Warnung an Bauwillige betreffend Baufinanzierung mit der Raiffeisenbank Winterthur

RB_Geschädigter

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27. März 2011
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Wir sind eine Interessens-Gemeinschaft von etlichen betroffenen Bauherren und Handwerkern, die durch den Zusammenbruch der Firma Baumhaus einen enormen finanziellen Schaden in Millionen- Höhe erlitten haben, welche Euch alle auf diesem Wege warnen wollen:

Die haarsträubende Geschichte nahm ihren offiziellen Anfang im September 2010, als bekannt wurde, dass die Baufirma Baumhaus Insolvenz anmelden muss. Eigentlich startete sie aber viel früher: die Raiffeisen Winterthur, die Hausbank von Baumhaus und Hypothekengeber diversen Bauherren, welche mit Baumhaus bauten, hätten diesen Zusammenbruch von Baumhaus schon viel früher vorher sehen müssen. Die Raiffeisenbank hielt es nicht für nötig (oder hat es nicht erkannt?), ihre Hypothekennehmer darüber zu informieren, dass ihr Baukredit ausgeschöpft ist und ihr (theoretisches) GU-Konto schon lange vor Ende der Bauphase teilweise massiv überzogen war.

Bei den Beratungsgesprächen von bauwilligen Interessenten wurde BaumHaus von Herrn Messmer (Privatkunden- und Geschäftskundenberater!) der Raiffeisen Bank beste Referenzen ausgestellt: „ diese Firma ist absolut gesund, da müssen Sie sich überhaupt keine Sorgen machen…“. Dabei schien der Raiffeisen Bank entgangen zu sein, dass BaumHaus schon lange in Zahlungs-Schwierigkeiten steckte.

Als im September 2010 BaumHaus Insolvenz anmelden musste und immer mehr Bauherren mit Pfandrechteintragungen konfrontiert wurden und Handwerker auf unbezahlten Rechnungen sassen, wussten dann alle Beteiligten offizielle von dem Schlamassel.

"Wir wissen nicht, wo das Geld hingekommen ist." sagt Markus Jäger, Leiter Kreditberatung bei der Raiffeisen Bank Winterthur und nun Ansprechpartner für die Bauleute, die mit einem halbfertigen Haus dastehen und deren Geld nun anscheinend verschwunden sein soll.

Nach einer ersten Bestandsaufnahme herrscht Chaos auf den GU-Konti. Die Raiffeisen Bank hat laut eigenen Aussagen keinen Überblick und auch keine Ahnung, ob das Geld noch da ist oder nicht. Anstatt ordentlicher Kontoauszüge verteilte die Raiffeisen Bank Ausdrucke von Excel-Tabellen, und auch das nur auf mehrmaliges eindringliches Bitten der Bauherren. Zahlungen sind kreuz- und quer getätigt worden, von Zahlungen gemäss Baufortschritt kann keine Rede sein, aber Herr Jäger sagt dazu "das ist alles ganz normal und ordnungsgemäss". Die Raiffeisen Bank hat einen unabhängigen Bauexperten genehmigt, welcher das Haus und die offenen Rechnungen prüfen sollte. Als dann aber heraus kam, dass es in etlichen Fällen grobe Unstimmigkeiten gab, war die Bank nicht verantwortlich. Von positiven Referenzaussagen von Herrn Messmer will sie nichts mehr wissen.

In den vergangenen Monaten haben sich einige betroffene Bauherren zu einer Interessensgemeinschaft zusammengeschlossen, um dem Fall nachzugehen. Darunter befinden sich Bauherren mit einem Schaden von bis zu einer halben Million CHF, bei einem Einfamilienhaus, das gerade mal das Doppelte wert ist. 420'000.- Franken davon müssten eigentlich noch da sein - gemäss Excel-Tabelle von der Raiffeisen Bank - aber wo sie sind, haben die Mitarbeiter der Bank keine Ahnung.

Die IG hat mehrfach versucht, mit der Bank eine konstruktive Klärung anzustreben, doch die Raiffeisen Bank lehnt jegliche Verantwortung kategorisch ab. Bis zur Geschäftsleitung in St. Gallen sind wir gegangen, ohne Erfolg. Währenddessen freut sich der Filialleiter der Raiffeisen Bank Winterthur, René Bentele, auf den Sommer. Denn er hat in seinem Garten einen tollen Swimmingpool - finanziert vom GU Konto eines der geprellten Bauherren. Soviel war aus der Excel-Tabelle ersichtlich.

Norbert Moos ist übrigens schon wieder mit einer neuen Firma selbständig, und bietet sich als Bauleiter an (Oxon Bauleitungen GmbH)... Vorsicht also, mit wem Ihr Euch einlässt!

Wenn jemand weitere Auskünfte wünscht; wir sind gerne bereit offene Fragen zu beantworten.

IG Baumhaus/Raiffeisenbank

 
Hallo

Das tönt ja gar nicht gut. Von dieser Insolvenz haben wir auch bereits gehört. Die Anschuldigungen gegen die Raiffeisen und namentlich erwähnten Personen sind sehr hart. Kannst Du sämtliche Aussagen die Du getätigt hast belegen? Mündliche Aussagen der Raiffeisen-Banker die nun bestritten werden: Gibt es da Zeugen? Ich bin mir sicher, dass die Raiffeisen diese Anschuldigungen nicht so bei uns stehen lassen wird und rechne daher mit hartem Geschoss. Um sämtliche Fakten bin ich daher sehr froh, bitte vorab per Mail an: info@haus-forum.ch. Gerne stehe ich auch telefonisch zur Verfügung, Kontaktdaten unter Home - Swissforums AG - Social Media Marketing

Danke und Gruss

Tosci

 
Bei Baukrediten ist es doch üblicherweise so, dass die Bank nur Rechnungen bezahlt, die nachweislich für das beliehene Objekt verwendet werden. Unter anderem dafür bezahlt man ja eine höheren Zins für den Baukredit als nachher für die Hypothek. Bei einem Bau mit Architekten und Handwerkerverträgen signiert der Architekt die Handwerkerrechnungen und gibt sie so für die Regelung durch den Baukredit frei. Der Architekt hat ein Problem, wenn er Rechnungen freigibt für Arbeiten, die nicht oder nicht richtig ausgeführt wurden oder die gar einen anderen Bau betreffen. Wie funktioniert das üblicherweise zwischen Bank und GU, wo es keinen vom Bauherrn bezahlten Architekten gibt, der dessen Interessen zu vertreten hat? Wer kontrolliert den Baufortschritt für das konkrete Projekt dessen, der den Baukredit bekommen hat? Entscheidet der GU, wann er zulasten von wem wieviel Geld will?

Was geben die Verträge der Hypotheknehmer mit der Bank diesbezüglich her? Die von der Bank sind mit im Boot.

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wir wurden inzwischen umfassend dokumentiert, besten Dank! Nicht nur das die Raiffeisen in diesen Fällen wohl kläglich versagt hat, haben wir hier wieder den Klassiker: Kaum Konkurs, schon eine neue Firma! Das wird noch einige Gerichte beschäftigen!

 
Diese Geschichte ist wirklich happig. Man denkt doch im Allgemeinen, die Banken sollten auf der Seite der Hypothekennehmer sein - aber offenbar ist das nicht wirklich der Fall.

Das wirft aber auf euch Raiffeisen-Leute - vor allem auf die entsprechenden Entscheidungspositionen - ein extrem schlechtes Licht! Wenn da wirklich mit "fremdem Geld" ein eigener Pool "angeschafft" wurde (nachweislich!), dann dürfte sich das strafrechtlich durchaus auswirken.....

Den Geschädigten wünsche ich Durchhaltewillen: Lasst euch von Raiffeisen nicht um den Finger wickeln!

Und was ich über diese Art von Architekt/GU denke, behalte ich wohl lieber für mich.

 
Die Raiffaisen kommt auch in diesem Artikel der Finma nicht so gut weg. Sie vergibt zu schnell Hypotheken.

Bis-unters-Dach-verschuldet

Ist schon arg, dass eine Bank seine Kunden nicht schützt. Hauptsache Kohle kommt rein

Gruss

Ritchie

 
Es tut mir sehr Leid was passiert ist. Allen Betroffenen wünsche ich auch viel Durchhaltewillen.

Und ich hoffe auch sehr, dass alle die das verschuldet haben, dafür geradestehen müssen.

Ich finde es aber ein bisschen hart die Raiffeisen-Gruppe als ganzes zu verurteilen. Denn ich kenne die

Bank anders. Wurde sie doch die letzten Jahre als die vertrauenswürdigste Bank der Schweiz ausgezeichnet.

An alle die auch mit einem GU bauen:

Wie ihr seht ist es essentiell wichtig nichts im voraus zu bezahlen, und auch nur das was ihr wirklich selber gesehen habt.

Ausserdem würde ich immer wieder bei den Handwerkern bestätigen lassen, dass das Geld bei Ihnen angekommen ist.

 
Das ist das "schöne" an den Aktiengesellschaften und GmbH's. Persönlich haftet niemand. Eine Sauerei.

Bei uns hat die CS immer erst bezahlt, wenn wir bestätigt haben, dass die Arbeiten auch gemacht wurden. CS wollte sogar jeweils Fotos.

Zudem habe ich persönlich bei den Handwerkern gefragt, ob Swisshaus die Rechnungen bezahlt hat.

Aber das hilft natürlich jetzt nicht weiter...

Es müsste da halt so etwas wie den "Dexter" (Fernsehserie) geben. Dann würden so Halunken ihre Strafe erhalten.

 
Ich finde es aber ein bisschen hart die Raiffeisen-Gruppe als ganzes zu verurteilen. Denn ich kenne die

Bank anders. Wurde sie doch die letzten Jahre als die vertrauenswürdigste Bank der Schweiz ausgezeichnet.
schein und sein...

hängt auch sehr stark von den einzelnen filialen ab.

und nicht zuletzt: St.Gallen hat die oberaufsicht über alles.

als langjähriger RB-fan habe ich vor einigen jahren sämtliche gelder abgezogen: zuviel kundenunfreundlichkeit, paar kleinere & grössere vorfälle.

daneben werden fililalen zwangskonsolidiert -> der ehemals regionale ansatz gerät so unter die räder.

vor ein paar jahren gab's in einer filiale in der umgebung einen finanzkollaps

-> hätte St.Gallen und verwaltungsrat seinen job gemacht, wäre es wohl nicht passiert (ich kenne die details nicht).

>vertrauenswürdigste

...wenn man die winterthurer geschichte hört, kann man ja darüber nur lachen (oder weinen).

übertrifft ja noch fast die härtefälle der UBS in der finanzkrise!

scheinbar sei die fluktuation auch höher als üblich.

kenne aktuell auch niemanden, der zur RB wechselte, die USB und kantonalbanken scheinen den job besser zu machen.

 
@smart

Ich kann nur vom Gegenteil berichten. Ich habe bis heute keine andere Bank kennengelernt, die so kundenfreundlich ist wie die RB.

Auch in meinem Bekanntenkreis, wechselten viele zur RB.

Die Auszeichnung hat die RB auch das letzte Jahr wieder erhalten.

 
Hier ein kleiner Input zur Aussage "Gute Erfahrungen mit Raiffeisen":

Was viele Leute nicht wissen: Jede einzelne Raiffeisenbank ist rechtlich gesehen eine eigenständige Genossenschaft. Sprich: eigentlich eine eigenständige Bank. Eigentümer der jeweiligen Banken sind jeweils die einzelnen Genossenschafts-Mitglieder der Bank. Die Zentralie in St. Gallen ist für die Raiffeisen-Banken mehr eine Art Zentralbank und interne Aufsichtsbehörde (internes Inspektorat) sowie ein Grantiegeber für die Raiffeisenbanken. Genauso wenig Leute wissen auch, dass man i.d.R. als Raiffeisengenossenschafter eine Nachschusspflicht auf den gezeichneten Genossenschaftsanteilen hat (Kaufpreis CHF 200.00 -> Nachschusspflicht im "Worst-Case" bis auf CHF 8'000.00)

Wenn hier erzählt wird von "wir haben nur gute Erfahrungen mit Raiffeisen gemacht" so ist diese Aussage also m.E. zu unpräzise- mit welcher Raiffeisenbank wurde gute Erfahrung gemacht? Es kann sein, dass die Raiffeisen X eine top Beratung anbietet während wenige Kilometer entfernt die Raiffeisen Y einen miserable Dienstleistung an den Mann bringt.... Ansonsten könnte man genau so pauschal sagen "ich habe mit der Regionalbank immer gute Erfahrungen gemacht" - und gemeint sein könnten alle ca. 50 -100 Schweizer Regionalbanken mit total unterschiedlichem Leistungs- und Beratungsservice...

Aber solche Aussagen bezüglich Raiffeisen hört man öfters und daraus schliesse ich, dass die Raiffeisen (Schweiz) einen guten bis sehr guten Marketing-Job macht und sich damit mehr-oder-weniger positiv im Gedächtnis der Leute einbrennt.

 
Hallo Adi

Du hast vollkommen Recht mit Deinen Aussagen. Ich kann nur für die 3 RB sprechen mit denen ich bis jetzt zu tun hatte

und von den vielleicht 10 mit denen Bekannte von mir gute Erfahrungen gemacht haben.

 
Da kann ich auch noch was dazu beitragen. Die Raiffeisen geht mir im Moment aus drei Gründen gehörig auf die Nerven:

1. Aufgrund der hier geschilderten Vorkommnisse und der Reaktionen der St. Galler

2. Aufgrund meiner Anfrage bei meinem Banker der RB die seit zwei Wochen unbeantwortet blieb - es geht immerhin um die Verlängerung und Erhöhung der Hypothek und er ist umfassend dokumentiert! Angebote anderer Banken liegen zwar vor, aber wer will sich schon einen Wechsel mit allem drumherum antun wenn es nicht wirklich nötig ist...!

3. Aufgrund der nicht zu toppenden Arroganz und Ignoranz in der St. Galler Marketingabteilung - worüber wir aber inzwischen froh sind da ich eine Werbekampagne für diese Bank zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit meinem Gewissen vereinbaren könnte!

Greez

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das ist das "schöne" an den Aktiengesellschaften und GmbH's. Persönlich haftet niemand.
Das stimmt so nicht... in entsprechenden Fällen kann man die Teilhaber auch privat haftbar machen

 
mich erstaunt, dass sich Raiffeisen bis jetzt nicht gemeldet hat!
na da wird wohl ein Einschreiben kommen - das dauert...! aber in diesem falle lassen wir gar nichts anbrennen... die IG ist perfekt dokumentiert - da lassen wir uns als Betreiber nichts vorwerfen. Die Gelegenheit, diese Fälle zu regeln wäre sehr offensichtlich ebenfalls da gewesen. DEM muss man sich jetzt stellen!

Raiffeisen war übrigens vor Kurzem auch in einem unserer anderen Foren sehr prominent:

Raiffeisen E-Banking seit 5 Tagen down? - digi-tv.ch - Das grösste Forum rund um digitales Fernsehen

Ist ja auch ein Skandal...

Gruss

Tosci

 
Na ja, ob der Ausfall des E-Banking als "Skandal" bezeichnet werden kann? Das sind m.E. Peanuts in Relation zum Skandal des Erst-Postenden: Wenn eine Bank NICHT die Interessen der Kreditnehmer vertritt, dann ist sie offenbar Partei - und zwar Partei für einen mutmasslichen Betrüger. DAS finde ich einen Skandal!

Da nützen auch Einzelpostings mit positiven Erfahrungen nichts mehr. Merke: EIN negatives Vorkommnis macht Tausende Positive zunichte.....

 
Ich habe das auch nicht verglichen sondern drei Punkte erwähnt weshalb Raiffeisen im Moment nicht mein Freund ist :) Ansonsten können wir auch mit Tepco und Fukushima vergleichen. Klar ist es ein Skandal, wenn ein relevantes System über Tage ausfällt - vor allem auch wenn man sich gerade im Firmenkundengeschäft etablieren will. Wie dem auch sei, es geht hier um die IG Baumhaus/RB und deren Geschädigte. Die E-Banking Geschichte kann man unter erwähntem Link weiter diskutieren.

Gruss

Tosci

 
Na ja, ob der Ausfall des E-Banking als "Skandal" bezeichnet werden kann? Das sind m.E. Peanuts in Relation zum Skandal des Erst-Postenden: Wenn eine Bank NICHT die Interessen der Kreditnehmer vertritt, dann ist sie offenbar Partei - und zwar Partei für einen mutmasslichen Betrüger. DAS finde ich einen Skandal!

Da nützen auch Einzelpostings mit positiven Erfahrungen nichts mehr. Merke: EIN negatives Vorkommnis macht Tausende Positive zunichte.....
Ist ja offensichtlich warum, wenn die RB seinen bauwilligen Kunden von dieser Firma abgeraten hätte, wäre die Firma Konkurs gegangen und die RB wäre auf Schulden sitzen geblieben. Die Hoffnung war wahrscheinlich, wenn man genügend Kunden für die Firma findet, sich das Problem von alleine löst --> mehr Kunden --> mehr Gewinn --> Firma kann Schulden begleichen.
 

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