Leerrohre falsch im Doppelschalenmauerwerk?

chocolate

Mitglied
12. Dez. 2009
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Hallo zusammen,

Wir bauen ein Haus mit Doppelschalenmauerwerk mit 14cm Isolation zwischen den beiden Mauern. Diese Woche habe ich festgestellt, dass die Leerrohre für 230V, UGV und Lautsprecher vom Elektriker so eingelegt wurden, dass sie im Bereich der Isolationsschicht aus dem Boden kommen /emoticons/default_eek.png (s.Bild unten). Nach meinem Verständnis müssten diese doch im Berich der inneren Schale rauskommen? Die Folge davon ist nun, dass wir im Bereich der Leerrohre (die dann mal gefüllt werden...) nicht richtig isolieren können und dadurch im ganzen EG meines Erachtens mehrere Wärmebrücken entstehen.

- Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

- Wie kann dieser Mängel sinnvoll (zumindest teilweise) behoben werden?

- Muss ich langfristig mit Problemen wegen Kondenswasser resp. Schimmel in diesem Bereich rechnen?

- Wie verhält es sich rechtlich, aus meiner heutigen Sicht kann der Mangel ja nur teilweise behoben werden, da für eine korrekte Isolation (d.h. die 14cm wie im restlichen Bereich) die Leerrohre im Weg sind? Wenn ich den Mängel jetzt schriftlich rüge, eine teilweise Nachbesserung gemacht werden kann und dann allfällig trotzdem später mal Probleme (Schimmel) auftreten?

Vielen Dank schon jetzt für allfällige Antworten.

Gruss,

Chocolate

Anhang anzeigen 9300

Leerrohre.JPG

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Chocolate,

grundsätzlich hast Du Recht!

Dort haben die Leerrohre nichts zu suchen! Auch würde ich dies schriftlich als Mangel rügen (bzw. vom Architekten so ausführen lassen), mit der Massgabe dies zu ändern!

Das wird vermutlich nicht überall einfach sein, da dies auch davon abhängt, dass die Verbindungen ja wohl im Beton eingelegt sind.. man also nicht so einfach an den Anfangs-oder Endpunkt des Leerrohres gelangt.

Du schreibst nicht, um welches Geschoss oder Decke es sich bei dem Bild handelt.... wenn es die vom Keller wäre.. dann unbdingt schon darauf achten, dass sich dies nicht auch im EG/OG wiederholt!

Wenn es im/über KG wäre, dann kann man vor der Wand/bzw. innerhalb der inneren, tragende Wandschale erneut Löcher bohren und die Leitungen neu, an passendem Platz verlegen. Sie müssten dann unterhalb neu und wohl "offen" verlegt bzw. verbunden werden.

Ansonsten muss versucht werden, die Hohlräume, welche ja auch sicher noch unterschiedlich sein werden, mit Dämmmaterial "sehr sauber" nachzudämmen! Sei es mit passgenauen Plattenstücken oder im äußeren, hinteren Bereich zumindest mit Dämmschaum.

Auf jeden Fall wäre dies genau durch die Bauleitung zu kontrollieren... ansonsten wird hier ggf. schnell mit Mörtel die Lücke geschlossen und Du bekommst dann später die beschriebenen Probleme "frei Haus".

Auch kann man, je nach Baufortschritt und Arbeitsweise eine weitere Lösung anstreben.... da ich diese aber nicht kenne, kann ich hier auch keine Aussage machen.

Dies solltest Du aber mit Deinen "Baupartnern" alles abklären können... man muss auch kreativ auf Probleme reagieren können, wenn sie denn leider entstanden sind.

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Pfälzer,

Vielen Dank für Dein Feedback. Es handelt sich dabei um die Kellerdecke. Im oberen Geschoss sollte dies nicht passieren, da dort ja die Decke auf der inneren Schale aufliegen wird - aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben...

Die Variante mit Löcher in die Bodenplatte boren um die Rohre auf diese Weise im Bereich der inneren Schale in den Keller zu führen kommt wohl eher nicht in Frage, wäre wohl wegen der Armierung sehr aufwändig und im Keller wäre dann alles AP, definitiv keine Option, solange es sinnvolle Alternativen gibt.

Vom Baufortschritt sieht es so aus, dass das EG fertig gemauert, die EG-Decke geschalt und die Unterarmierung fertig ist. Nächste Woche wird der Elektriker mit dem Einlegen der Leerrohre fertig. Welche Informationen bezüglich Arbeitsweise benötigst Du für eine Aussage zu einer "weiteren Lösung"?

Gruss,

Chocolate

 
Nun ja, das hängt davon ab, wie und wann diese Aussparungen geschlossen werden.. ob man es schafft die verbliebenen Räum um die unterschiedlichen Rohrlagen optimal zu verschließen...zu dämmen.. wenn dies geschafft würde, wir es sicherlich als "kleiner Schwachpunkt" ausreichend sein.

 

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