Eigentlich wollte ich "Ruhe bewahren", aber jetzt hat es auch mir den Nuggi rausgeschlagen:
es scheint ganz offensichlich, dass wir vom Präsi der Baukommission schickaniert werden.
Hat jemand Erfahrungen oder einen Tipp, wie man so einem Amt "auf die Pelle rücken" kann?
Wir möchten nicht ganz so grobes Geschütz auffahren und uns gleich beim Kanton melden (was der übliche Weg wäre) oder gar einen Anwalt beziehen.
Situation; nachdem sich wegen diversen Nichtigkeiten (es wurden Dinge auf den Plänen beanstandet, die doch richtig waren!!!) die Auschreibung um fast 2 Mt verzögert hatte, werden die Unterlagen wieder nicht bearbeitet.
Wir haben alle Unterlagen zusammen, keine Einsprachen gehabt, nun auch das Nähebaurecht definitiv unterschrieben
-> einzig die Bestätigung, dass der Stempel im Grundbuch gemacht wurde, ist noch nicht da. Das kann nochmals 4-6 Wochen dauern.
Gemäss der Notarin vom Grundbuchamt würden die Verträge aber ausreichen.
Einmal mehr wurde mir direkt ins Gesicht gesagt, dass er zuerst abklären müsse,ob so schon eine Bewilligung möglich sei und dass die Notarin ja nicht vom Bauamt sei etc...
Erstens eine Frechheit, wie dieser Mann ständig über andere Leute spricht (hat auch schon unsere Nachbarn beschuldigt, illegal eine Mauer gebaut zu haben etc...) und 2. scheint er KEINE AHNUNG zu haben...
Denn ich habe mich per Internet schlau gemacht und gelesen, dass in solchen Fällen einfach eine Auflage/Bestimmung gemacht werden kann.
Und ich habe in einem Bericht des KT. Bauamtes gelesen, dass der Bauherr als Kunde zu empfinden sei und eine Baugenehmigung so schnell wie möglich zu erfolgen hat.
Jetzt weiss ich nicht, welche Möglichkeiten bestehen. Können wir einfach mal einen eingeschriebenen Brief an die Baukommission schicken oder sowas?
Weil erreichbar, bzw in Büro, ist der Präsi der Baukommission nur am Donnerstag-Mittag.
Hier ein Auszug, den ich von einer solothurnischen Homepage habe.
Nebenbestimmungen
Statt eine Baubewilligung zu verweigern, kann sie unter Beifügung von Nebenbestimmungen in der Form von Auflagen und Bedingungen erteilt werden.
Eine Bedingung liegt vor, wenn die Rechtswirksamkeit einer Verfügung von einem künftigen Ereignis abhängig gemacht wird (z.B. Zustimmung vom Nachbarn).
Eine Auflage ist die mit einer Verfügung verbundenen zusätzlichen Verpflichtung zu einem Handeln, Unterlassen oder Tun (z.B. rotes Ziegeldach verwenden).
Gehe direkt zum Gemeindepräsidenten. Wenn der nicht "hörig" ist oder wird, dann direkt zum Kanton: Es sitzen öfter "komische" Leute in gewissen Ämtern (ich erlaube mir das jetzt, weil ich selbt über Jahre hinweg Präsident der Baukomission in meiner damaligen Wohngemeinde war), welche das Image des seriösen Arbeitens mit Füssen treten.
Der Kanton hat normalerweise gar keine Freude an solchen Gemeinden.....
Wie Flat E. schon schreibt, reicht eine Baubewilligung nicht. Wir haben die Baufreigabe auch erst nach Entrichtung der Ersatzgebühr Schutzraum und des bei uns sogenannten Baudepositum (für Baukontrollen) erhalten.
Obwohl die Verzögerungen uns langsam beunruhigen (wir müssen Dez. 2011 aus dem Miethaus und finanziell schlägt es auch zusätzlich zu Buche...) geben uns eure Antworten etwas Sicherheit und Mut, bzw wir fühlen uns auf der "rechten Seite".
Wir hatten heute Morgen ein Date mir unserem Architekten und der versucht nun via Gemeinde die Dinge ins Rollen zubringen. Sein Telefonat mit einem anderen Herrn aus der Baukommission hat nichts ergeben, weil der Präsi unseren Fall letzte Woche gar nicht erst den Kollegen vorgelegt hat. /emoticons/default_mad.png
Wir haben nun ein Mail an die Baukommission geschrieben, dass wir erwarten, dass nun etwas geht. Eine Antwort wollen wir bis Morgen Abend. Aber ihr könnt 3x raten, wer dieses Mail wohl bekommt. Wenn das wieder nichts nützen sollte, kommt der eingeschriebene Brief bzw eine Meldung ans Kt. Bauamt.
Langsam habe ich/wir alle die Nase voll.
Auch unser Archi hat gesagt, dass er in seiner langjährigen Erfahrung erst einen ähnlichen Fall erlebt habe, aber nicht so "übel" wie diesen.
Also das Bauunternehmen muss ich vorneweg in Schutz nehmen.
Unser Archi baut seit Jahren immer mit den selben Handwerkern/Unternehmen;
und vorallem dadurch bieten sie ihm/uns einen guten Preis, nicht weil sie gegen eine andere Offerte "kämpfen" mussten!
Ich hatte zur Vorsicht noch andere Handwerker offerieren lassen (z.B. Plättlileger) und musste klar sagen; die Preis-Leistungs-Verhältnisse waren nicht zu topen!
Der Archi wollte ja eigentlich als GU mit uns bauen, was wir im letzten Moment ablehnten. Und zu dem Zeitpunkt hatte er bereits alle Offerten etc eingeholt. /emoticons/default_wink.png
Zudem sind wir bei dem Archi gelandet, weil der Schwager für ihn schon diverse Arbeiten erledigte und als Handwerker sehr zufrieden ist. Auch die Plättlileger-Firma hat von ihm geschwärmt. Das ist doch ein gutes Zeichen, nicht?!
Der Bauleiter ist übrigens schon das erste Mal für uns "gesprungen": er musste in Windeseile im Dez. die Profile stellen!
Falls nun nicht bald mit den Bauen begonnen werden kann liegt es einfach daran, dass die Handwerker andere Arbeiten angenommen haben,
weil wir nicht sagen konnten, wann es bei uns soweit ist.
Und das kann ihnen niemand "vergönnen".
Trotzallem haben wir heute dem Archi nahegelegt, dass wir gerne so bald wir möglich einen Terminplan hätten... Der arme Kerl kommt nicht zur Ruhe mit uns!