Fenster in altem Bauernhaus: 2-fach vs 3-fach / Holz vs Metall

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tft7000

New member
28. Okt. 2014
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Hallo zusammen
 
Wir planen die Fenster eines alten Bauernhauses auszutauschen.
 
Das Haus ist ca. 150 jährig, die rund 24 Fenster sind in etwa 50 jährig und auf 3 Stockwerken mit insgesamt nicht ganz 300 m2 Wohnfläche verteilt.
 
Das aktuelle Dach hat das gleiche Alter und ist zeitgemäss, also mässig, isoliert.
Zwei Aussenwände sind sehr dicke Bollenstein-Mauern (unten rund 90cm tief, oben etwa 60cm). Diese Mauern haben eine leichte Innenisolation aus etwas Styropor. Die dritte Aussenwand ist sehr dünn, ca. 10-15 cm, und gleich, also kaum, isoliert. Die vierte Wand ist eine Innenwand zum ausgebauten Oekonomieteil.
 
Die Frage ist nun: sollen neue Fenster 2-fach oder 3-fach verglast sein? oder macht das eigentlich gar keinen Unterschied?
 
Ein Fensterbauer hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass wir bei 3-fach verglasten Fenstern eher Schimmel im Haus bekommen könnten. Er meinte aber auch, dass wir schon bei 2-fach verglasten Fenstern ein höheres Risiko haben werden.
 
Zusätzlich ist da auch noch die typische Frage nach Holz oder Holz-Metall (und nein, Kunststoff kommt bei uns nicht in Frage).
 
Lohnt sich ein Holz-Metall Fenster für ein Eigenheim? Sieht (Holz-) Metall nicht etwas unpassend aus an einem alten Bauernhaus? 
Was ist Eure Meinung dazu?
 
Vielen Dank für Eure Meinungen
Tft
 
Salü Tft

Holz Metall Fenster sind vom Unterhalt her günstiger, da sie aussen nicht gestrichen werden müssen.

Im Keller und Estrich hab ich Kunststofffenster. Den Rest Holz-Metall. Preislich macht dieser Kompromiss doch einiges aus. Auch in Hinsicht auf die späteren Unterhaltskosten.

Mit der Styropor Dämmung innen an den Mauern hast du eine Sperrschicht welche die Dampfdiffusion, also das durchwandern der Feuchtigkeit durch das Mauerwerk von der Warm zur Kaltseite verhindert.

Dies wird Dir sowieso Probleme bereiten. Wenn du jetzt noch dichte Fenster montieren lässt umso mehr.

Da lohnt es sich vorab den Aufbau der Wände vertieft anzuschauen.

Lg Turbo

 
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Hallo @Turbo

vielen Dank für Deine Antwort!

Bezüglich Fenstertyp (Holz/Metall) habe ich mir auch schon eine 2 Varianten Lösung angedacht. Interessanterweise war kein Fensterbauer dafür. Man muss sagen, die Fenster sind auf EG, OG und DG verteilt, wobei DG nur zwei Fenster hat. 

Soweit ich das verstanden habe, sind Fenster im EG stärker dem Wetter ausgesetzt als Fenster im OG. Also dachte ich, dass ich im EG Holz/Metall mache (vom Typ Sirius L oder Sirius E) und im OG Holz.

Ein Einwand war, dass ich danach den nötigen Unterhalt für die Holzfenster auslasse, da man es unten nicht sieht. Ein anderer war, dass es unterschiedlich aussieht. 

Gefühlsmässig bin ich deshalb wieder eher bei einer 1 Varianten Lösung.

Bezüglich Wanddämmung: Danke für den Input bezüglich Styropor, das habe ich nicht realisiert, dass dieser eine Dampfsperre ist. Zur Zeit haben fast alle Wände und das Dach innen eine kleine Styropor-artige Schicht von vielleicht 1-2cm. Es ist aber auch so, dass es im Haus viele Ritzen und Öffnungen hat, durch die Luft von Aussen reinkommt.

Wie erwähnt haben wir auf zwei Seiten auch dicke Bollensteinmauern. Ich habe mal gehört, dass diese auch so gut wie dicht sind. Der Styropor sitzt auf jeden Fall direkt darauf und ist mit Kältebrücken, sprich Nägeln/Schrauben, festgemacht.

Die (zwei) Wände von Aussen zu isolieren wäre schade, da sie sehr schön aussehen (eine Art Fachwerk mit Steinen bei der einen Seite (Süd) und viel Sandstein an den Ecken und bei den Fenstern bei der anderen (West)). Die dritte, dünne Aussenmauer (Nord) könnte man wohl von aussen isolieren - dort ist aber relativ wenig Mauerfläche.

Ist denn ein heutiges Fenster, egal ob 2-fach oder 3-fach, nicht sowieso dicht (im Gegensatz zu früher)? Es geht doch eigentlich nur darum, wieviel Wärme das Fenster noch gegen Aussen abgibt, bzw. wie kalt die Innenseite im Vergleich zur Hauswand ist und wo sich dann das Kondenswasser bildet. Ist das korrekt?

Was hast Du / habt Ihr für ein Gefühl, was ich mit Fenster und Wänden tun soll?

Vielen Dank

Tft

 
Hallo Tft

Der Unterschied zwischen 2- oder 3-facher Verglasung liegt im möglichen, verbesserten U-Wert der Fenster. Dicht sind Beide! Das Problem bei falscher Lüftung entsteht also so oder so.

Die derzeitige "Styroporplatte" kann man nicht wirklich als Dämmung bezeichnen. Dafür ist sie zu dünn und sicher auch nicht lückenlos vorhanden. Sie half allerdings, dass die innere Wandtemperatur schneller ein höheres Niveau erreichte und sich somit ein "spürbarer" Effekt einstellte.

Bevor Du allerdings mit dem Geld ausgeben startest, solltest Du eine örtliche Beratung "gönnen". Sonst kann es schnell passieren, dass Du trotz optisch schöner Sanierung gleich wieder Problemzonen schaffst, die zu Folgeschäden führen. Eine ausführliche Kontrolle und Berechnung durch einen Bauphysiker wäre angebracht.

 
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Hallo Tft

So manch schönes, altes Haus wurde "kaputtsaniert" von Laien.

Bitte, bitte gönne dir einen Bauberater und du wirst sehen,

was du noch alles reinstecken musst, um aus dem "alten" Haus

ein Schmuckstück zu machen.

Bevor du an die Fenster denkst sollte das Wärmedämmkonzept klar sein

Das Heizsystem ist auch nicht zu vernachlässigen.

Darauf abgestimmt kannst du dir dann Gedanken über die Fenster machen.

Gruss moudi

 
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Hallo zusammen

vielen Dank für Eure bisherigen Meinungen.

Bezüglich Beratung: falls jemand einen guten Bauberater/Bauphysiker im Raum Zürcher Oberland kennt oder selber solche Beratungen durchführt, so bin ich froh um eine private Mitteilung. Ich würde das gerne gleich die kommende Woche in Angriff nehmen.

Ansonsten bin ich weiterhin froh um eure Meinungen.

Bezüglich Vorgehen sind meine Gedanken:

Es handelt sich um ein Haus das irgendwann zwischen 1841 und 1876 gebaut wurde. Es hat gemäss Versicherung ein Volumen von 2228 m3 und ist in zwei Hälften geteilt. Der Ökonomieteil wurde vor 30 Jahren neu eingebaut. Der Wohnteil vor 50 Jahren das letzte Mal renoviert.

 
Wir möchten in der ersten Etappe hauptsächlich das OG des Wohnteils (100 m2) sanieren. Wir werden die Böden ausnivelieren, zwei drei Innenwände ersetzen und das Bad leicht vergrössern und komplett neu aufbauen. Erdgeschoss, Dachgeschoss, Dach und Heizung werden wir in nächsten Etappen machen. Zum einen müssen wir uns über die Nutzung des DG erst im klaren werden (wir sind zu zweit) zum anderen brauchen wir beim Dach viel mehr Beratungsvorlauf.

Auch in der ersten Etappe wollten wir die Fenster machen, wobei diese nicht wirklich genau jetzt gemacht werden müssten.

Unser Ziel ist es, bis möglichst Ende August, die erste Etappe erledigt zu haben.

Das Bad liegt an der nördlichen und westlichen Aussenwand. Die nördliche Wand ist relativ dünn, die westliche besteht aus dicken Bollensteinen. Wir haben uns überlegt, dass wir im Bad die Aussenwände zusätzlich isolieren. Die Innenwände im Bad werden mit Steinwolle isoliert und mit OSB und Gipskartonplatten beplankt. Es würde natürlich Sinn machen, die Fenster im Bad vor der Isolierung zu erneuern.

Ich denke Badisolation und Fenster sind die einzigen (problematischen) Änderungen für die Aussenhülle.

(Ich sehe die Problematik, die Ihr erwähnt, sehe die Lösung aber noch nicht ganz..)

Bezüglich Wärmedämmkonzept / Heizsystem hier meine Gedanken:

- Grundsätzlich strebe ich bezüglich Dämmung keine Einsparung bei Heizkosten an. Das sehe ich bei uns als nicht realistisch an. Wenn, dann geht es mir nur um ein angenehmes Raumklima.

- Die Fassade möchte ich aus ästhetischen Gründen nicht aussen isolieren.

- Die 'Isolation' innen muss ich nicht unbedingt ändern, da das Raumklima bis jetzt nicht schlecht ist. Falls es jedoch sinnvoll ist und keine Schäden bringt, so würde ich das machen. Grundsätzlich wurde bis jetzt überall nur Kalkfarbe verwendet, das wird wohl auch weiterhin so bleiben.

- Die Fenster (24) würde ich ersetzen. Zum einen sehen sie nicht mehr schön aus. Zum anderen ist es vor allem im Winter unangenehm in ihrer Nähe zu sitzen: die Kälte von Aussen ist sehr gut spürbar.

- Das Dach (380 m2) muss bald mal erneuert werden: Die Ziegel sind von 1970 und die Marder fühlen sich wohl bei uns. Ein Versicherungsgutachter der bei uns war bezüglich der Marder hat empfohlen, keine Dampfbremse einzuziehen.

- Wenn das Dach erneuert wird, dann möchte ich eine Photovoltaik Anlage aufs Dach machen.

- Die aktuelle Ölheizung (24.5 kW) soll bei ihrem Ableben durch eine Wärmepumpe (Luft oder Sole) ersetzt werden.

- Das aktuelle Heizsystem (Röhren, Radiatoren etc) soll soweit möglich bestehen bleiben.

Was meint Ihr?

Vielen Dank für Eure Gedanken

Tft

 
Hallo tft

Zum Thema Heizung soll sich besser Maningreen äußern, der weiß, wovon er spricht

 
Ohne professionelle Hilfe gehst Du ein grosses Risiko ein. Innendämmungen sind immer genau abzuklären. Wenn im Bad im eine Holzbalkendecke vorhanden sein sollte, funktioniert diese Innendämmung nicht. Auch sonst würde ich diese dampfdichte Konstruktion durch einen Fachmann prüfen lassen. Das vorgeschlagene Dach (ohne Luftdichtigkeitsschicht) entspricht nicht der Norm und auch nicht dem heutigen Stand der Technik. Wenn die Wände nicht wärmegedämmt sind brauchst Du für die Behaglichkeit viel Strahlungswärme von den Heizkörpern. Eine Wärmepumpe ist ein Niedertemperatursystem und läuft in diesem Bereich nicht effizient. Die Kombination WP-PV-Anlage ist für mich deshalb fragwürdig.

0815?

 

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