Swisscom Kosten für Glasfaser

Ben.

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06. Juli 2014
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Hallo,
Wir haben im Rahmen von unserem Hausbau nur einen UPC/Sunrise-Anschluss beauftragt, da damals Glasfaser bei uns nicht verfügbar war und wir mit dem genutzten Anschluss auch soweit zufrieden sind.

Nun haben sie im Rahmen der Strassensanierung die Häuser mit Swisscom-Anschluss mit Glasfaser erschlossen, unseres entsprechend nicht, was ich jetzt gerne ändern würde. Ein "Röhrchen" wird aber verlegt, sodass man im Grunde nur das Kabel durchfädeln und anstecken müsste (laienhaft ausgedrückt).

Kann mir jemand aus Erfahrung sagen, was es kostet diesen Anschluss zum Leben zu erwecken? Auf der Parzelle zahle ich (also Elektriker, der eine Dose setzt), den Rest übernimmt die Swisscom oder muss ich alles bezahlen?
Muss ich dann auch einen Swisscom Vertrag machen?

Die Hotline selber hat nur gesagt, dass ich über Connect Now mit Architekt und Elektriker ein Projekt eröffnen soll und zu den Kosten konnte sie mir nix sagen.

Vielleicht hat das hier mal jemand gemacht und kann mir was dazu sagen?

Vielen Dank!
 
Schaue ich mir mal an, danke. Vielleicht erfahre ich darin was zu den Kosten.

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Meine Erfahrung ist, dass sich Swisscom diesen „freiwilligen“ Ausbau fürstlich bezahlen lässt. Beim Neubau alles gratis wären es für meinen bestehenden (Neu)Bau bis zu CHF 6‘500 geworden. Das war es mir dann nicht wert. Das Haus war zu dem Zeitpunkt 6 Jahre alt. Leider hat es beim Bau nicht für Glasfaser gereicht, das wurde erst 2 Jahre später Pflicht.
 
Also bei uns hat die Swisscom vor ca. 1 Jahr alle Häuser (die natürlich wollten) in der Strasse mit Glasfaser erschlossen. Auch bei uns haben sie das Glasfaser in den Keller gezogen und als wir unser Abo auf Glas gewechselt haben, wurde sogar die Installation vom Keller in die Wohnung bis zur OTO Dose installiert.

All das ohne irgendwelche Kosten für mich. Ich dachte die Swisscom hat den Auftrag vom Bund alle Haushalte mit Hochgeschwindigkeitsinternet zu versorgen, deswegen dachte ich das sei immer kostenlos?? Oder wird hier zwischen Bestand und Neubau unterschieden?
 
Es ist kostenlos wenn es in die Planung von Swisscom passt. Das ist in ländlichen Regionen eher später als früher der Fall. Wenn du einen Neubau hast bist du heutzutage von Anfang an dabei. Wenn du aber „jetzt sofort“ bei einem bestehenden Gebäude Glasfaser willst, dann musst du dich an den Kosten beteiligen (diese übernehmen). Egal ob im Quartier gerade einige Neubauten erschlossen werden und die Ausrüstungswagen bereits vor Ort wären.
 
Wenn heute ein Neubau erstellt wird, erfolg die Swisscom- Erschliessung in der Regel mittels Glasfaser (die ist bei allen Neubauten hier in der Gegend so geschehen), man schliesst also wohl keine Häuser mehr mit Kupfer ans Netz an (war ja auch Sinn macht).
Ich wohne aber dummerweise in einem älteren Haus und das ist natürlich noch per Kuperkabel und zudem noch mit einer Freileitung erschlossen. Fibre to the Street und die restliche Strecke zum Haus und ins Haus rein mit Kupfer.
Die heutige Kupferleitung ist etwa 400m lang bis zum Wandlungspunkt wo die Leitung auf Glasfaser trifft.
Gemäss Connect Now ist eine "sofortige" Erschliessung (also bevor die Liegenschaft regulär mit Glasfaser nachgerüstet wird, und dies kann hier auf dem Lande und etwas nebenab noch Jahre dauern) möglich, jedoch mit folgenden Kosten verbunden:
- Erschliessung Gebäude: CHF 5'837.40
- Gebäudeverkabelung aller Nutzungseinheiten (inkl. Glasfasersteckdosen): CHF 540.-
Total: CHF CHF 6'377.90

Wenn ich das alte aus abbrechen und an der selben Stelle ein neues bauen würde, dann würde Swisscom mit die Gebäudeerschliessung für 0.- machen, nur die Gebäudeverkabelung im Gebäude drin müsste ich natürlich selber bezahlen. Aber abreissen und neu bauen kosten halt auch...
Ich werde mal abwarten und hoffe, dass der Ausbau rasch vorwärts geht und ich irgendwann regulär im Rahmen des Glasfaserausbau erschlossen werde und dann nur die Kosten (Elektriker) für die Gebäudeverkabelung tragen muss.
Es gibt ja Orte, wo Swisscom bereits Glasfaser über Freileitungen realisiert hat.
In der Swisscom Netzauakunft habe ich aber auch gesehen, dass es zu unserer Häusergruppe von der anderen Seite (Strassenseite) her scheinbar ein Rohr im Boden gibt, welches von der Strasse in unsere gemeinsame Zufahrt abzweigt. Eventuell wurde da schon mal etwas vorbereitet, es könnte auch sein, dass Swisscom dann die Glasfaserleitung unterirdisch bringen möchte. Mir spielt es eigentlich keine grosse Rolle, möchte einfach nicht unbedingt die 5800.- bezahlen müssen.
In anderen Ländern ziehen sie dir die Leitung kostenlos wenn du ein Abo abschliesst (z.B. Orange Spanien), hier läuft das ganze etwas anders (und teurer).
 
Bei uns wird gerade die gesamte Gemeinde auf Glasfaser umgebaut. Letzten Monat hat Swisscom den Hausanschluss (bei mir mit Grabarbeiten verbunden weil die ihre eigenen Leitunge nicht sauber dokumentiert hatten) gemacht. Am Freitag wurden dann die Dosen und Verteilng im Haus installiert.
War für mich alles kostenlos. Zum Glück denn die ganze Geschichte war eine einzige shitshow: Nachdem die Grabarbeiten der Hauszuleitung beendet waren durfte ich dann noch selber zwei Wegplatten wieder so verlegen dass sie nicht wackelten, das Kabel vom Rasenmäher durfte ich auch flicken und den Rasen sanieren dass wieder alls einigermassen flach ist.
Die Planung war lächerlich und die Ausführenden litten entsprechend darunter. Die ganzen Arbeiten wurden von Swisscom an die billigsten "Spezialisten" vergeben.... Keine Ahnung wie das rausgekommen wäe wenn ich nicht permanent vor Ort gewesen wäre.....
 
Wir habe vor ein paar Jahren ein Haus gekauft, bei welchem sich der vorherige Eigentümer explizit geweigert hat, dass das Gebäude mit Glasfaser erschlossen wird (damals als dir ganze Strasse/Stadt erschlossen wurde).

Also wurde es erschlossen, als wir es gekauft haben (auf unseren Wunsch).

Ich weiss nicht mehr was wir bezahlt haben. Vielleicht gar nichts, vielleicht 3100 chf, vielleicht einen anderen Betrag.

Im screenshot anbei sind 3100 chf erwähnt.
IMG_5800.jpeg
 
Hat es einen Einfluss auf die Erschliessungskosten, ob der Kunde bereits ein Swisscom- Abo hat oder ein solches anschliesst?
Es kann ja sein, dass jemand noch eine Koaxleitung vom Kabel-TV (z.B. UPC) nutzt und dann kommt Swisscom und zieht Glasfaser ins Haus.
In anderen Ländern ist es üblich dass der jeweilige Anbieter dann einen Teil der Kosten oder sogar die gesamten übernimmt, wenn der Kunde ein entsprechendes Abo abschliesst. Es könnte ja ansonsten auch der Fall eintreten, dass Swisscom eine Glasfaserleitung finanziert, der Kunde aber dann über Kabel-TV oder über irgend eine mobile Lösung ins Internet gelangt und somit hätten die nur Kosten aber keinen Ertrag gehabt.
 
Ich hatte es bislang so verstanden, dass die Swisscom die Erschliessung des Gebäudes übernimmt (ist bei uns ja bereits bis auf das Glasfaserkabel erfolgt).
Der Elektriker will für die OTO-Dose ca. 650 CHF inkl. Steuer und ich gehe davon aus, dass der Rest bei der Swisscom liegt. Es muss ja "nur" das Kabel eingezogen werden.

Wenn ich das bezahlen müsste, würde das ja bedeuten, dass das Kabel auch meines ist. Und wenn ich das Handbuch (oben verlinkt) richtig verstehe, gehört das Kabel weiterhin der Netzbetreiberin.

Schauen wir mal, über das ConnectNow-System habe ich den Anschluss beantragt, die melden sich dann schon.
 
Hallo allerseits

Ich "reaktiviere" einen etwas älteren Beitrag. Eigentlich bin ich per Zufall auf dieses Thema gestossen.

Ich kann mich als Swisscom Mitarbeiter "outen". Meine Tätigkeitsbereich ist der Netzbau, welcher wiederum bestehende wie auch Neubauliegenschaften umfasst. Deshalb, so denke ich, kann ich etwas Licht ins Dunkle bringen.

Vielleicht holen wir ein bisschen aus. Gesetzlich ist die Swisscom im Rahmen der Grundversorgung verpflichtet, jede Liegenschaft mit einem Telefon/Internetanschluss zu versorgen. Ob dies nun über Kupfer, Glasfaser, Satellit oder 4G/5G Mobilfunk passiert, ist der Swisscom überlassen. Natürlich spielt bei dieser Entscheidung der wirtschaftliche Faktor eine grosse Rolle.

Bestandesbauten:
Bestehende Gebäude haben zu 99% einen Kupferanschluss von Swisscom. Vor 30 Jahren konnte man seine Telefondienste nicht über Koax beziehen. Deshalb war Swisscom resp. die Telecom PTT das einzige Unternehmen mit einem flächendeckenden Telefonnetz.

Da man heutzutage eine grössere Auswahl hat, ist man nicht mehr gezwungen, die Kupferleitung zu nutzen. Daher kommt es immer wieder vor, dass Eigentümer die Kupferleitung entfernen lassen. Dies muss zwingend über die Swisscom beauftragt werden, da das selbständige abbrechen/abschneiden von Kupferleitungen theoretisch eine Straftat darstellt (mutwillige Beschädigung von Fernmeldeanlagen). Die Leitung ist bis und mit Übergabepunkt im Haus im Eigentum von Swisscom.
Beauftragt man den Rückbau bei Swisscom, dann muss der Eigentümer eine Verzichtserklärung unterzeichnen. Darin verzichtet der Eigentümer auf die Grundversorgung und willigt zudem ein, spätere Wiedererschliessungen zu Lasten des EGT ausführen zu lassen.

Neubauten:
Es ist korrekt, dass primär FTTH erschlossen wird. Natürlich gibt es Gebiete, in denen ein Glasfaserausbau noch nicht geplant ist und entsprechend die Ausrüstungen in den Ortszentralen (noch) fehlen. Dann wird ein Kupferkabel gelegt. Dies sind mittlerweile aber Einzelfälle.
Auch hier: Meldet man bei Swisscom via connectnow keinen Neubau an, so wird auch keine Erschliessung ausgeführt. Eine Neubauerschliessung ist i.d.R. bis zur Parzellengrenze kostenlos. Braucht es Rohre von der Parzellengrenze bis zum Haus, dann ist der Bauherr in der Pflicht, diese nach Swisscom Montagevorschriften zu verlegen. Somit entstehen lediglich Kosten für die Verlegung von Rohren und der Inhouse Installation Kupfer. Ist der Neubau bereits in einem von Swisscom ausgebauten FTTH Gebiet, so wird das Haus kostenlos angeschlossen.

Gemeinde noch nicht mit FTTH ausgebaut
Wohnt man in einer Gemeinde, in welcher noch kein Glasfaser gebaut ist, kann man dennoch bei Swisscom einen Einzelanschluss beantragen. Wir nennen dies fiber on demand. Hier werden aber Kosten für den EGT fällig. Dies, weil man für den Kunden einen FTTH Anschluss planen muss, teilweise Werklöcher für den Kabelzug öffnen muss, je nach Distanz mehrere Schächte öffnen oder gar aufgraben, Kabel spleissen, Kabel aufschalten etc. Daher wird der Kunde zur finanziellen Beteiligung aufgefordert. Dies sind dann Kosten zwischen 3000-8000 Fr. Je komplexer das Projekt, desto höher die Beteiligung. Da die Grundversorgung über das bestehende Kupfer bereits gewährleistet ist, ist Swisscom nicht verpflichtet, einen FTTH Anschluss kostenlos zu bauen. Deshalb empfiehlt es sich, den FTTH Ausbau in der Gemeinde abzuwarten.

FTTH Erschliessung abgelehnt
Wer während des Rollouts eine Erschliessung verweigert hat, nach 1-2 Jahren aber doch noch eine Erschliessung will, muss diese Aufwände bezahlen. Dies ist aber gesamtschweizerisch über alle Netzbetreiber hinweg so. Also auch bei EW oder Gemeindenetzen. Aus dem gleichen Grund wie bei fiber on demand. Die Kosten sind meist aber tiefer, da die FTTH Infrastruktur bereits im Quartier oder in der Strasse verbaut ist. Dann muss man meist nur noch etwa 50-100m Glasfaserkabel einziehen und kann dieses direkt im Schacht spleissen. Da braucht es nicht unzählige Werklöcher oder Schächte zum öffnen. Deshalb die Preisdifferenz.

Generelles zur FTTH Erschliessung
Kommt Swisscom auf Eigentümer zu bezgl Erschliessung, dann ist diese kostenlos. So etwas ist aber eher selten, da viele EWs für die Ersterschliessung bereits eine Pauschale verlangen. Es gibt i.d.R. keinen Grund, die Ersterschliessung abzulehnen. Dies ist quasi auch eine Wertsteigerung der Immobilie.
Heute bauen wir im Regelfall das Glasfaserkabel bis in den Keller oder Hausanschlusskasten. Dort verbleibt das Kabel. Bestellt der Kunde nun einen FTTH Anschluss, so wird ihm die OTO Dose gebaut. Auch hier i.d.R. kostenlos, ausser der EGT wünscht die Dose an einem für die Installateure sehr aufwändigen Ort (Wand- und Bodendurchbrüche notwendig, Kabelkanäle etc)


Noch eine wichtige Ergänzung;
Die Swisscom ist aus gesetzlicher Sicht nicht verpflichtet, überall einen FTTH Anschluss zu bauen. Der Bau eines solchen muss wirtschaftlich Sinn ergeben. Die Art der Grundversorgung (siehe oben) kann also durch Swisscom festgelegt werden.
Natürlich ist es im Interesse von Swisscom, möglichst jede Liegenschaft mit FTTH zu erschliessen, da wir die Kupfernetze bis ca 2035 gerne komplett ausser Betrieb nehmen möchten. Jedoch gibt es auch heute noch einige Hürden bei der Erschliessung, weshalb es punktuell bei Neubauten dennoch zu einem Kupferanschluss kommen kann. Dies versuchen wir aber zu vermeiden.
In ländlichen Gebieten bauen wir auch vermehrt FTTH über die bestehende Freileitung. Dies hat einen einfachen Grund; Meistens gibt es dort weit und breit keine bestehende unterirdische Rohranlage. Heutzutage wollen die wenigsten ein Rohr von Swisscom quer durch den Garten oder die Wiese, nur damit der Nachbar einen unterirdischen Glasfaseranschluss bekommt. Daher nutzen wir die Freileitung hierfür. Der Ausbau kann schnell und unkompliziert erfolgen. Der Kunde bekommt einen vollwertigen FTTH Anschluss.



So. Nun hoffe ich, etwas Licht ins Dunkle gebracht zu haben ;) bei Fragen einfach fragen.



Grüsse
Peter
 
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Reaktionen: MagicMax und turbo
nGesetzlich ist die Swisscom im Rahmen der Grundversorgung verpflichtet, jede Liegenschaft mit einem Telefon/Internetanschluss zu versorgen. Ob dies nun über Kupfer, Glasfaser, Satellit oder 4G/5G Mobilfunk passiert, ist der Swisscom überlassen. Natürlich spielt bei dieser Entscheidung der wirtschaftliche Faktor eine grosse Rolle.n
nGenau dieser Text bereitet mir etwas Sorge: https://www.inside-it.ch/kupfer-abschaltung-hinterlaesst-luecken-im-swisscom-netz-20241203nIch gehe jetzt einfach mal nach Treu und Glauben davon aus, dass meine Liegenschaft dereinst auch per FTTH erschlossen wird, dies über die bestehende Freileitung, welche ja bereits da ist.nEs soll sich ja gemäss Swisscom "nur um eine sehr geringe Menge von Kunden" handeln. Was aber, wenn es ausgerechnet mich trifft?nnInternet über Satellit? Hallo LatenznInternet über 5G: Gut und recht, aber auch hier höhere Latenz und teilweise grosse Schwankungen. Ausserdem für mich eigentlich noch fast brisanter: Nur noch eine private IPv4 Adresse hinter einer CGNAT! Und IPv6 wird im Mobilnetz derzeit auch nicht unterstützt. Gewisse SmartHome Anwendungen kann man dann so vergessen.nnWenn das wirklich so kommt, ahne ich übles. Wir sind eine Baugruppe mit 3 bewohnten Häusern gehören aber leider zu einer schlechten Gemeinde, denen wir völlig egal sind. Nicht dass auf einmal das Dorf selber erschlossen wird, aber unsere Häuser auf der anderen Seite des Bachs dann halt einfach irgendwann, wenn die Kupferinfrastruktur ausser Betrieb genommen wird, "abgehängt" werden.Ich fürchte um einen Wertverlust meiner Liegenschaft, sollte dieser Fall wirklich eintreffen.nKann ich von Swisscom eine schriftliche Zusicherung erhalten, dass wir mit FTTH erschlossen werden bis spätestens zum Zeitpunk, wenn die Kupferinfrastruktur vom Netz genommen wird? Ich brauche einfach irgendwie eine Sicherheit, momentan bin ich zwischen Stuhl und Bank.

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Hallo @MagicMax

Ich kann dich verstehen! Natürlich wollen alle FTTH haben.

Jetzt eine ganz neutrale Anmerkung. Bitte lass' dich nicht von meiner Firmenzugehörigkeit irritieren;

Während die meisten Elektrizitätswerke oder Gemeinden nur den Dorfkern bzw die Bauzone erschliessen wollen, erschliesst Swisscom durchaus auch ausserhalb des Dorfkerns. Auch wenn in den Medien oftmals suggeriert wird, Swisscom lehne dies ab.

Wichtig ist, dass du mit Swisscom Kontakt aufnimmst, sobald deine Gemeinde an der Reihe ist. Das ist immer sehr vielversprechend.

Und ACHTUNG! Verzichte niemals auf deinen Kupferanschluss. Auch wenn du diesen aktuell nicht benötigst. Wenn man einmal auf die Kupferleitung verzichtet und die oberirdische Leitung durch Swisscom abgebrochen wird, fällt man beim Rollout durch die Latten. Swisscom erschliesst quasi nur bestehende Gebäude bzw solche, die eine bestehende Infrastruktur haben. Klar, Neubauten ausgenommen. Man kann einen FTTH Anschluss anfordern - dieser wird dann meist kostenpflichtig sein, weil keine bestehende Infrastruktur genutzt werden kann (Holzmasten, Hauseinführungen etc).

Willst du mir per privater Nachricht kurz verraten wo du wohnst? Adresse und PLZ? Dann schau ich im System mal nach
 
@MagicMax

Noch eine Anmerkung zum insideIT Artikel.

Klar, nach dem Kupfer PhaseOut wird es Liegenschaften geben, welche keinen FTTH Anschluss erhalten werden. Da in der Grundversorgung nicht festgelegt ist, wie diese zur Verfügung gestellt werden muss, kommt Mobilfunk oder Satellit als Alternative in Frage.

Dies wird aber primär entlegene Weiler mit 5-6 Häuser betreffen. SAC Hütten sind alle mit Satellit oder Mobilfunk angeschlossen. Es könnte auch sein, dass man Ferienhäuser in entlegenen Regionen so anbindet.

Ist das speisende Kupferkabel über weite Strecken erdverlegt, so wird es mit FTTH auch eher schwierig, da die Grabarbeiten den grössten Kostenanteil ausmachen. Die meisten Landbesitzer haben zudem wenig Freude, wenn wir für 1km Rohre alle Gärten oder Wiesen aufreissen. Man könnte es per FMG erzwingen oder gar eine Enteignung anstreben. Dies ist aber nicht die Kultur von Swisscom und müsste über Gerichte gehen. Wir wissen, die Mühlen der Schweiz mahlen teils seeeehr langsam. Auch das ist nicht im Interesse von Swisscom.

Natürlich hat jeder Netzbetreiber die Möglichkeit, eine solche Liegenschaft mit FTTH zu erschliessen. Wird dir aber kein einziger Betreiber machen. Wieso nicht? Weil es nicht rentabel ist. Die Hoffnung für solche Gebiete liegt in der Breitbandförderung, welche der Bundesrat aktuell im Parlament behandelt.

Ich frage mich halt immer wieder, warum das Schweizer Volk einen FTTH Anschluss von Swisscom als Selbstverständlichkeit anschaut? Sagt das EW nein, dann akzeptiert man es. Ist schliesslich zu teuer. Lehnt Swisscom einen Ausbau hingegen ab, gibt es einen riesen Aufschrei.

Ich möchte anmerken, dass Swisscom kein Staatsbetrieb mehr ist. Das Unternehmen ist an der Börse kotiert und muss wirtschaftlich arbeiten. Genauso wie ein EW. Die Swisscom als Konzern ist bezgl. Investitionen aber grosszügiger als andere Unternehmen oder KMU. Ist ja auch aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse und Unternehmensgrösse verständlich. Jedoch hat die Swisscom keine Verpflichtung, zu jedem Preis eine Leitung zu bauen.

Bei den PTT Betrieben als reine Staatsbetriebe war dies etwas anders. Das Schweizer Volk hat sich damals aber ganz deutlich für eine Privatisierung ausgesprochen. Da nützt auch die 51% Staatsbeteiligung nichts. Auch der Bund als Grossaktionär will Gewinne und Dividenden sehen.
 

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