Hilfe: Summen/Vibrieren im ganzen Haus

Christian77

New member
16. Okt. 2024
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Hallo zusammen

Es fällt mir schwer mein Problem in Worte zu fassen, aber ich versuche es so gut als möglich:
Ich suche Hilfe, da ich seit gut einem Jahr ein dauerndes. tiefes und dumpfes Summen im ganzen Haus höre. Alleine die Bezeichnung "Summen" ist nicht ganz korrekt, es ist eine Art tiefes "Dröhnen/Summen/Vibrieren", welches ich v.a. in der Nacht höre (ich vermute, v.a. auch aufgrund der fehlenden Nebengeräusche). Es ist kein konstant gleiches Summen, sondern unregelmässig, mal schneller, dann wieder langsamer. Ich vergleiche es gerne mit den Tönen eines Faxgeräts (einfach deutlich tiefer und dumpfer).

Eigentlich war mir die Ursache klar: wir haben eine neue Wärmepumpe sowie eine Photovoltaik-Anlage eingebaut. Ungefähr seit diesem Zeitpunkt vernehme ich diese Geräusche.

Der erste Verdacht: Photovoltaik: Tipp des Installateurs: Anlage vom Strom nehmen, wenn die Geräusche nicht mehr da sind, ist der Grund die PV-Anlage. --> Anlage am Hauptschalter ausgeschaltet sowie die Sicherungen abgeschaltet --> Resultat: Geräusche noch da.
Also muss es die Wärmepumpe sein:
Gleiches Vorgehen: Tel. Installateur: Strom ausschalten, wenn die Geräusche nicht mehr da sind, ist der Grund die Heizung. --> Heizung am Hauptschalter ausgeschaltet sowie die Sicherungen --> Resultat: Geräusche immer noch da.

Ebenfalls habe ich beides gleichzeitig ausgeschaltet, leider mit dem selben Resultat: Geräusche immer noch da.

In einem Forum habe ich gelesen, dass man auch ausserhalb des Hauses schauen/hören soll, ob man die Geräusche vernimmt (was gar nicht so wahrzunehmen einfach ist, wegen dem Umgebungsgeräuschen). Also in der Nacht aufgestanden und die Geräusche auch draussen gehört (etwa gleiche Lautstärke, vielleicht etwas weniger, schwer zu sagen, aufgrund anderer Umgebungsgeräusche).

Es gibt Nächte, da schlafe ich gut (ich vermute, dass dann die Geräusche weg bzw. leiser sind) und es gibt Nächte so wie heute, da finde ich keinen Schlaf. Aufgrund meiner Beobachtungen behaupte ich, dass die Geräusche erst in der Nacht beginnen, weil wenn ich ins Bett gehe, sind sie mir (zum Glück) noch nie aufgefallen.
Ausschliessen kann ich, dass es von einem Gerät (Kühlschrank usw.) kommt.

Ich habe Hemmungen mich nochmals bei den Fachpersonen (Heizung und PV-Anlage) zu melden, da die Geräusche auch hörbar sind, wenn die Heizung und PV-Anlage vom Strom genommen wurden.
Gleichzeitig bin ich frustriert und mittlerweile auch physisch angeschlagen, weil mir durch dieses dumpfe Summen/Brummen oft genügend Schlaf fehlt.

Darum meine Frage: Kann sich jemand von euch die Geräusche erklären? Kennt jemand von euch Fachleute, die abklären können, woher diese Geräusche stammen? Habt ihr andere gute Ideen und Vorschläge?

Vielen Dank für eure Rückmeldungen
Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo ChristiannnIch vermute eine drehzahlreduzierte Pumpe als Ursache. Hatte das schon in einem MFH. Nur die Bewohnerin einer Wohneinheit hat es bemerkt. War auch nur im Bett liegend festzustellen. nDie kann im Haus, aber auch in der näheren Nachbarschaft sein.nPumpendrehzahlen anpassen und das Problem war gelöst. nnEin elektrisches Schaltgerät oder sonstiges elektrisches Gerät könnte ich mir auch als Ursache vorstellen. nnLieben GrussnPatrik

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Hallo PatriknnDanke für deine schnelle Antwort.nnBei meiner Wärmepumpe kann ich dass überprüfen lassen, in der Nachbarschaft ist es wahrscheinlich schwierig. Oder hast du da Erfahrungswerte? Einfach klingeln und fragen, ob die Pumpendrehzahl erhöht werden könnte? nnLiebe GrüssenChristian

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Ganz einfache Versuche zuerst: die ganze Hütte vom Strom nehmen. Also alle Hauptsicherungen raus.
 
Ich würde nicht abschreiben, dass dieses "brummen" von aussen kommt. Im Aussenbereich nimmt man solche Geräusche (Frequenzen) durch die Nebengeräusche oft nicht wahr. Bestimmte Frequenzen können auch durch das Gebäude / die Verglasung verstärkt werden. Es wäre interessant die Frequenz zu wissen (Smartphone App) wäre für den Anfang eine Möglichkeit. Du kannst versuchen die Frequenz des Brummens im inneren des Gebäudes zu ermitteln, und dann im Aussenbereich nachsehen, ob es ähnliche Störfrequenzen gibt.

Gruss Pit
 
Vielen Dank für eure Antworten!

@hx66: Den Strom hatte ich bei allen Geräten einzeln und zusammen abgestellt (inkl. Sicherungen raus) und die Geräusche sind leider geblieben. Einzig die Hauptsicherungen (Stromanschluss der Gemeinde) hatte ich nicht abgeschaltet (mangels eigenen Wissens). Dies werde ich aber auch noch probieren, danke für deinen Hinweis.

@patrik: Danke für den Hinweis zum hydraulischen Ausgleich der Heizungsanlage. Diese werde ich mit unserem "Heiziger" abklären.

@pit: Ich bin jetzt 2x um 4 Uhr morgens draussen auf "Geräusche-Erkundungsjagd" gegangen und ich habe das Summen/Brummen tatsächlich auch draussen gehört, dies auch noch 100 Meter entfernt vom Haus (ich hoffe, mein Gehirn/Gehör hat mir da keinen Streich gespielt). Eine Quelle konnte ich aber nicht ausmachen. Ich habe verschiedene Nachbarn angesprochen, welchen aber noch nichts diesbezüglich aufgefallen ist, aber jetzt bewusster darauf hören möchten. Rückmeldungen stehen aber noch aus.

Die Abklärungen gehen (auch dank euch, danke nochmals) mit Hoffnung weiter...
 
Habt Ihr in der Nähe ein kleines Umspannwerk, oder eine Trafostation von Eurem E-Werk? Mir fällt da ein Fall in Deutschland ein, wo ein recht kleines, neues Umspannwerk die Leute in weit über 1km Entfernung, durch Netzbrummen um den Schlaf gebracht hat. Wäre vielleicht ein Ansatzpunkt

Gruss Pit
 
Teichpumpen, Sauerstoffkompressoren für den Teich, Pumpen der Gemeindewasserversorgung oder Abwasserpumpen von Hebeanlagen, Elektrische Vorschaltgeräte, Trafos von Leuchtreklamen. Da gibt es viele mögliche Quellen.nDie sind vielfach schwierig bis unmöglich abzustellen.nnIch würde zusätzlich die Eintrittsstelle in das Haus eingrenzen.nNimm einen grösseren Schraubenzieher. 4er, 5er oder einen grösseren Kreuzschraubenzieher.nnMit der Arbeitsfläche auf die Wasserleitung, Abwasserleitung, Gasleitung, Elektro Trasse etc. halten. Mit der Ohrmuschel an das Griffstück. Hörst du das Brummen oder pfeiffen?nWenn alles andere nichts nützt, kann diese Leitung entkoppelt werden und damit der Körperschall beim Gebäudeeintritt unterbunden werden..nnViel Erfolg.nLieben GrussnPatrik

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Kurzes Update:
Mittlerweile hatte ich das Haus eine Nacht komplett vom Strom (Hauptsicherungen rausgedreht). Das Brummen war zwar zu hören, aber gefühlt etwas leiser (was aber auch sein kann, da ich behaupte, dass es nicht jeden Tag/Nacht gleich laut bzw. intensiv ist). Ich werde das Haus nochmals 2-3x in der Nacht vom Strom nehmen, um etwas "sicherere" Aussagen treffen zu können.

@Ppitw: Ich kann dir nicht sagen, ob wir in der Nähe eine solche Station haben, mir ist noch nie eine aufgefallen, aber muss ich auch abklären.
Merkwürdig diesbezüglich ist, dass das Brummen erst seit einem Jahr besteht. D.h. "etwas Bestehendes", z.B. Trafostation, müsste mit etwas in unserem Haus (neue Wärmepumpe, neue Photovoltaik-Anlage) respondieren?
Der Bahnhof ist einige 100 Meter entfernt und dort wurde in den letzten Monaten einiges verändert (neue Gleise, Leitungen usw.). Event. könnte ein Grund dort zu finden sein?

@patrik: Danke für den Tipp mit dem Schraubenzieher. Versuche ich auf jeden Fall.
 
Du kannst dich im Aussenbereich nicht direkt an der Lautstärke orientieren, sondern nur, wo es bei der gleichen Erkundung der Ursache, am "lautesten" ist. Denn die Lautstärke ist auch abhängig von den Wetterverhältnissen (z.B. Luftdruck/Windrichtung). Trafostationen haben z.B. Spannungswandler, Frequenzrichter usw. verbaut. Diese können bei Defekten durchaus Brummgeräusche über weite Strecken von sich geben, das kann es aber selbst schon bei einer Erneuerung solcher Geräte geben. Denn ein Stück weit ist das "Brummen" solcher Geräte normal. Zu Eurem Bahnhof: Da kann es schon sein, dass auch dort bei den Arbeiten elektrische Bauteile erneuert wurden, oder Anpassungen an der Stromversorgung, z.B. für die Züge, die Weichenstellung, der Signalisation usw. gemacht wurden. Das mit dem Schraubendreher funktioniert in aller Regel, macht man bei Motoren schon lange so, wenn man kein passendes "Werkzeug" dazu hat. Wenn du aber schon alle mögliche Störfaktoren/Geräte im Haus getrennt hast, und das Brummen immer noch vorhanden ist, kann es eigentlich nur noch von aussen kommen. Vielleicht hast du dadurch aber die Möglichkeit, den "Ort des Eindringens" etwas genauer zu bestimmen.
Gruss Pit
 
Ich habe mich eine ganze Weile nicht gemeldet, entschuldigt.nDer "Schraubenzieher - Test" war nicht erfolgreich, ich konnte keine bestimmte Leitung als Verursacher finden. Der Sohn meines Nachbarn hat das Brummen auch gehört. Er meinte, dass er in der Nacht, je näher er zu unserem Haus gekommen ist, dass Brummen stärker wahrgenommen hat. Im Gegensatz zu mir hat er allerdings kein Brummen weiter weg von unserem Haus gehört. n2 Trafostationen konnte ich im Quartier ausmachen. Da möchte ich noch die Gemeinde anfragen, ob da etwas geändert wurde. Das Brummen schien mir aber nicht lauter bei diesen Stationen. nEigentlich bin ich mittlerweile fast sicher, dass "etwas" von der Photovoltaik-Anlage oder der neuen Wärmepumpe/Heizung mit einem "äusseren Einfluss" respondiert. nDa weder die Photovoltaik- noch die Heizungsinstallateure hier wohl helfen können, muss ich nach anderen möglichen Fachleuten suchen. Event. kann der Hauseigentümerverband da weiterhelfen. nnDanke euch nochmals für eure Unterstützung und Ratschläge. Falls jemand doch noch eine "zündende Idee" hat, gerne jederzeit melden.nnLIebe GrüssenChristian

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Hallo Christian
Sehr gerne würde ich erfahren ob dich das Brummen immer noch stört oder ob es sich verabschiedet hat, da du länger nicht mehr hier warst?
Ich bin auf deinen Artikel gestossen weil ich selber genau die selben Erfahrungen gemacht habe. Deine Worte haben mich sehr berührt wie identisch unsere beiden Geschichten doch sind.
Aktuell versuche ich das Brummen über eine Fachperson zu orten. Erst messe ich im Haus dann um das Haus die Niederfrequenztöne (unter 20Hz) zu erorieren und wo sie am stärksten sind. Meine Vermutung ist dass das Brummen relativ weit her kommt also 30-150m kann es sicher gut leiten über Boden. Das meiste gefühlte (Virbrieren) kommt über den Mergel/Felsen wie Sandstein/Nagelfluh via Betonwände/Boden (mit guten Übertragungsmöglichkeiten auch noch Dank vielen Rückverankerungen bis zu unserem Haus). Im Haus welcher als Resonanzkörper das Brummen verstärkt ist es lauter. Um das Haus kann ich ihn aber auch wahrnehmen einfach weniger stark und weniger störend. Es kann aber auch ganz etwas anderes sein...darum bin ich sehr froh um weitere Inputs.
Gerne würde ich mehr von dir hören was du schon ausprobiert hast.
Liebe Grüsse Claudia
 
Ich kann das gut nachempfinden, da ich das selbst auch erlebt habe. Interessanterweise hat ein Umzug über 25 km nichts daran geändert, so dass ich auch eine Ursache in mir selbst in Betracht ziehen musste. Recherche im Internet hat mich damals auf den "Brummton" geführt. Wikipedia gibt einen Überblick dazu. Vielleicht magst du das als mögliche Ursache zumindest in Erwägung ziehen. Bei mir war der Spuk irgendwann von einem auf den anderen Tag vorbei und kam nie wieder.
 
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Ja das wär schon „fast“ toll, wenn es so wäre. So müsste ich nicht mehr suchen wenn ich einen Tinnitus hätte. Aber „leider“ ist es so, dass das Geräusch definitiv nur hier im Haus und in der Nähe der Umgebung wahrnehmbar ist und sobald ich irgendwo anders schlafe oder mich aufhalte, höre ich kein Brummton/Vibrieren mehr. Oder komplett andere Geräusche. Es ist auch so, dass das Brummen nicht immer wahrnehmbar ist, sondern Stunden aussetzt und dann teilweise stark oder geschwächt wiederkommt. Es hat auch schon ganze Wochen gegeben, ohne dass ich das Brummen wahrgenommen habe. Darum kann es von mir aus gesehen nur um eine Maschine handeln und keine Antenne. Danke vielmal für eure Antworten und Hilfe. Liebe Grüße
 
Bei einem Bekannten konnte so ein Problem angeblich auf die Turbinen eines 10km entfernten Wasserkraftwerkes zurückgeführt werden. Durch Zufall erfuhr er einige Tage nach Verstummen des Geräusches von der Revision des Kraftwerkes, bei der alle Turbinen ausgeschalten wurden.
Interessant an der Geschichte finde ich, dass er der einzige ist, der das Geräusch hören konnte. Es tritt ebenfalls nur Nachts auf, da am Tag die Umgebungsgeräusche zu laut sind. Gemäss seinen Angaben hört er das Geräusch immer noch wenn er in der Nacht wach ist, aber seit er die Ursache kennt, beeinträchtig es ihn nicht mehr.
 
Merci vielmals Remo für deinen Beitrag. Ja, richtig spannende Geschichte, dass dies möglich ist. Der Schall übertrug sich in diesem Fall als Luftschall, nehme ich an? Oder kommt er über den Boden? Beim Auftreffen auf feste Bauteile kann dieser dann in Körperschall umgewandelt werden, der sich über die Struktur weiter ausbreitet und an anderer Stelle wieder als Luftschall hörbar wird. Leider ist dies auch bei meinem Fall vielleicht auch so. Möglichkeiten unbegrenzt. Dass die Störquelle aus der Nähe ist denke ich zwar nach wie vor da wir kaum Industrie noch andere Grosserzeuger haben. Wenn hier im Forum jemand einen Profi (mit technisch aktuellster Ausrüstung) im Orten solcher Störquellen kennt, dann freue ich mich sehr auf eure Antworten.
 

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