähnlich.

    decke ist aus holz (fastäger oder ähnliches) oder fermazell + abrieb.

    brauch ich da auch eine dampfbremse drüber bevor die isolation kommt?

    kann ich das haus so "undicht" bauen damit ich keine lüftungsanlage brauche und nur bei erhöhtem feuchtigkeitsaufkommen (bad) lüften muss?

    mir gehts nicht darum das letzte quentchen wärme auszunutzen, das kann ich mit ein paar scheitern brennholz kompensieren.

    aber ich möchte nicht das ganze jahr eine lüftungsanlage betreiben müssen, von der investiotion ganz zu schweigen...

    gruss

    siegi

  6. klöti18. März 2011
    Hallo siegi

    Da du den k-Wert Berechner kennst, kannst du die selbe Anwendung für "Boden gegen Keller (kalt)" und "Decke gegen Estrich (kalt)" anwenden.

    Du wirst feststellen nur mit einer richtigen Dampfbremse kannst du Kondensatansammlungen in der Konstruktion verhindern.

    Achtung hier wirds wirklich kritisch - alle Anschlüsse müssen sauber ausgeführt werden.

    klöti

  7. trilobyte45 Beiträge16. Januar 2012
    Hier mal der aktuelle Stand:



    Der Holzverbrauch bewegt sich diesen Winter Schätzungseweise bei ca 8-9 Ster Holz.

    Eine Wand gegen der Kaltestrich ist aber noch nicht Isoliert. Der alte Teil auf der Nordseite ist wohl auch nicht ganz so toll isoliert. Auch gibts noch die eine oder andere schwachstelle vom Keller zum Wohnhaus hoch. Auch ist das verfeuerte Holz teilweise ziemlich überlagert, sprich teilweise sehr verwurmt.

    mal sehen wie's nächstes Jahr aussieht wenn alles fertig ist und das Holz frischer ,-)

    gruss

    Siegi