SucheFür Unternehmer
ThemaStart · Forum

Badezimmer ohne Plättli, nur Verputz! Erfahrungen?

27Antworten19’409Aufrufevon Pindolola · 6. Dezember 2010letzter Beitrag vor 16 Jahren
  1. painter13. Dezember 2010
    Ein Mineralischer Maueraufbau inkl. Anstrich im Wohnbereich, vorallem im Bad ist das optimalste in Hinsicht Feuchteregulierung, Hygiene, Schimmelschutz wie auch Feuerschutz.

    Wenn Gipsplatten in den Bädern verbaut werden dann sollten sie grün Kernimprägniert sein (bei Rigips sind die ganzen platten grün eingefärbt). diese sind speziell Wasserabweisend für Nass und Feuchträume und können ebenfalls Mineralisch mit Abriebe etc. gestaltet werden.

    Speziell für Nass und Feuchträume gibt es noch an Leichtbauplatten:

    Von Knauf Perlite "Aquapanel" mineral. m2 Platte ca. 20.-CHF

    Von Fermacell "Powerpanel H 2 o " ebenfalls für Nass und Feuchträume. m2 Platte ca. 20.-CHF

  2. painter13. Dezember 2010
    Gips und Gipsplatten in Bäder, insbesondere wenn die Wandflächen ohne Platten hinter den Lavabos und bis auf die Badewanne verlaufen sollte, sind ungeeignet weil Gips sehr viel Feuchte aufnehmen kann und Aufgrund seiner Art quillt, mit der Zeit Pusteln, Abplatzungen und Schimmel bekommt.

    Gips quillt bei feuchte.

    Wenn aber nur die Decke, mit Ausnahme der der Dusche, oder auch eine Sanitäranlagefreie Wand aus Gips bestehen und eine gute Entlüftung besteht gibt es kein Problem damit.

  3. painter14. Dezember 2010
    Hallo Küchenmaus

    Wenn hinter dem Deckaufbau ( Abrieb/Anstrich) die speziellen Wasserabweisenden ( weissdergugger wie die bei all den Marken heissen)imprägnierten, mineralischen Platten sind und nicht gerade stehendes Wasser liegt, kann die ganze Wand ums Lavabo so belassen werden, was auch schöner ist.

    Wenn eine Wasserleitung tropft und Plättli davor sind. bis man es dann merkt ist schon vieles zu feucht und lose, daher sehe ich kein grösseres Problem ohne Plättli, in der Washküche gehts auch ohne.

    Nun ja wenn ein Riesen Geplansche und Gegotsche täglich vonstatten geht und das Lavabo kein Gefälle von Wand zu Becken hat und Wasser liegen bleibt wäre ein "versiegeln" , Steinrand oder Aluschiene etc.über dem Lavabo sicher optisch auf Zeit schöner anzusehen. Sonst Normales lässt sich reinigen und ausbessern.

  4. küchenmaus225 Beiträge14. Dezember 2010
    Wenn hinter dem Deckaufbau ( Abrieb/Anstrich) die speziellen Wasserabweisenden ( weissdergugger wie die bei all den Marken heissen)imprägnierten, mineralischen Platten sind und nicht gerade stehendes Wasser liegt, kann die ganze Wand ums Lavabo so belassen werden, was auch schöner ist.

    Wenn eine Wasserleitung tropft und Plättli davor sind. bis man es dann merkt ist schon vieles zu feucht und lose, daher sehe ich kein grösseres Problem ohne Plättli, in der Washküche gehts auch ohne.

    Nun ja wenn ein Riesen Geplansche und Gegotsche täglich vonstatten geht und das Lavabo kein Gefälle von Wand zu Becken hat und Wasser liegen bleibt wäre ein "versiegeln" , Steinrand oder Aluschiene etc.über dem Lavabo sicher optisch auf Zeit schöner anzusehen. Sonst Normales lässt sich reinigen und ausbessern.
    Hallo painter

    Herzlichen Dank für deine schnelle Antwort. /emoticons/default_additional/114.gif

    So ein Geplansche veranstalten wir natürlich nicht. Schon allein weil das Lavabo auf einer Echtholzplatte aufliegt. Wir haben ja auch keine kleinen Kinder mehr im Haus, ausser wenn mal der Enkel zu Besuch ist.

    Für die Dusche haben wir uns schon definitiv für Colartec entschieden, da es eine Dampfdusche geben soll.

    Ich hab mal nach den Platten, die du lollo empfohlen hast, gegoogelt. Das sind Platten um Ständerwerke zu verkleiden. Wir haben aber Beton und Mauerwerk. Werden dann dieselben Platten einfach aufgeklebt? Und macht es überhaupt Sinn, fertiges Mauerwerk nochmals mit Platten zu verkleiden? Na ja, ich werde morgen bei der Bausitzung mal in diese Richtung Fragen stellen.

    Unsere Wände bekommen eh überall einen mineralischen Abrieb von 0,5mm und darauf einen mineralischen Farbanstrich. Das würde dann ja passen.

    Du hast ja recht, in unserem jetzigen Haus haben wir in der Waschküche einfach die rohe Mauer gestrichen und das hat sich bis jetzt bestens bewährt. Werd aber gleich noch eine völlig unnötige Putzaktion starten, um die Wischfestigkeit zu testen. /emoticons/default_wink.png

    Danke für deine Hilfe!

    Gruss küchenmaus

  5. painter14. Dezember 2010
    Die Platten der verschiedenen Anbieter werden auch mit dem jeweiligen Systembezogene Klebemörtel an Mauerwerke geklebt und dann die Anstösse verspachtelt, was eine Arbeitszeitersparnis mit sich bringt und schon glatte überarbeitbare Plättli oder Abrieb/Anstrichbereite Oberflächen ergibt.

    Es gibt von den jeweiligen Systemen auch Grundierungen und Spachtelmassen "zbs. Knauf Aquapanel Q4Finish etc." mit denen der Aufbau einer Systemgleichwertigen Oberfläche in mehreren Schritten mit "vergipsen" spachteln erfolgen kann.

  6. häusle:o)22 Beiträge19. Dezember 2010
    Hallo Pindolola

    Bei uns ist dies auch ein Thema, unser Architekt hat uns auf Epoxidharz hingewiesen. Dies sei eine Technik welche heute bei vielen neuen Hotels verwendet wird.

    Die Beschichtung wird einfach aufgesprüht und was die Farben angeht, ist man absolut frei.

    Diese Methode ist auch noch einiges Preisgünstiger als mit Plättli

    Hoffe konnte Dir helfen.
    Hallo Pindolola

    Mein Architekt hat mir folgendes geschrieben:

    Epoxid - Farbe

    Die Epoxidbeschichtungen werden vom Maler aufgetragen und deshalb auch bei

    den Malerarbeiten ausgeschrieben.

    Der Untergrund hingegen muss flach und als Glattputz beim Gipser

    ausgeschrieben sein.

    Auf den Glattputz wird vom Maler ein feines Netz aufgetragen.

    Das Netz ist entweder ganz glatt (sehr putzfreundlich) oder hat auf Wunsch

    eine feine Oberflächenstruktur (putzfreundlich).

    Anm.: nicht mit einem Abrieb zu vergleichen.

    Diese Oberfläche wird dann später zusammen mit dem ausführenden Maler , nach

    Mustervorlagen bestimmt.

    Die Epoxidfarbe muss wegen der sehr aggressiven Dämpfe mit einer Schutzmaske

    aufgetragen werden.

    Nach dem austrocknen aber ist sie absolut unbedenklich.

    Übrigens kenne ich keinen Maler der dieses Produkt nicht anbietet.

    Wichtig ist, dass diese Arbeiten (Flächenmass muss ungefähr bekannt sein)

    beim Maler und Gipser ausgeschrieben werden.

    Dann müsst ihr später nicht mit unangenehmen Mehrkosten rechnen

  7. Pindolola68 Beiträge20. Dezember 2010
    Hallo!

    Vielen herzlichsten Dank für diese ausführlichen Infos. Mal schauen, was unser Bauleiter meint und ob er das eine oder andere Verfahren überhaupt kennt 🙂.

    Liebe Grüsse

    Pindolola

  8. repi531 Beiträge4. Januar 2011
    Hallo Pindolola,

    wir interessieren uns auch für "plättlilose" Wände im Bad.

    Mich interessiert deshalb die Rückmeldung deines Bauleiters sehr bzw. für welche Methode du dich schliesslich entschieden hast.

    Danke zum voraus für ein Feedback.

    Gruss repi