Welche Heizung für Altbau? (altes Bauernhaus)

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kekkis

New member
30. Apr. 2016
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Hallo Mitenand

Wir haben im letzten Herbst ein altes Bauernhaus gekauft und bewohnen es seither, ohne vorher grosse Renovationsarbeiten durchgeführt zu haben. Wir werden eine neue Heizung benötigen. 

Aber zuerst noch ein kurzer Überblick über den aktuellen Stand:

- Heizung: 1x Kachelofen, 1x Specksteinofen

- Fassade: Nord- & Süd Eternit (vor 20 Jahren neu), wohl ca. 6cm isoliert.

- Ost- & West angebaute Scheune, vermutlich nicht isoliert.

Wie gesagt ist das Haus alt und Renovationsbedürftig. Es wohnt sich aber bereits ganz gut hier. :-)

Wir sind nun an der Planung für unsere Renovation. Wir möchten Bad & Küche renovieren, eine Zentralheizung, ev. Waschküche, Wärmedämmung optimieren...

Zuerst benötigen wir natürlich ein Konzept wie das Ganze dann aussehen soll, damit wir Schritt für Schritt renovieren können. Nun stellt sich mir die Frage nach der optimalen Heizung für ein solches Gebäude..

Einige kann ich bereits ausschliessen:

Öl-Heizung --> möchten wir nicht

Gas-Heitung --> nicht verfügbar

Erdwärme --> bei uns nicht erlaubt

Nach meinen bisherigen Recherchen tendieren wir im Moment zu einer Luft-Wärmepumpe oder Holzpellets/Holzschnitzel. 

Was würdet ihr empfehlen? Hat jemand bereits Erfahrungen mit einem ähnlichen Projekt?

Was gilt es zu beachten?

Vielen Dank für eure Hilfe

Gruss kekkis

 
Salü

Was besser an Heizung für dein Projekt ist, kann ich nicht beurteilen.

Die zur Verfügung stehenden Varianten hast du schon aufgezählt. Vielleicht noch eine Elektroheizmatte für ein einzelnes Zimmer. Je nach Wohnort. Für eine Schnitzelheizung muss das Haus schon sehr gross sein.Würde das ganze aber anders angehen.

Mache eine Auflistung was du alles, in welcher Frist sanieren willst/musst.

Fenster, Dach, Spenglerarbeit, Küche, Wände entfernen, Wände dämmen, etc.

Mache dir Gedanken über das zur Verfügung stehende Budget.

Für die Heizung montiert ohne Nebenkosten wie nachstehend beschrieben setze provisorisch Fr. 35000.- ins Budget.

Egal welches Heizsystem du wählst, du wirst viele Zusatzarbeiten wie verputzen, Elektro, Bodenbeläge Maler etc auslösen.

Daher musst du dieses Heizungsprojekt als Teil eines grösseren betrachten.

Sonst wirst du viel Geld unnütz verbraten.

Lg Turbo

 
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Hallo Turbo

Vielen Dank für deine Rückmeldung.

Mir ist bewusst, dass die Heizung ein Teil des Ganzen ist. ;-) Das oben angesprochene Konzept bezieht sich auf das ganze Haus.

Nur kann das Konzept nicht fertiggestellt weren, solange wir noch nicht wissen welche Heizung wir einsetzen möchten.. der Platzbedarf ist ja ziemlich unterschiedlich. Hier besteht noch unsere grösste Unsicherheit, deshalb die Frage explizit nach der Heizung.

Vom Budget her sieht es so aus: Im idealfall können wir unser Gesamtprojekt in mehrere in sich abgeschlossene Unterprojekte unterteilen. Das Ziel ist es dann, jährlich 15'000 - 20'000.- so zu investieren, dass sie steuerlich absetzbar sind. (Teilweise dann halt etwas mehr Investition, weil Teile Wertvermehrend sind)..

Für den Anfang haben wir einen Kredit von 60'000.- Dass der nicht allzuweit reicht ist uns klar. Nach beschriebenem Plan würde das für 3 Jahre reichen. In dieser Zeit hätten wir eine Steuerersparnis von rund 20'000 und zudem wohl selber nochmals 20'000 gespart.

Also wären das für s'erste 100'000.- in 5 Jahren.

Ziel ist es natürlich auch möglichst viel selber zu machen. Mein Vater ist Elektriker, mein Schwiegervater Allrounder und ich bin auch nicht ganz ungeschickt. :-)

Gruss kekkis

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Ich empfehle Dir mit einem Energieberater zu sprechen. Ein erstes Gespräch am Telefon ist in normalerweise kostenlos und eine kurze Beratung vor Ort ist meist sehr günstig. Bei den Energiefachstellen der Kantone findet man normalerweise Listen mit akreditierten Beratern.

0815?

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Hallo 0815?

Vielen Dank für den Tipp. Letzen Freitag hatte ich bereits einen Termin mit einem Energieberater. Seine erste Aussage war: "Sie müssen von einem Haustechniker das Haus komplett durchrechnen lassen" Gut.. hätte ich ja gleich einen Termin mit einem Haustechniker machen können ;-)

Am Ende hat er mir aber dennoch eine Pelletheizung empfohlen.

Was haltet ihr von einer Pelletheizung? Hat jemand eine im Einsatz?

Gruss kekkis

 
Wir haben vor kurzem ein Haus besichtigt, was eine Pelletheizung hatte. Der wassergeführte Ofen im Wohnzimmer, das Pelletlager 4.5t und der Wärmespeicher im Keller. Die Leute waren sehr zufrieden, man muss ab und zu was dran machen (z.B. Asche leeren) aber das hält sich in Grenzen. Das Aufüllen des Vorrats ist in 20min erledigt.

 
Hallo, wir haben vor 35 Jahren ein altes Holzbauernhaus umgebaut. Bei uns hatte es einen Kachelofen.

Wir liessen einen Wasserkessel in den Kachelofen einbauen und machten in jedes Zimmer einen Heizkörper. Ich bin jetzt noch der Meinung, dass war dadurch eine gute und günstige Holzzentralheizung bekommen haben. Grosser Nachteil ist natürlich dass wir 2 x täglich einfeuern müssen. Ich nehme mal an in der heutigen Zeit dürfte man so etwas nur noch mit "Filter" einbauen.

In ein paar Jahren werden wir jedoch eine Luft- Wärmepumpe installieren, da wir für eine Pelletheizung keinen Platz haben.

Wenn Du genügend Platz hast warum nicht. Probleme mit Pelletheizung gibt es glaube ich nur, wenn die Pellets feucht werden, dies hatte unser Nachbar einmal.

Kann Dir leider diesbezüglich nicht wirklich raten.

 
Hallo kekkis

Eigentlich ist der Energieberater dazu da, Hauseigentümern über die Vor-und Nachteile der Heizsysteme aufzuklären. Wo hast Du die Adresse des Energieberaters gefunden?

Zu einer solchen Beratung gehört auch der Tip, das zuerst die Gebäudehülle modernisiert werden sollte und erst danach die Heizung. Dann kannst Du eine kleinere, richtig dimensionierte Heizung einbauen. Wenn das Gebäude über einen ungenügenden Wärmeschutz verfügt und hohe Vorlauftemperaturen benötigt, wäre eine Pelletsheizung eine gute Vatiante. Es gibt noch viele andere Aspekte die berücksichtigt werden müssen (Wünsche des Hausbesitzers, Effizienz, Brauchwarmwasser, steht der Energieträger im Einklang mit der Umgebung usw. usw.). Schade das Dir der Energieberater nicht weiterhelfen konnte, denn das wäre eigentlich sein Job gewesen.

0815?

Gesendet von meinem SM-G903F mit Tapatalk

 
Wenn du von der Gemeinde bzw. vom Förster günstig Brennholz beziehen kannst, würde ich einen Holzvergaserbrenner für grosse Scheiter (50er oder gar 1Meter Stücke) in Erwägung ziehen.

Wenn man einen grossen Wärmespeicher einbaut (ab 2000 Litern aufwärts, mit eingebautem Wärmetauscher für Brauchwassererwärmung), und das Haus einigermassen gedämmt ist, muss man dann nicht alle Tage einheizen.

Wichtig wäre, dass man vom Holzlager zum Kessel das Holz nicht tragen muss und dass man Holz für zwei Jahre unter Dach lagern kann.

Man stellt sich dann viel billiger als mit Pellets.

Lass den alten Kachelofen drin! Man kann darin gutes Brot machen, und es gibt keine schönere Wärme, als wenn man sich den durchgefrorenen Hintern auf der Ofenbank wärmen kann.

Achte bei der Wärmeverteilung auf Niedertemperatur, wenn möglich, und vor allem auf eine geräuschlose Installation.

 
@0815?

Die Adresse des Energieberaters hatte ich irgendwo über eine Kantons Website gefunden. Ich denke der Energieberater hat seine Sache schon richtig gemacht... ich hatte wohl einfach zu hohe Erwartungen an einen "Energiefachmann". Die Grundlegenden Dinge, wie das modernisieren der Gebäudehülle wusste ich halt schon. Ich hatte ihm gezeigt wie wir die Kellerdecke, den Estrichboden und die Ost- und Westseite (auf beiden Seiten hat es eine Scheune) isolieren möchten. Da hatte er keine Einwände. Bei Nord- und Südfassade war ich mir noch nicht sicher.. da hat er mir dann davon abgeraten etwas zu unternehmen, weil die Fassade erst vor 20 Jahren neu gemacht wurde und sich noch in gutem Zustand befindet. (Ist aber wohl nur 6cm gedämmt..)

@emil17

Wir haben zum Haus noch ein Waldstück von 8500qm gekauft. Können uns unser Brennholz also selber machen. Haben diesen Winter mal 20 Ster gemacht. Ich denke mir halt wenn wir schon viel Geld investieren, möchte ich dann auch mehr Komfort und nicht jeden Winter so viel Holz machen müssen. Daher habe ich eher von einer Holzheizung abgesehen...

Wobei der Kachelofen auf jedenfall drin bleibt. 

Die neuste Idee die ich habe wären Erdwärmekörbe (Erdwärme Kasten). Diese werden nur bis 4m tief vergraben, und sind somit bei uns erlaubt. Zudem haben die auch eine bessere Effizienz als z.B. eine Luft-Wärmepumpe. Und die benötigen viel Platz.. aber den haben wir :-) Das Grundstück im roten Rahmen ist unseres.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit Erdwärmekörben?

Haus Drohne.png

 
Lieber kekkis,

Willkommen im Klub der Waldbesitzer!

Auch wenn man als Waldbesitzer schon die  "gratis" Brennholzstapel ums Haus stehen sieht: Fast nie ist reine Brennholzproduktion für die Forstämter kostendeckend. Rechne also deine Arbeitszeit nicht!

Wir haben auch ein altes Haus (1840), und mit einer thermischen Solaranlage kommen wir auf unter 10 Ster pro Jahr Verbrauch. Am einfachsten kommt der Verbrauch runter, wenn man nicht das ganze Haus heizt, sondern nur die Aufenthaltsräume.

 
Hallo Kekkis.

Wie sieht dein Dach aus?

Hast du Sonne?

Ich möchte dir zwei Dinge mitgeben.

1. Ettapenweise Ausbauen und pro Jahr 15000 bis 20000 reinstecken.... Naja... pass Auf mit deiner Psyche...

Das tust du nämlich sowie so....

Bei mir sind es nun 5 Jahre einiges mehr und so langsam aber Sicher habe ich die Schn*** Voll.

Ich Empfehle dir daher Gewisse Dinge zu kombinieren anstelle zu grosse Kompromisse einzugehen. Es geht mit der Zeit einfach ans Lebige.... Und ich habe nicht wenig selber geplant und ausgeführt...

Heute nach 5 Jahren muss ich mich wieder ärgern weil irgendwo vor vielleicht 2 Jahren im EG kein Durchbruch gemacht wurde um irgend ein Rohr zu legen oder sonst was vorzubereiten...

Plane gut und rechtfertige gegenüber deiner Besseren Hälfte der zuvorstehende Staub fallst du schon wohnst und gleichzeitig weiterbaust...

2. Energieberater und ihre Empfehlungen....

www.u-wert.net Der ist genau Genug das du eine Idee hast, was dein Haus ungefähr benötigt.

Es gibt genau nur eine RICHTIGE berechnung.... Und zwar die von der ETH die ein Halbes Jahr dauert und ein ganzes neues Haus mittels CAD mit sämtlichen Armierungen und Ecken genaustens berechnet werden kann... Also vergiss das...

3. Lass dir nicht eine sinnlose Pellet Heizung einreden. Sinnlos teuer und dazu benötigst du noch ein grosses Lager und musst aufpassen wegen der Luftfeuchtigkeit und darfst ja nie ein Wasserschaden darin haben... Habe da schon die schönsten Geschichten gehört.

4. Falls WP. Dann bitte eine Radikale Verlegung einer neuen Fussbodenheizung.

Falls dir ein Planer mit einem Rohrabstand von 20cm und mehr kommt dann kannst du ihm Mitteilen das er gerne noch das Kaffee austrinken soll und das Haus verlassen soll.

Mein Heiziger hatte mir 30cm berechnet....

Schlussendlich bin ich im OG auf 15cm und bin es mir Gereuig warum ich nicht gleich 10cm gemacht habe...

Das EG wurde soeben mit 10cm Verlegeabstand gemacht.

Ich empfehle dir genau 2 Etappen.

1. Aussen->  (Fassade / Fenster / Kellerdecke / Dach)

2. Innen

-> Ordentliche Fussbodenheizung rein und innenausbau etc...

Dazu gehört FBH, Boden, Wände, Strom, Wasser, Bad, ggf. Küche.

5. Erdwärmekörbe habe ich auch angeschaut.

Das ist nur empfehlenswert wenn du sandiger Boden hast, was eher selten in der CH der Fall ist.

Im deutschen hat man da viel bessere Erfahrungen damit. Rehau konnte mir keine Referenzen angeben...

Falls es auf keinen Fall eine Luft / Wasser Anlage werden soll dann kannst du ja bei viessmann einen Eisspeicher einbauen lassen. Aber achtung. 60k und mehr....

Als ich das von den lieben Viessmann Vertreter hörte habe ich denen auch einen schönen Tag gewünscht.

Ich kam schlussendlich auf folgenden Kompromiss...

Dann nehme ich halt eine Luft-Wasser WP. Aber wenn dann die Beste *.

* Beste im sinne von EN14511 -> http://www.wpz.ch/ies/kompetenzen/fachstelle-waermepumpen-testzentrum-wpz/pruefresultate.html

Es ist bei A2/35 die zweitbeste Anlage. Dafür kann  sie modulieren. Das konnte die Ochsner nicht (Stand 2013).

So komme ich auf die Hälfte gegenüber einer Bohrung oder Eisheizung.

Mit den weiteren 30k chf kann ich somit gleich eine FBH verbauen inkl. Fliesestrich.

Ein weiterer Schritt wäre nun bsp. eine PV Anlage und später ggf. eine Batterie...

Das zeug wird immer billiger...

Gruss Mischu

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wir haben uns vor einigen Monaten ein altes denkmalgeschütztes Haus angeschaut.nDort wurde die Heizung bereits erneuert mit einem Tiba Pelletheizungs- Ofen.nDie Hausbesitzer haben auf wertige Materialien gesetzt und vor allem auf natürliche Materialien bei den vielen Renovationsarbeiten im und am Haus.nDie Tiba Heizung war die optimalste Lösung für dieses Haus hat uns der Hausbesitzer erzählt.nAuch die beiden Kachelöfen die im Haus waren wurden damals wieder funktionstüchtig gemacht und man konnte damit das ganze Haus wärmen.nWir fanden das alles sehr stimmig und passend für so ein wunderschönes altes Haus.nn

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