Ich habe eine Frage bezüglich dem Architekturhonorar bei einem Minergie-P Neubau. In unserem Architekturvertrag ist Minergie Standart festgelegt. Der Architekt würde gerne Minergie-P bauen, jedoch würde sich dann auch sein Honorar erhöhen. Ist das so üblich?
Es steht Dir ja frei, ein Honorar frei zu vereinbaren.. pauschal.. egal was es für ein Haus werden wird.
Die Honorarerhöhung hat hier wohl auch weniger was mit dem "P" zu tun, als allgemein wegen der damit verbundenen Erhöhung das Gebäudepreises.. und damit, wenn nicht anderst vereinbart.. mit der automatischen Erhöhung des Honorares. ..über die Baukostensteigerung in prozentualen Verbund zum Honorar.
Als Architekt mit Minergie P erfahrung kann ich nur sagen, dass der Aufwand Minergie-P zu bauen und zu zertifizieren natürlich grösser ist als nicht! Genaue Summen weiss ich nicht, weil wir hier nur Minergie-P planen.
Man darf aber nicht vergessen, dass Minergie-P vor allem für den späteren Bewohner gebaut wird (es kommt hier oft so raus, dass das nur eine Budgetaufstockung für den Architekten ist).
Die Ausbildung des Architekten zum Minerfie-P Planer würde ich auch nicht finanzieren wollen!
Seid ihr zwischenzeitlich weiter mit eurem Planer.
Hat er die Erfahrung und das know-how für Minergie-P oder ein Niedrigenergiehaus ?
Bodenbeläge aus Jurakalk haben mehrer Vorteile:
Der Farbton ist bereits warm.
Die Wärmeübertragung bei einer Fussbodenheizung ist ideal.
Ihr könnt mit dieser Art Bodenbelag beinahe fugenlose Böden realisieren.
Diese Boden findet ihr kein zweites mal - es sind Unikate.
Der Belag ist bei richtiger Materialwahl günstiger als viele Granit- oder Marmorbeläge.
Andy
Ich habe eine Frage bezüglich dem Architekturhonorar bei einem Minergie-P Neubau. In unserem Architekturvertrag ist Minergie Standart festgelegt. Der Architekt würde gerne Minergie-P bauen, jedoch würde sich dann auch sein Honorar erhöhen. Ist das so üblich?
Wir haben uns mittlerweile für Minergie, aber nicht Minergie-P entschieden. Letztlich war es (hauptsächlich) ein finanzieller Entscheid. Unser Architekturbüro hat viel Erfahrung mit Minergie, aber noch nicht mit Minergie-P.
Der Aufwand ein P Haus zu erstellen ist höher, vor allem wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat.
Hallo sitr,
der Aufwand ein P Haus mit wenig/ keiner Erfahrung zu erstellen ist immens, mit Erfahrung immer noch höher.
Der Mehraufwand in der Planung ist mit Erfahrung nicht viel grösser, aber er ist da. Die Minergie P Eingabe ist definitiv ein Mehraufwand. Der grösste Block des Mehraufwandes ist aber, aus meiner Erfahrung, in der Bauleitung zu finden.
Auch der Aufwand für dei ganze Zertifizierung ist heutzutage enorm, dafür gibt es in verschiedenen Kantonen mehr Fördergelder.
Die Fördergelder gehen natürlich an den Bauherren, nicht an den Architekten, insofern ist es legitim, dass auch der Architekt seinen Mehraufwand bezahlt bekommt.
Noch aufwändiger, in meinen Augen aber Sinnvoll, ist die ECO Zertifizierung.
Die Bauleitung bringt einen extrem Aufwand mit sich. Mit Erfahrung kann man ein Haus effizient planen, aber die Ausführung ist immer heikel auch ja nach dem welche Handwerker im Boot sind.
Bin Grundsätzlich der Meinung, dass der Architekt ein besseres Honorar bekommen soll, aber das Problem ist einfach, dass energiebewusstes Bauen nicht teurer bzw. nicht viel teurer sein darf, sonst scheitern wir und es wird wieder 08/15 gebaut, was definitiv der falsche Weg ist.
Wer noch kein P Haus gemacht hat, weiss auch nicht genau, was auf ihn zu kommt und kann den Mehraufwand nicht abschätzen, darum denke ich mit Erfahrung kann man kalkulieren und den besten Weg für das Projekt und die Bauherrschaft zum vernünftigen Preis suchen.
Da muss ich zustimmen die Zertifizierung von P ist schon ein hartes Stück arbeit, aber ECO bzw. die Kombination P ECO ist wirklich sehr Zeitintensiv.
dann gehen wir ja in den meisten punkten konform, nur bezüglich den Kosten sind wir uns noch nicht ganz einig ;-)
Die Investitionskosten sind und können beim Minergie-P Haus teurer seinals beim konventionellen. Es ist qualitativ hochwertiger und hat mehr technische Innovationen, die kosten Geld. Mittel- langfristig muss sich ein Minergie-P Haus rechnen, will sagen billiger werden, als ein konventionelles Haus, was meines Erachtens auch so ist.
Vergleichen wir das mal mit dem Auto. Wer ein Billigauto kauft, erwartet auch nicht, dass er technische innovationen oder ein besonders sparsames Auto mit wenig CO2 ausstoss hat. Die Autos, die diesen Wunsch befriedigen sind in den Anschaffungskosten deutlich Teurer, manche rechnen sich aber über den lauf der Jahre, die sie gefahren werden!
Ich denke wir sind uns auch einig, dass energiebewusstes bauen richtig ist!
Ein Punkt der oft noch vergessen geht ist auch der besser Komfort im Haus durch die besseren und höheren Oberflächentemperaturen, der besser Wiederverkaufswert ...
Aber trotzdem, viele denken nicht so langfristig und sagen sich Minergie reicht, Minergie ist auch gut, meine ist es ja auch aber das Beste ist P bzw. P ECO! Das kostet nun mal einfach mehr, jetzt ist es aber unsere Aufgabe zu schauen, dass das nicht so viel ist, weil viele denken mit der rechten hinteren Gesässtasche und das kurzfristig. Wer weiss wo genau der Öl bzw. Gas oder Elektrotarif in 10 Jahren sein wird, sind alles Hochrechnungen und Vermutungen und so bleiben eben auch viel langfristige Berechnungen einfach ein Vermutung
Der Mehraufwand von Minergie-P gegenüber Minergie für den Architekten ist:
- das Ausschreiben und Bestellen eines Blow-Door-Tests.
Der Mehraufwand von Minergie gegenüber Non-Minergie ist:
- das Ausschreiben und Bestellen eines Minergienachweises bei einem Fachplaner.
- das Ausschreiben und Bestellen einer kontrollierten Wohnraumlüftung.
Dafür ist meines Erachtens ist für Minergie nur ein geringes höheres Architektenhonorar gerechtfertigt, allenfalls in dem die Position KWL beim Architektenhonorar berücksichtigt wird. Für Minergie-P würde ich kein noch höheres Honorar akzeptieren, es sei denn, der Architekt ist so kompetent, dass er auf einen Fachplaner verzichten kann und die Zertifizierungsunterlagen und Energienachweise selber erstellt. Das können aber die wenigsten.
Die meisten Aufwände fallen beim Bauherrn an in Form von höheren Kosten für die einzelnen Bauteile (Isolation, Fenster, Türen, Küchengeräte), sowie Kosten für die Zertifizierung (Fachplaner, Zertifizierungsstellen).