Zuerst ein herzliches Hallo - wir gehören zu den ganz 'frischen' im Forum /emoticons/default_biggrin.png Nachdem wir ab & an mal reingeschaut hatten, wussten wir, es kommt der Tag, da werden wir uns freuen, dieser comunity beitreten und die hohe Qualität der Beiträge auch für uns nutzen zu dürfen.
Auch wenn unser Projekt noch irgendwo zwischen 'Wolken-Kuckucks-Heim' und Erdboden steht......
Wir sind sehr 'heikle Frösche' bzgl. Bauort / Land und haben da eine Parzelle im BL gefunden, die goldrichtig wäre ABER mit Architekturverpflichtung. Irgendwo im Forum hat jemand mal erwähnt, dass eine Architekturverpflichtung zu vermeiden sei, aber keine weitern Ausführungen dazu gemacht.
Darf ich fragen, was die Gründe sind, die gegen eine Architekturverpflichtung sprechen?
Herzlichen Dank für Eure Meinungen/Erfahrungen dazu!
Habe mal gehört, dass solche sogenannten Koppelungsgeschäfte (Parzellen mit Architekturverpflichtung) rechtlich nicht erlaubt sind, aber ob du dann die Parzelle bekommst wenn du dies erwähnst bezweifle ich ebenfalls, da der Verkäufer vermutlich die Wahl hat und einfach wartet bis er jemanden findet der mit ihm bauen will und kann.
Wir haben auch Bauland mit Architekturverpflichtung gekauft. Da uns aber die Bauweise vom Architekt sowie dessen Referenzen gefielen, haben wir zugeschlagen.
Es war sogar etwas einfacher, da uns der Architekt einiges an Arbeit abnahm /emoticons/default_smile.png
Wir haben ebenfalls Bauland mit einer Architekturverpflichtung gekauft. Da wir den Architekten per Zufall bereits kannten und er sehr gute Referenzen hat, war dies kein Problem.
Wichtig ist halt nur, dass man in etwa weiss, mit wem man es zu tun bekommt.
Bei uns wars auch so ähnlich, wir kannten den Mann mit dem wir hätten bauen müssen, aber es ging um Bauleitung nicht um Architekten-Arbeit. Allerdings war diese (im Grundbuch eingetragene und übrigens absolut legale) Verppflichtung schon mehr als 20 Jahre alt. Als wir ihn drauf ansprachen, meinte er, das sei ihm heute egal, er poche nicht mehr drauf. Auskaufen mussten wir uns auch nicht. Schlussendlich hat er für uns tatsächlich die Bauleitung gemacht und wir waren sehr zufrieden. Du siehst: es gibt allerhand versch. Möglichkeiten. Mein Rat: Fragen kostet ja nichts! Und wie auch schon erwähnt: vielleicht stimmt ja die Chemie, der Geschmack und überhaupt und es wird für euch ein Glücksgriff.
Bei meinen Recherchen ist mir einfach nur aufgefallen, dass solche Grundstücke mit tiefen m2-Preise ausgeschrieben sind. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dann der höhere Preis für Haus und Leistung dieses "Lockvogelangebot (tiefer m2-Preis) kompensiert. Ich würde die Offerten resp. die Summe unter dem Strich genau anschauen und einen Fixpreis verlangen.
Andere Möglichkeit wäre, den Besitzer des Landes ausfindig machen und direkt mit ihm versuchen zu verhandeln. Geht natürlich nur, sofern Besitzer ungleich Architekt ist.
WOW - wir wussten, dass dieses Forum (resp. die Mitglieder) über eine hohe Qualität und ebensolche Verlässlichkeit besitzen! Herzlichen Dank für all die geschätzten Antworten.
Was uns aufgefallen ist, dass bei dieser Parzelle der m2-Preis um einiges höher ist, als sonst in dieser Gemeinde. Kann aber auch mit der ausgezeichneten Lage zusammenhängen. Dank Euren Antworten werden wir mal versuchen den Eigentümer ausfindig zu machen und ggf. direkt mit diesem Kontakt aufzunehmen. Und falls das nicht klappt, dann also 'frisch drauf los' und mal mit dem Archikten auf Tuchfühlung gehen'. Danke für Eure Unterstützung!
Ich kann dir nur sagen, wenn das deine Traumparzelle ist und du den Architekten noch nicht kennst: schlag sofort zu, einen besseren findest du nicht mehr🙂)
ER macht keine Lockvogel-Angebote sondern einfach fantastische Häuser und die Zusammenarbeit ist wirklch gut.
Bie uns war es irgendwie, also umgekehrt ... oder so. Tatsächlich wurde das Land von der Gemeinde verkauft, wobei der Architekt bereits Vorschläge für die Parzellierung und mögliche Haustypen gemacht hat. Er hat uns das land gezeigt und wir haben dann das Projekt aufgegleist. Tatsächlich hat der Architekt auf seinen Namen die Baueingabe gemacht, da wir das Land erst kaufen wollten, wenn das Vorhaben bewilligt wurde. So war es dann auch und erst nach dem Aushub haben wir den Vertrag mit der Gemeinde unterschrieben. Darin enthalten war keine Auflage aber ein Hinweis, dass doch mit dem besagten Architekten gebaut werden solle. Die Bodenplatte stand bereits als die Summe für den Boden überweisen wurde /emoticons/default_smile.png
Es gab jedoch andere Beispiele, die uns angeboten wurden. Da gefiel uns der GU/Architekt wirklich nicht, doch das Land und Gegend wäre prima gewesen. Doch wie bereits erwähnt wurde, ist es schwierig, solches Land zu erhalten, denn oft wirkt der GU/Arch als eine Art Makler zu seinem Zweck und vermarktet das Land mit einem Projekt.
Das mit den Architektenverpflichtungen auf den Grundstücken ist schon so eine elende Sache.
Die Architekten (die sich dann im Verlauf der Projektierung vielfach zu GUs umwandeln) kaufen die Grundstücke zur Auftragsbeschaffung ein, wobei sie dann je nach Auftragsstand diesen oder jenen ?Plätz? verkaufen ? in der Regel sind dann die m2 Preise in etwa gleich, aber beim Honorar wird dann kräftig zugeschlagen. Da kennen sie kein Pardon. Die SIA 102 / 2003 kommt für sie einem Evangelium gleich und Rabatt = 0.
Es handelt sich so ein bisschen um einen ?Hamstereffekt?, dem fast jeder Architekt zwangsläufig ausgesetzt ist.
Nur nebenbei: Mein Architekt hat vorgestern gesagt, dass Architektenverpflichtungen "nicht seriös" sind. Ich stimme dem zu... Mag sein, dass das eine oder andere gute Angebot dahinter steckt, aber eben... Mit Druck erreicht man nicht viel Positives...
Man könnte zudem noch sagen, dass Arch. Honorare bei Neubauten über 15% der hon. ber. Baukosten auch unseriös sind - und das bekommen die Bauherren ja in ihrem Portmonnaie konkret zu spüren.
Hallo bud. Heute war ich mit meiner Frau über 3 Stunden beim Architekten (ein Bekannter meines Schwiegervaters). Er macht uns einen guten, ehrlichen Eindruck. Aber kennen, tun wir ihn noch nicht wirklich. Wir werden zu 99% das Bauland kaufen und danach hole ich mir Offerten von einem Fertighausanbieter und zwei Arch. Ich bezahle diesem Arch für seine Beratungen einen Stundenansatz von CHF 110.--. Ich fand es fair hier etwas zu bezahlen. Aber für die eigentliche Offerte will ich eigentlich nicht unbedingt etwas bezahlen. Da waren wir uns heute nicht so einig - aber in einem korrekten Ton. Wenn ich mit ihm baue, werden die Aufwände verrechnet.
Mir ist einfach aufgefallen, dass in diesen CHF 650.--/m3 einiges schwamig ist. Er meinte, dass man dann an einem Ort sparen kann und, dass es woanders ev. dann mehr kostet. Das seien Schätzwerte. Ist ein Ein-Mann-Betrieb mit Ehefrau. Wenn er GU wäre, wären Preis und Timing gefixt. Nicht fixierbar wären "felsiger Boden", Sondermüll, Wintermassnahmen, Baureinigung und Aufrichtfest. Sein Honorar wäre 14%-16% (pauschal) wobei er auch von 40'000.-- bis 60'000.-- gesprochen hat. Rabatte, die er als GU "einholen" würde (sind jetzt meine Worte) wären zu seinem Gunsten. Also nicht zu Gunsten von mir.
Was meinst Du? Er hat 650.--/m3 als mittleren Standard definiert. Hier im Forum sprechen aber alle bei 650.-- von einem gehobenen Standard.
Dass man die Grundpfandrechtansprüche an den Arch abtreten kann wusste er nicht. Aber das geht doch, oder?
ich glaube, da hast Du mit dem Bekannten Deines Schwiegervaters (weiter ?Architekt?) einen richtigen Glücksfall erwischt! Auf jeden Fall macht es den Eindruck, dass er weiß, worüber er redet und dass er seriös ist.
GUs würde ich persönlich grundsätzlich aus dem Spiel lassen. Zumal Dir der Architekt auch eine solche Variante anbietet. Den zweiten Architekten kannst Du eventuell auch rechnen lassen ? wenn Du meinst, er hätte eine Chance. Sonst würde ich es sein lassen und gleich nach dem Landkauf an die Vorprojektierung mit dem Architekten gehen. Lass Dich beim Landkauf aber von ihm beraten / begleiten, er kann sicherlich eventuelle Konfliktstellen rechtzeitig erkennen. Wenn Du ihn dafür bezahlst, ist das sicher in Ordnung so. Lieber x mal 110,- ausgeben und dafür beim Landkauf eine gewisse Sicherheit haben (Bodenproben, Erschließung, sonstige Kosten).
Für Offerten brauchst Du nichts zu bezahlen.
Jetzt zum Kubikmeter- Preis ?KP? von 650,- CHF ? das ist absolut in Ordnung so. Das Haus wird Dich so oder so den Betrag X kosten, egal welchen KP er für die Schätzung nimmt ? er geht davon aus, dass er bei einem KP von 650 keine Baukostenüberschreitungen haben wird, also ist es besser, bei den Schätzungen gleich etwas höher bis realistisch einzusteigen, als dann im Nachhinein beim Bauherrn herum zu jammern, man hätte dieses oder jenes mehr oder besser gewollt, weil man selber als Architekt den Fehler gemacht hat, anfangs einen tieferen KP zu nehmen um ?besser? auszusehen. Die KP sind ja keine ?Offerten?, sondern nur Schätzwerte, wie der Architekt richtig begründet.
Ein-Mann-Betrieb mit Ehefrau ? aus meiner Sicht bezüglich Einfamilienhausbau die für den Bauherrn beste Variante. Da habt ihr die Chance, ein Superverhältnis aufzubauen, die Leute werden sich um Euch kümmern und sich mit dem Projekt seriös befassen, und in Bezug auf die Betriebskosten des Büros ist dies die effizienteste Form (ich funktioniere seit 23 Jahren so) ? lieber gebt Ihr einem solchen Architekten 60 000 Franken als einem ?aufgeblähten? Architekturbüro mit Starallüren 130 000 Franken.
Außer es wäre ein Architekt des Typs Mario Botta.
Die Honorarangaben haben mich begeistert. Davon posaune ich ja die ganze Zeit, die EFH Planer sollen endlich zur Vernunft kommen und anständige Ziffern offerieren. Bei höheren Beträgen nehmen sie ja die Gelder den Bauherren weg ? nur dafür, dass sie sich alljährlich einen neuen Range Rover kaufen können?
Wenn der Architekt bereit ist, als GU aufzutreten, dann kannst Du beruhigt im normalen Architektenverhältnis bauen ? erstens kann er die Baukosten abschätzen, was für Dich ausschlaggebend ist, und zweitens kommen Dir die Rabatte der Unternehmer zu Gute, drittens lässt Du die Zügel der ?Projektleitung Bauherr? nicht aus der Hand, was bei Bauvorhaben eh das Grundsätzlichste ist. Du wirst die Übersicht behalten ? dies ist auch wichtig für die Zeit NACH der Fertigstellung des Objektes.
Also die Zahlen stimmen alle und sind super. Wenn Du dann vielleicht billiger abrechnest, um so besser, ich nehme es aber nicht an, denn hat man ?Reserven?, dann gehen die spätestens beim Plättli- oder Sanitär- oder Küchenauslesen flöten. Die Baufrauen haben da ein ausgeprägtes Kostensensoren- System, das ihnen erlaubt, jederzeit und exakt bis zum ?Top? der Preise zu gelangen. Diese Freude muss man ihnen natürlich lassen und gönnen ? beim Bauen gibt es ja nichts schöneres, als den Damen des Hauses zuzusehen, wie sie die Einrichtungsgegenstände auswählen ? das sind richtige Rituale, wo die Männerwelt kaum etwas zu suchen hat. Das hat der Architekt scheinbar auch schon in seinen KP mit einbezogen und ist auch richtig so.
Das mit den Grundpfandrechtansprüchen müsstest Du mir etwas näher erklären ? habe irgendwie noch nichts gehört darüber.
Nun, wenn der Architekt bereits einige Erfahrung hat und ist er ein Kollege Deines Schwiegervaters, also beruflich und moralisch in Ordnung, und offeriert er Dir solche Preise, dann hast Du die besten Voraussetzungen, hier im Forum nirgends in einer Problemrubrik des Typs ?Architekt hat versagt ? was soll ich tun?? zu enden.
Zum Ablauf ? über den Baulandkauf und die dementsprechende Beratung habe ich schon gesprochen, dann fängt ihr das Vorprojekt an, und wenn dieses fertig ist, unterschreibt ihr den Architektenvertrag. Diese Zeit lasse ich meinen Bauherren immer ? sie sollen sich ja an die Arbeiten und an das Prozedere gewöhnen und erst dann etwas unterschreiben, wenn sie mit dem ?Produkt = Vorprojekt? zufrieden sind. Dann würdest Du auch die erste Rechnung bekommen.
Resumee ? beim Architekten ?zuschlagen?, mitdenken, mitarbeiten, leiten = größte Chancen, ohne Probleme beim Hausbau durchzukommen = Ziel.
Wenn du die Variante mit dem GU auch noch einbeziehen willst, dann muss du unbedingt mal bei Kobelt AG vorbei schauen. Vorausgesetzt es gibt ein Haus im Sortiment bei Kobelt welches euch gefällt. Wobei man auch da sagen muss, dass Änderungen vor allem in der Raumaufteilung immer möglich sind. Wir sind in der Vorprojekt-Phase und wollen das Lenja in einer Hanglage bauen. Bis jetzt sind wir begeistert. Nun gehts es dann darum die weiteren Schritte zu planen und die ersten Anpassungen am Vorprojekt zu machen.
Wir haben nie von einem Architekten offerieren lassen, da wir erstens keinen kennen und da wir auch mit unserem Projekt sehr zufrieden sind. Wir haben es aber nie ausgeschlossen, auch mal noch einen Architekten anzufragen. Schlussentlich muss man doch einfach ein gutes Gefühl haben und vor allem ein seriöse, genau Übersicht über das Projekt. Ich finde vor allem auch einen genaue Kostenaufstellung sehr wichtig, so dass man weiss was auf einem zukommt. Wenn du mit einem erfahrenen Architekten arbeiten willst, wirst du diesbezüglich auch keine Probleme haben. Was ich gelesen habe, sind die Kosten oft ein Problem bei noch jungen, unerfahrenen Architekten...
Hallo bud. Vielen Dank für Deine Ausführungen - eigentlich sollte ich Dir langasam CHF 110.-- zahlen... Bei der Landbesichtigung war er dabei. Ich wollte es so, weil ich (natürlich) gemerkt habe, dass er am Telefon an Sachen gedacht hat, die ich natürlich nicht wusste. Er hat übrigens am 3-Stunden-Gespräch auch gesagt, dass wir (ich und meine Frau) das sehr gut angehen. Er hat das so noch nie erlebt, dass sich potenzielle Bauherren im Vorfeld so sehr mit dieser Bauplanung beschäftigen. Im Normalfall sei es so, dass die Bauherren das Land kaufen und sich erst danach überlegen, was sie eigentlich genau wollen. Tja, ich mache das im Beruf auch so (Marketing)... saubere Konzepte schreiben und sauber umsetzen... Jetzt bin ich z.B. am Autosalon Genf. Ev. seht ihr mich ja im Fernseher am 4. & 5. März sind die Pressetage. Die Messe startet offiziell am 6.-16. März. Wieso ich schon hier bin? Damit ich dem Standbauer auf die Finger schauen kann!! Und natürlich helfe ich auch mit bei der "Drecksarbeit" (Aufbau).
Du würdest ihn also eher als Architekt und nicht als GU einstellen? Müsste ich dann alles selber einkaufen und verhandeln gehen? Würde mir dann der Architekt begleitend zur Seite stehen? Ich müsste ja bei einem Küche wissen wie viel Platz vorhanden ist und so. Habe ich Dein Vorschlag richtig verstanden? Wo liegt genau der Unterschied zwischen "nur Arch" und "GU" aus Deiner Sicht?
Bis bald und nochmals danke.
Serge
P.S.: Grundpfandrechtsgeschichte war (Bsp.): Eine Handwerkerfirma hat Leistungen und Material für 30'000.-- investiert. Der GU geht Konkurs oder ähnliches. Dann haftet automatisch der Bauherr muss je nachdem für das Gleiche 2x zahlen. Und dieses Risiko kann man als Bauherr abtreten z.L. Arch. Aber das wollen natürlich die wenigsten Arch
Vielen Dank für Dein Votum. "Unser" Arch ist im besten Alter. Auch das habe ich bereits überprüft. Er ist Mitte 50. Ich arbeite viel mit Agenturen (Werbung, Kommunikation etc.) zusammen... auch hier... ist der Personalmix zu jung = Katastrophe! Ich arbeite lieber mit erfahrenen Menschen zusammen. Klar, gebe ich den jungen eine Chance, aber die sollten sich dann unbedingt von Erfahrenen coachen lassen. Mein Wissen (für mein Gebiet Marketing) gebe ich auch gerne - an jüngere - weiter. Ich konnte ja früher (und heute noch) auch profitieren.... nur denkt man in diesem Alter oft, dass man es besser weiss... Man merkt erst, wenn man älter ist, dass man in der Vergangenheit falsch lag...
Gruss,
Serge-CH
P.S.: Ich bin ja auch noch nicht soo alt. Aber ihr wisst ja was ich meine...