Hm schon eigenartig. Die runden Löcher würden ja schon auf den ALB hin deuten. Warum kann es sich nicht um den handeln? Fehlen die anderen Symptome? Hast du mal versucht herauszufinden, ob die Gänge gerade oder krumm sind und wie tief sie sind?
Ich versteh nicht so viel von Bäumen wie Kiwi, das gleich vorweg 🙂
Mir fällt nur auf, dass zwar abgeklärt wurde, dass es sich nicht um den ALB handelt - aber keine Angaben, was es denn sonst noch sein könnte? Wie hier zum Beispiel dargestellt? Wie und wo hast du es denn abklären lassen?
Spontan hatte ich noch eine weitere Idee... Wie wär's mit: Bohrloch mit einem 10er-Bohrer? 😉
Wie verträgst du dich mit deinen Nachbarn? Steht der Baum in der Aussicht oder an der Grundstücksgrenze?
Es handelt sich um 2 Bäume einer entgegenkommenden, friedliebenden Nachbarin.
Beide Bäume stehen tatsächlich "in der Aussicht" eines Nachbarn, aber auf Distanz (keine Gesetzesübertretung).
Einer der Bäume kränkelt seit längerem, ein Bekannter hat die Nachbarin auf die Löcher aufmerksam gemacht und auch gleich das zuständige Amt eingeschaltet wegen des gefürchteten Asiatischen Laubbaumbockkäfers. Bei der Besichtigung dieser Fachpersonen stand sofort fest, dass es sich n i c h t um diesen handeln kann (z.B. nur ca. 4 cm lange Löcher). Nun liege auch noch der definitive Bericht vor dass dem so ist. Kein Hinweis allerdings um was es sich denn sonst noch handeln könnte ..... sagte die Nachbarin.
Wenn die Bäume tatsächlich angebohrt und vergiftet worden sind, wäre aus verschiedenen Gründen sofort klar, welcher der Nachbarn es gewesen sein könnte, aber wohl nicht nachweisbar.
Vielleicht kann mir deshalb jemand folgende Fragen beantworten:
Ist z.B. im Holz nachweisbar, dass Gift verwendet wurde ? (Die Bäume müssen laut Gärtner gefällt werden, sie sterben ab.)
Gesehen wurde die Person, die die Bäume allenfalls vergiftet hat, nicht. Wie kann da der Beweis erbracht werden?
Somit wären wir also eher bei juristischen Fragen.
Die ganze Situation ist sehr belastend. Eine gerichtliche Auseinandersetzung ohne Beweise ausserdem wohl noch viel mehr.
Hat vielleicht jemand Kenntnis von einem ähnlichen Fall ?
Nun, wenn es nicht ALB war, was ja nachgewiesen ist, und die Bäume etwas betagt waren, könnte es theoretisch auch eine andere Raupe gewesen sein, z.B. wie in der Liste erwähnt:
Blausieb (Zeuzera pyrina), Wirt sind Obstbäume, Esche, Eiche, Platane, Rosskastanie, Ahorn u.a. Frassgang bis 35 cm Länge, rund, Durchmesser bis 1 cm, nur wenig Ausstoss von feinen Bohrspänen und rotbraunem Kot, keine groben Späne.
Dagegen spricht jedoch, dass sich der Blausieb eher an Äste hält, nicht an den Baumfuss. Ausserdem ist dieser dunkle "Ausfluss" am Loch ganz links nicht gerade typisch für eine Raupe (ausser, sie leidet an schwacher Blase oder hyperaktivem Darm 😀 )
Was meine Vermutung angeht:
Dass es sich bei deinem Fall nicht um eine Gesetzesübertretung handelt, bestätigt eher meine Annahme. Wäre es eine solche, könnte der Nachbar nämlich die Beschneidung oder Entfernung juristisch durchsetzen. Da dies nicht der Fall ist, die Bäume aber dennoch stören, kann die Ohnmacht zu drastischen Massnahmen führen.
Gift lässt sich durch eine Bodenprobe relativ leicht nachweisen, allerdings ist für ein Absterben nicht zwingend Gift nötig: Wenn der Baum mit der Verletzung ein, zweimal richtig durchgefroren ist, dann stirbt er längerfristig auch so ab.
Kaum nachzuweisen ist die Täterschaft, ausser einem "Erwischen in Flagranti" gilt kaum etwas als Beweis, nicht mal diesbezüglich geäusserte Drohungen.
Ich kenne so einen Fall ohne Gift, die Zeder der Freundin ist inzwischen tot...
Ich kenne noch einen zweiten Fall, nämlich meinen eigenen 🙂 Den will ich aber nicht hier ausbreiten, denn erstens bin ich dabei die Betroffene und zweitens hab ich die Bäume nicht vergiftet, kenne aber die Ohnmacht 😀