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Bodenplatte zu schnell getrocknet

16Antworten7’200Aufrufevon p00l · 30. Mai 2017letzter Beitrag vor 9 Jahren
  1. p00l199 Beiträge30. Mai 2017
    Hallo zusammen

    Heute wurden wir darüber informiert, dass die frisch gegossene Bodenplatte aufgrund der heissen Temperaturen unerwartet schnell getrocknet ist und der Beton deshalb scheinbar Schäden davongetragen hat.

    Nun sollte bei der Bodenplatte offenbar 5cm abgespitzt werden und danach eine neue, oberste, dünnere Schicht mit mehr Feinanteil gegossen werden (12mm Körnung).

    Ist das der übliche Weg, diese Problematik zu lösen?

    Gibt es zu dieser Problematik bzw. der Behebung etwas zu beachten?

    Sollten wir allenfalls für dieses Bauteil eine Garantieverlängerung anstreben?

    Was würdet Ihr allenfalls noch unternehmen?

    Passiert so was hin und wieder oder sind hier Laien am Werk?

    Ist das allenfalls bei Euch auch passiert und habt ihr vielleicht gute Tipps auf was wir achten sollten?

    ... Fängt nicht gerade optimal an, der Bau unseres EFH.

    Danke im Voraus!

    p00l

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  2. p00l199 Beiträge31. Mai 2017
    noch eine Zusatzinfo: es wurde Monobeton für die Bodenplatte verwendet.


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  3. Pfälzer9’908 Beiträge31. Mai 2017
    ... Fängt nicht gerade optimal an, der Bau unseres EFH.

    Danke im Voraus!

    p00l

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    So kann man es auch sagen..  🙂

    Profis wissen, dass man frischen Beton, je nach Zeitpunkt und Witterung schützen muss!

    "Abspitzen"... 5cm... ??  Wie soll das gehen?

    Wenn man eine gewisse Mindeststärke entfernen will, so geht das mit einer ordentlichen Betonfräse. Hier kann man auf die Fläche einen exakten Abtrag ausführen.

    Wie die weitere Vorbehandlung aussieht, musst Du erfragen. Besser ist, wenn Dein Bauingenieur dies weiss, dies fachlich begleitet und letztlich in schriftlicher Form dafür sein O.K. gibt.

    Die Kornstärke wäre mir, bei der angedachten Gesamtdicke, eher zu gross...  aber eben, soll der Bauing. Dir das so bestätigen.

    Zudem wäre zu klären, wie der Materialverbund sichergestellt werden kann. Ob man eine so dünne Betonoberschicht nochmals als Monobetonfläche herstellen kann, weiss ich im Augenblick nicht. Stelle mir das etwas schwierig vor.

    Stelle doch mal entspr. Bilder hier ein...  vorher...nachher...  ist sicher für unsere User interessant zu sehen was, warum passiert und wie es behoben wurde. Auch ob es dann tatsächlich dauerhaft funktioniert?

    2× hilfreich
  4. p00l199 Beiträge31. Mai 2017
    Die neue Schicht wird nicht mit Monobeton erstellt, so wie ich das verstehe wird es ein anderer, flüssigerer Beton sein. Die genaue Bezeichnung muss ich noch erfragen.

    Hier die Bilder:



    Wenn ich heute Morgen richtig gesehen habe, sind sie nun mit einer der beiden Maschinen - ich glaube es war die linke auf dem Bild - die oberste Schicht am abtragen.

    Da die Oberfläche anschliessend rauh sein wird, sollte der neue Beton gut haften (Aussage Bauleitung).


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  5. postit598 Beiträge31. Mai 2017
    Die Sache könnte zum ernsthaften Problem werden, du solltest den Rat von Pfälzer (wie übrigens immer) befolgen und deinen Bauingenieuren auf die Baustelle pfeifen, er muss sich das anschauen und über das weitere Vorgehen entscheiden. Ein Bauleiter kann in aller Regel (es gibt wenige Ausnahmen) solche Fälle nicht beurteilen.

    Der Baumeister ist wohl ganz schlecht organisiert, wenn er eine frische Bodenplatte nicht korrekt schützen kann. Deshalb geht die Rechnung mit dem Zusatzaufwand des Bauingenieuren auch an den Baumeister.

    2× hilfreich
  6. Pfälzer9’908 Beiträge31. Mai 2017 · bearbeitet
    Da die Oberfläche anschliessend rauh sein wird, sollte der neue Beton gut haften (Aussage Bauleitung).

     


    Eine Aussage die ich persönlich so nicht teilen wollte....  aber eben, einem Laien gegenüber ist das recht einfach und schmerzlos... Ruhe ist 🙂

    Ähnliches gilt für die anfänglich Aussage "abspitzen"...   das linke "Gerät" ist eine von mir angesprochene Betonfräse...  damit wird nicht gespitzt, sondern gefräst. Ich hätte meinem Kunden binnen 2 Minuten sachlich und fachlich richtig erklärt, was als Massnahme zur Mangebehebung nun angedacht wäre.

    Die Oberfläche wird nun zwar "aufgeraut", aber das alleine ergibt nur eine Rillenförmige Oberfläche. Du kannst ja mal nachfragen, wie sich ein Kieskorn von 12 mm in den alten Beton hineindrückt und eine homogene Verbindung mit der alten Betonfläche erreicht werden kann?

    Hast Du einen WU-Keller....  die Bodenplatte ist dann ja ebenfalls eine Wasserundurchlässige Platte...  ist die Eigenschaft danach noch gewährleistet?

    Falls es sich um einen solchen WU-Keller handeln würde, wäre auch in dieser Hinsicht die Aussage vom Bauingenieur wichtig!

    Zudem muss beachtet werden, dass die nun neu aufgetragene Schicht noch viel dünner und somit noch anfälliger auf Hitze ist, als es zuvor die gesamte Betonmasse der Bodenplatte war.

    Um einen sauberen Verbund herstellen zu können, muss die gefräste Fläche via Hochdruckreiniger von Staub und losen Resten befreit werden. Im Anschluss, je nach gewähltem Material, eine entspr. zugelassene Haftgrundierung aufgetragen werden.

    1× hilfreich
  7. p00l199 Beiträge31. Mai 2017
    @ pfälzer vielen dank! ich werder dies beim Bauingenieur anbringen und ein schriftliches statement verlangen.

    Ja es ist eine WU-Keller.

    Gibt es sonst noch Sachen die beachtet werden sollen, von denen ich eine Statement vom Ingenieur einfordern sollte?


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  8. p00l199 Beiträge31. Mai 2017
    Hier noch ein paar aktuelle Bilder vom heutigen Abend nach dem Abschleifen der obersten Schicht:



    Bei der Platte wo die Garage hinkommt scheint hierbei noch nichts gemacht worden zu sein:




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  9. Pfälzer9’908 Beiträge31. Mai 2017
    Das sind aber definitiv keine 5cm!

    Evtl. machen sie ja morgen weiter... oder auch nicht.

    Hilfe aus der Entfernung wird Dir hier nicht weiterhelfen. Das muss man vor Ort sehen. Daher nochmals mein Tipp, lasse den Bauingenieur an die Baustelle kommen. Er muss ja am Ende auch dafür geradestehen, dass das was er vor gibt, auch erstellt/erfüllt wird.

    1× hilfreich
  10. Kaffeebart693 Beiträge1. Juni 2017
    Das würde ich auch nicht als rau bezeichnen. zumindest nicht soweit, dass neuer Beton dauerhaft dran haften bleibt.

  11. p00l199 Beiträge2. Juni 2017
    hier sind noch die "Nachher"-Bilder. Was genau gemacht wurde, werden wir noch schriftlich bestätigt vom Bauingenieur erhalten.




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  12. p00l199 Beiträge2. Juni 2017
    Zu Bild 3 und 4:

    Da kommt doch die Wand nebenan? Dieser Fallstrang kommt ja zur Hälfte in die Wand, wenn sie genau zur Hälfte zwischen Boden und Wand platziert ist?


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  13. p00l199 Beiträge7. Juni 2017
    Nachtrag zur Korrektur:

    Es wurde 1cm mit einem Sternschleifgerät abgeschliffen. Anschliessend wurden 4cm erdfeuchter Monobeton (8er Körnung mit Monolith) übergossen.


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  14. postit598 Beiträge7. Juni 2017
    Die Schalung im Bereich des Fallstranges möchte ich sehen.

    Welche Konsequenzen hast du jetzt gezogen? Weiter wursteln wie bisher, Hauptsache es geht vorwärts? Dir ist schon klar, dass du zum Schluss - wenn es so weiter geht - ein Gebastel vom Keller bis unter's Dach kaufst und dafür auch noch zuviel Geld hinblätterst? Du wirst dich noch Jahre ärgern und mit Mängeln rumschlagen.

    Zieh die Notbremse und hol dir einen Berater ins Boot! Hier schaut jeder für sich und keiner für dich.

  15. p00l199 Beiträge7. Juni 2017
    Die Schalung im Bereich des Fallstranges möchte ich sehen.
     
    Welche Konsequenzen hast du jetzt gezogen? Weiter wursteln wie bisher, Hauptsache es geht vorwärts? Dir ist schon klar, dass du zum Schluss - wenn es so weiter geht - ein Gebastel vom Keller bis unter's Dach kaufst und dafür auch noch zuviel Geld hinblätterst? Du wirst dich noch Jahre ärgern und mit Mängeln rumschlagen.
     
    Zieh die Notbremse und hol dir einen Berater ins Boot! Hier schaut jeder für sich und keiner für dich.
    Der Berater ist im Anmarsch! Werde auch keine weitere Zahlung tätigen, wenn ich das OK des Beraters nicht habe.


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  16. p00l199 Beiträge4. Juli 2017
    Nochmals kurz zur Bodenplatte:

    Wie bereits weiter oben erwähnt, wurde 1cm abgeschliffen und danach 4 cm neu aufgetragen. Dies ist soweit in Ordnung.
    Der Bauingenieur hat ebenfalls bestätigt, dass dies so in Ordnung geht und keine statischen Nachteil dadurch entstehen. Die WU des Kellers ist ebenfalls gewährleistet.

    Mittlerweilen sind wir bei den KellerWänden angelangt und arbeiten auch mit einem Bauberater welcher Etappenweise kontrollen durchführt. Dies funktioniert einwandfrei und was bisher an weiteren Arbeiten ausgeführt wurde ist ebenfalls gut und in Ordnung.


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    1× hilfreich
  17. Pippostrello26. Oktober 2017
    Kurz unsere Erfahrung mit "Deinem" GU, wir haben mit demselben gebaut. Toll war es ganz und gar nicht.

    Pass verdammt auf mit der Qualität der Arbeit. Der Bauleiter war bei uns praktisch nie auf der Baustelle und sah somit die Probleme auch nicht, oder einfach zu spät. Zuerst wird dann gesagt, dass alles bestens ist und wenn es nicht mehr geht wird Druck auf den Unternehmer ausgeübt. Ja toll. Frag mal die Unternehmer, wie es so läuft mit "Deinem" GU. 

    Unsere Wände hat der Unterakkordant vom Unternehmer gemacht, das waren Oststaatler welche im Akkord mauern. Und so sahen die Wände aus, ganz toll. Wenn sie senkrecht sind hast Du Glück gehabt. Auch hier wieder: Ganz mühsame Diskussionen mit Deinem GU. Es sehe doch optisch nicht so schlecht aus, und wir seien pingelig. Wände waren 2cm aus dem Lot, ganz toll. Mach Dich auf etwas gefasst.

    Schau auch unbedingt, dass die Handwerker alle brav bezahlt werden. Bei uns hat der GU das nicht gemacht, und dann hatten wir den Ärger. Diese holen das Geld bei Dir wenn sie nicht bezahlt werden. Oder sie erpressen dich gleich.

    Viel Spass!