Bodenheizung nachträglich einbauen

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Sirtom

Mitglied
26. Jan. 2009
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Hallo zusammen!

Wir werden ein 35-jähriges Haus kaufen und beabsichtigen, in einem Geschoss (Wohnen, Küche, Esszimmer, Schlafzimmer, Bad, WC, Gästezimmer) die Radiatoren rauszureissen und eine Bodenheizung zu instalieren. Grund dafür: wir haben Haustiere und möchten ganz auf Teppichböden verzichten, resp. der weibliche Teil der Partnerschaft hat immer kalte Füsse! Das Wohnzimmer ist schön gross (36qm), aber nicht sehr hoch (2,44m). Ich möchte natürlich einen möglichst kleinen Aufbau für die Bodenheizung und suche das beste System dafür. Elektrisch kommt nicht in Frage. Die alten Beläge kommen alle raus.

-Hat jemand Erfahrung mit einem "Fertig-System" (Klimaboden)?

-Kann der jetzt vorhandene Unterboden abgefräst werden, um mehr Platz zu erhalten?

-Das Geschoss darunter (Keller) ist nach oben nicht isoliert, lohnt sich eine Isolation?

Merci für die Antworten!

Gruss

Thomas

 
Hallo Sirtom

Ich empfehle Dir nicht am bestehenden Boden ?rumzuwerkeln?, sondern in abzubrechen und einen neuen Unterlagsboden mit Bodenheizung einzubauen.

Die Kosten belaufen sich auf ca. Fr. 200-250.-/m2 Bodenfläche.

Je nach Heizungssystem muss ein zusätzlicher Kreislauf mit weniger warmen Heizungswasser eingebaut werden. Kosten dafür ca. Fr. 6?000.-bis 8?000.-.

Das Anbringen einer Wärmedämmung bei der Kellerdecke in diesem Kontext ein Muss!

Beste Grüsse

 
Hallo Othmar

Besten Dank für deine Antwort. Verstehe ich dich richtig: der Betonboden bleibt, aber der Unterlagsboden (wie viele cm. sind das wohl?) wird abgebrochen (so in etwa habe ich es mir vorgestellt)? Wer führt solche Arbeiten aus?

Das mit dem zusätzlichen Kreislauf ist klar und im Moment wird mit Öl geheizt, was aber auf längere Sicht gesehen nicht unbedingt so bleiben muss.

Merci und Gruss

Thomas

 
Hmmm.... Ich weiss nicht. Wir haben uns diese Sache auch überlegt und sind zum Schluss gekommen, dass das Verlegen einer Bodenheizung in einem alten Haus ein Investitionsschritt ist, der wohl überlegt werden muss. Wir haben's sein gelassen - ausser im Bad. Dort werkelt eine zeitgesteuerte Elektrobodenheizung (nur nachts).

Wenn ich Dich wäre, würde ich mir doch das Verlegen von Elektroheizmatten an für Deine Frau strategisch wichtige Punkte (Machomodus an: Bad, Boden beim Sofa und Boden vor Kochherd und Spühlbecken /emoticons/default_additional/102.gif:102:/emoticons/default_additional/102.gif) überlegen und das gesparte Geld in Isolationsmassnahmen - vor allem zwischen Keller und EG investieren.

Wir leben mit unserer Radiatorenheizung wunderbar - obwohl wir selbige auf eine maximal Vorlauftemperatur von 55 Grad reduziert haben.

 
Hallo Sirtom

Ich bin nicht der Ansicht, dass man bei einer Sanierung auf einen 35-jährigen Untergrund eine Elektronetz aufbauen sollte, zumindest nicht grossflächlig in einem Wohnzimmer. Punktuell sicherlich eine mögliche Anwendung in Badezimmern.

Mit dem Einbau des neuen Bodenaufbaus mit einer Bodenheizung kannst Du zu einem späteren Zeitpunkt das Heizsystem wechseln und hast die Möglichkeit an der Bodenheizung anzuschliessen.

Ich weiss nicht wie versiert Du bist, denn es kommen neben den Baumeisterarbeiten und der Heizungsinstallation noch Elektro-, Maler- und Bodenlegerarbeiten dazu. Der Beizug eines Baufachmanns kann für eine solche Sanierung Sinn machen, damit die Arbeiten optimal geplant und koordiniert und die Kosten transparent und marktgerecht bleiben.

Beste Grüsse

 
Würde eine grossflächige Elektro-Bodenheizung nicht unter Elektro-Direktheizung fallen = in gewissen Kantonen bereits verboten ?

 
Besten Dank für eure Hilfe!

Wie gesagt, elektrisch kommt nicht in Frage, genau wegen der Überlegung, ev. später einmal die Heizung zu wechseln.

Ich möchte die Radiatoren nicht belassen, da wir eh die ganzen Bodenbeläge neu machen müssen und dann geht das mit der Bodenheizung sozusagen "im gliiche".

Bezüglich Isolation der Kellerdecke: welches Material würdet ihr mir empfehlen (möchte es gerne kleben und nicht dübeln...)?

Unter die neue Bodenheizung wird ja bestimmt eine Isolation kommen (oder?), muss ich deswegen bezüglich Deckenisolation etwas beachten (da es ja dann über und unter dem Beton eine Isolationsschicht hat)?

Bezüglich Untelagsboden habe ich in einem anderen Thema gelesen, dass diese recht "brüchig" sein können, heisst das, dass ein Abbrechen problemlos (selber?) möglich ist?

Merci!

 
Genau! Bez. Aquaheat hat ein Heizungsspezialist zu mir gesagt, es sei so im IKEA-Stil... ?

Zum gleichen Thema schaute ich an:

www.comfortfloor.ch

www.waltermeier.ch (Metalplast Compact Plus)

wobei mir das System von WalterMeier am ehesten zusagt, ich aber noch keinen Endverbraucher bezüglich "Tauglichkeit" befragen konnte.

 
Hallo!

In der Zwischenzeit hat sich einiges geklärt und wir haben folgende Lösung gefunden: der Unterlagsboden sollte gemäss Fachmann irgendwo zwischen 4und 7 cm sein und wird entfernt. Die grosse Hilti kann sich auf etwas gefasst machen /emoticons/default_biggrin.png !

Auf den Betonboden werden wir dann einen konventinellen Bodenheizungs-Aufbau machen, d.h. 2cm Isolation/Trittschalldämmung und ca. 5cm Fliessestrich, plus Bodenbelag sollte das Ganze also etwa 9cm geben. Die Raumhöhe verkleinert sich dadurch nur um ca. 2-5 cm, was erträglich ist. Zudem werden wir die Kellerdecke isolieren. Wenn wir Glück haben, ist bei der Türe Richtung Sitzplatz keine Anpassung nötig, da wir ca. 4cm Reserve haben.

Die Treppen werden wir anpassen müssen, was aber kein Problem ist, da diese eh neue Plättli erhalten.

Gerne nehme ich weiterhin Tipps und Tricks entgegen!

Merci nochmals für eure Hilfe!

Werde mich melden, sobald die Hilti warmgelaufen ist (Anfangs April).

Gruss

Thomas

 
Hallo!

In der Zwischenzeit hat sich einiges geklärt und wir haben folgende Lösung gefunden: der Unterlagsboden sollte gemäss Fachmann irgendwo zwischen 4und 7 cm sein und wird entfernt. Die grosse Hilti kann sich auf etwas gefasst machen /emoticons/default_biggrin.png !

Auf den Betonboden werden wir dann einen konventinellen Bodenheizungs-Aufbau machen, d.h. 2cm Isolation/Trittschalldämmung und ca. 5cm Fliessestrich, plus Bodenbelag sollte das Ganze also etwa 9cm geben. Die Raumhöhe verkleinert sich dadurch nur um ca. 2-5 cm, was erträglich ist. Zudem werden wir die Kellerdecke isolieren. Wenn wir Glück haben, ist bei der Türe Richtung Sitzplatz keine Anpassung nötig, da wir ca. 4cm Reserve haben.

Die Treppen werden wir anpassen müssen, was aber kein Problem ist, da diese eh neue Plättli erhalten.

Gerne nehme ich weiterhin Tipps und Tricks entgegen!

Merci nochmals für eure Hilfe!

Werde mich melden, sobald die Hilti warmgelaufen ist (Anfangs April).

Gruss

Thomas
Hallo hallo!Ich kann nur eines sagen: Ich würde den bestehenden Boden drin lassen und mit einer Niederquerschnitt-Bodensanierung darauf aufbauen. Es gibt sehr gute Systeme auf dem Markt, welche sich dafür bestens eignen und nur 2-3 cm Aufbauhöhe haben! Ausserdem spart man dabei jede Menge Ärger, Dreck, Staub und später auch Energie, da diese Systeme mit Vorlauftemperaturen von 25-35°C auskommen! Ich empfehle die Internetseite Comfortfloor mal anzuschauen! Die haben bei mir auch was eingebaut, absolut super! Liebe Grüsse

 
Hallo!

Die Kosten sind unterschiedlich. Es gibt verschiedene Systeme mit verschiedenen Lösungs-Ansätzen. Die Systeme alleine liegen bei ca. Fr. 180.- bis Fr. 250.-/m2. Die Anschlüsse und nötigen Installationen der Heizung sind separat und Objektbezogen unterschiedlich. Es lohnt sich auf jedenfall, diese Systeme (ab 8mm Einbauhöhe mit Wasser!) zu prüfen. Bezüglich Energie-Effizienz sind sie nicht zu schlagen. Und ausserdem sind sie mit bestehenden Anlagen kombinierbar. Das heisst, zum Bsp. im OG (Schlaftrakt) die Radiatoren sein lassen und im EG (Wohntrakt) die Bodenheizung nachträglich einbauen; kein Problem! Liebe Grüsse

 
tönt interessant. ich bestelle mir einmal die Unterlagen. Wenn jemand noch weitere Erfahrungen mit diesen Systemen gemacht hat wäre ich dankbar.

Was ich mich noch frage ist Bodenheizung grunsätzlich gut?

 
Hallo Sirtom

Hoffe beim Umbau ist alles gut gelaufen. Wir haben bei unserem Haus gerade das Selbe gemacht: alter Unterlagsboden raus, 3cm Trittschall, Bodenheizung und 6cm Anhydrit drauf. Mit den Bodenplatten ist der neue Boden exakt wieder so hoch wie der alte war, wir mussten nur minimale Anpassungen an der Türhöhe vornehmen. Das ganze läuft in Kombination mit einer L/W Wärmepumpe und hat die alten Elektrospeicheröfen abgelöst. Im Vergleich zu den Trockenbodenvarianten hat das ganze viel günstiger abgeschnitten, braucht aber Zeit und ein leeres Haus denn der Schmutz war übelst...

 
Grundsätzlich bietet die Fußbodenheizung etliche Vorteile, gegenüber normalen Plattenheizkörpern oder Stahlradiatoren.

Erstmal arbeitet sie mit geringen Vorlauftemperaturen die optimal sind beim Einsatz von erneuerbaren Energien, es kann sich jeder schnell selber ausrechnen, dass ein Solaranlage im Winter eher eine Vorlauftgemperatur von 35 Grad erreicht als 50 oder mehr Grad. Je geringer die Vorlauftemperatur je höher ist der solare Deckungsgrad. Ähnlich sieht es bei Wärmepumpen aus.

Dadurch das die Wärme vom Boden aufsteigt ist die gefühlte Raumtemperatur höher, man kann so die Raumtemperatur um 1 bis 2 Grad reduzieren ohne Komfort Verlust. Außerdem handelt es sich nur um Stahlungswärme, Zugerscheinungen durch Konvektion entfallen.

Heizung Ingenieurbro - Fubodenheizung

Für die Sanierung eignen sich vor allem auch Bodenheizungssysteme mit geringen Aufbauten. Hier gibt es was mit nur 15mm Aufbau, da reicht es meistens schon die Türen ein wenig zu unterschneiden.

Heizung Ingenieurbro - Fubodenheizung fr den Altbau

Ansonsten bietet sich aber auch die möglichkeit eine Wandheizung oder eine Deckenheizung einzusetzen. Da hat man ähnliche Effekte wie bei der Fußbodenheizung muss aber nicht den kompletten Boden rausreißen

 
Werde mich melden, sobald die Hilti warmgelaufen ist (Anfangs April).

Gruss

Thomas
Hallo Sirtom,

Wir stehen vor der gleichen Entscheidung. Ich nehme an, dass ihr mittlerweile stolze Besitzer einer Bodenheizung seid? Zufrieden damit?

Beste Grüsse

Smartie73

 
Hallo zusammen

Du kannst den Unterlagsboden belassen, denn Böden die schon lange da sind sollte man nicht verletzen. Es gibt sie die dünnen, schnell reagierenden Bodenheizungen, schaue bei Comfortfloor.ch. Habe auch so eine. Der Einbau ging fix und die Reaktion ist super.

Es gibt Systeme ohne Isolation mit Aufbauhöhe von 1cm und solche mit Isolation ab 3cm. Der Preis bewegt sich auch zwischen 220 und 250.00

Dafür hat man dann aber keine träge Sache mehr und der Verbrauch auf Jahre ist auch sehr gut.

Ich habe auch sowas bei mir eingebaut und wir sind begeistert.

Gruss Benji

 
Hallo Benji

Das selbe Produkt in 3 Beiträgen angehängt ist meist Werbung.

Hierfür gibts aber die Werbeabteilung und nicht die Beiträge.

klöti

 
Guten Tag,

was mich bei den 2 hier unterschiedlichen Systemen (Heizung in Unterlagsboden/Module über Unterlagsboden) interessieren würde wäre mal ein neutraler Vergleich von Vor- und Nachteilen und auch Preis pro M2 für das Material und die Installation. Wer könnte sowas zusammenstellen?

Dinoi

 

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