diverse "Mängel"

guguseli

Mitglied
20. Juni 2010
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Hallo zusammen

Ich bin mir durchaus bewusst, dass bei einem grossen Projekt wie einem EFH nicht alles rund laufen kann und ich weiss auch, dass es Leute gibt, bei welchen deutlich mehr in die Hosen ging als bei uns. Trotzdem mal die Frage, ob das "normal" ist?

- Kellerisolation ging vergessen / wurde nicht gemacht -> Kondenswasser & Schimmel im ersten Winter -> Nachisolation im Sommer

- Fensterleibung zu weit über Fensterrahmen -> Fensterglas kann nach Glasbruch (Überspannung) nicht einfach so ersetzt werden, Teile von Isolation/Verputz müssen entfernt werden

- Vergessen eines Teils der Aussenwand zu verputzen, da Pläne der Umgebungsgestaltung falsch interpretiert (behoben)

- Elektrokabel für Lüftung vergessen einzulegen, nachträglich behoben

Sorge macht mir vor allem der Keller. 3 cm Isolation wurden letzten Sommer nachträglich aufgebracht und verputzt, nun gibts an den eingebeteten Leitungen schon wieder Kondenswasser -> Verputz ist feucht. Auch die Kelleraussentür beschlägt regelmässig mit Kondenswasser.

Der Architekt stellt sich auf den Standpunkt er hätte keine Fehler in der Planung/Bauleitung begangen. Gibt es irgendwelche unabhänigen Stellen, welche Mängel an Neubauten zu einem fairen Preis begutachten? Was ratet ihr mir?

 
hoi guguseli

ja, die frage ist, was den «normal» sei. schwierig.

Zwei Dinge gingen vergessen und wurden behoben.

Das gehört dazu, wenn man ein Haus baut: Es ist ja nicht einfach ab Stange, sondern doch recht individuell. Das heisst, man muss jedes Problem für jedes Haus neu lösen. Dass da mal was unter den Teppig geht, finde ich normal. Zumal die Probleme sich beheben liessen.

Das mit dem Fenster finde ich komisch - ich habe aber keine Erfahrung, wie man Fenster einbaut. Nach meinen Erwartungen möchte ich ein Fenster ja öffnen können - und sei es nur einmal pro Jahr zum Putzen. Allerdings. Fest eingebaute Fenster, welche sich nicht öffnen lassen vergrössern natürlich den Lichtquerschnitt. Zudem ist der Rahmen in der Regel für die Wärmeverluste zuständig. Daher - vielleicht - kann ich mir vorstellen, dass man so was so plant. Aber frag doch den Archi nach dem Grund.

Kellerisolation:

Was heisst: es ging vergessen? Wo ging es vergessen? Und was waren die Anforderungen/Erwartungen an den Keller? Und was wurde davon dem Architekten kommuniziert?

Was ich mir überlege

a) Im Keller gibts übermässig viel Feuchtigkeit. Daher Kondens. Woher kommt das Wasser? War eine Abdichtung geplant? Dass die Feuchtigkeit an den Leitungen (Kaltes Wasser 6-10°C) kondensiert ist wohl klar, wenn es auch an den Hauswänden und Türe kondensiert. Hast Du gar WP-Rücklaufleitungen sind die noch kälter --> es kondensiert erst recht.

Wie sollte die Feuchtigkeit aus dem Keller entweichen?

/emoticons/default_cool.png Temperatur. Dass auch an der Tür Kondensation auftritt ist für mich der Hinweis, dass der Keller gar nie isoliert werden sollte. Sonst müsste nämlich auch eine andere Tür da hin. Wo ist denn Dein Dämmperimeter?

Gleich von «Fehler» zu sprechen, finde ich etwas grob. Offensichtlich ist das gelieferte Werk nicht mit Deinen Erwartungen übereinstimmend. Jetzt müsste man doch zuerst klären 1) was hättest Du erwartet? 2) wie erreicht man das jetzt.

Erst in einem nächsten Schritt kann man dann beurteilen 3) hat ein Planer (Arch/HLK/Bauphysik) das erstens überhaupt gewusst? War das im Vertrag/Plänen drin? 4) falls ja, was hat er davon umgesetzt? und wie? 5) und dann kann man von einem Fehler sprechen - eventuell. Oder dann war's zwar geplant aber 6) der Unternehmer hats nicht gemacht und muss es noch beheben. (Wie beim Verputz)

Anhand von 5) und 6) kann dann überlegt werden, wer wofür gerade stehen muss. Was dann evtl. die Entscheidung beeinflusst, ob und wie man 2) ausführt.

Diese Fragen kannst Du Dir selber stellen und bei Bedarf hier ausbreiten (Dann lernen wir was). Diese Fragen wird Dir ein Gutachter wahrscheinlich auch stellen - aber dafür Geld verlangen.

Grüsse, haba

 
Keller sind meist Keller und kein überheizter Wohnraum. Fenster und Aussentüren gehören nur gegen Zugluft gedämmt.

1.Isolation gehört an die Kellerdecke zum Wohnraum am besten mineralische Dämmplatten, sonstige Wände gehören mineralisch oder mit Kalk gestrichen (dann gibt es nie Schimmel) und nicht mit "Plastikfarbe" Acryl-Dispersionen den die haben Anti-Schimmelmittel drin die nach kürzester Zeit abgebaut sind und dann einen Super Nährboden für Schimmel übrig lassen.

2.Bei richtigen Kellern lüftet man durch das zeitweise offenen Fenster im Winter um Feuchtigkeit dem Keller zu entziehen und im Sommer bei geschlossenen Fenster um die Feuchtigkeit draussen zu lassen.

3.Minimste am besten keine Heizung reicht und nur bei Tätigkeiten (Werkstatt,Hobbyraum) im Keller schnell mit Elektro-Heizofen aufheizen.

4. Ein offenes Rohr ca. 15cm Durchmesser ab 20cm über Kellerboden an der Aussenwand hinauf und durch die Mauer/das Fenster nach Draussen und ein Gitter drauf. Sorgt für eine optimale Keller Ent-Belüftung.

So haben Sie den optimalen Keller der meist als Keller geplant/gebaut wird und keinen einfachen Umbau zum Wohnraum mehr duldet. Den die damit kommenden Probleme mit Innenwand-Isolation, Wasserleitungen etc. sind vorprogrammiert. Irgendwo gibt es dann immer Kondenswasser "Schimmel" oder Salzausblühungen.

 

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