Baumangel: schludrig versetzte Eternit-Fassade

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Curler

Mitglied
14. Feb. 2010
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Hallo zusammen

Wir sind bei unserem Neubau auf der Zielgeraden. Heute hat uns aber fast der Schlag getroffen auf der Baustelle als wir die neue Eternit-Fassade begutachtet haben. Morgen soll das Gerüst abgebaut werden, was wir jetzt wohl mal stoppen müssen.

- Sehr viele der Platten haben gebrochene Kanten und sind verkratzt. Die einen Platten weisen viele kleine Kratzer auf, andere Platten sind tief verletzt.

- Das vorgegebene Fugenmuster wurde nicht eingehalten. Bei Differenzen wurde etwas gebastelt.

- Fugen sind ungleichmässig breit und versetzt

- Das Schraubenbild ist sehr ungleichmässig

- Platten sind teilweise gebrochen

Frage an euch:

- ist das "fachmännisch" resp. müssen wir das so tolerieren?

- was seht ihr für Sanierungsmassnahmen? Ist ein Ersatz der Platten verhältnismässig oder müssen wir uns allenfalls mit einem Minderwert abfinden?

- Habt ihr Erfahrungen mit Streichen von Eternit-Fassaden?

Anmerkung:

es handelt sich um ein "Architektenhaus". Die Fenster, Türen etc. richten sich alle nach einem fixen Raster. Umso mehr ärgert die schludrige Arbeit mit den falschen Fugen (vgl. versetzte Fuge bei Fenster oder Versatz bei Hausecke...)

Danke für eure Inputs!

Curler

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
[COLOR= blue]Frage an euch:[/COLOR]

- ist das "fachmännisch" resp. müssen wir das so tolerieren?

Hallo Curler

Ja da verstehe ich die Frage nicht wirklich.. Wenn Du dafür auch nur einen Rappen bezahlst, dann bist Du eigentlich selber schuld!

Da ich Deine Planung nicht kenne, also auch nicht weiss, was Dein Architekt/Bauleiter hier ausgeschrieben/geplant und verlangt hat, möchte ich da nicht zu hart vorpreschen.. aber das Können des Ausführenden würde ich als sehr bescheiden bezeichnen wollen.. nett ausgedrückt. Aber das spiegelt natürlich nur meine persönliche Auffassung wieder.

 
oh je , das würde ich nie und nimmer akzeptieren. NIE !!

Das ist ja schade ums Material. Was meint den der Unternehmer zu dieser Leistung?

Gruss Oskj

 
Hallo Curler

tja, "guten Morgen" kann man da ja nicht wünschen .... eieiei ... so ein schludrige Arbeit hab ich wirklich noch nie gesehen ... absolut inakzeptabel !

hier würde ich kein Minderpreis und auch keine Gratisarbeit akzeptieren .. du würdest es dein Leben lang bereuen und dich Tag für Tag von neuem ärgern .. hier gibts nur eins; runter damit !

es nähme mich schon noch Wunder wer dies "verbrochen" hat ... jedenfalls jemand der nicht oft Eternit-Fassaden macht ... nebst dem, dass das ganze wirklich sehr unansehlich ist hätte ich auch noch weitere Bedenken; wurden die Kanten imprägniert ? wurden die darunterliegenden Fugenbänder und L-Bleche korrekt verarbeitet, sodass keine Folgeschäden entstehen ?

Wo war denn die Bauleitung ? so eine Fassade wird eigentlich nicht an einem Tag montiert, sodass dies eigentlich der Bauleitung auffallen müsste ... auch der Architekt kann mit dieser Leistung nicht zufrieden sein ... Stichwort; Referenzen !

Also Gerüst unbedingt stehen lassen, das Ganze sofort schriftlich beanstanden/abmahnen

wird dich leider mindestens 2 - 4 Wochen zurückwerfen, bis das behoben ist

für denjengen der die Kosten dafür tragen muss wirds richtig teuer !

Bin gespannt wie's weiter geht

Gruss und viel Kraft

Flat E.

 
Hallo Curler

Das sieht in der Tat übel aus...dem Architekten sollte diese Ausführung eigentlich ganz und gar nicht passen. Wie du schreibst, es handelt sich doch um "sein" Architektenhaus /emoticons/default_confused.png

Wie dem auch sei, die Leute sollen sich doch einmal ganz in deiner Baunähe das "rote Ethernit-Haus" eingangs Flaach begutachten, dann verstehen sie eventuell, wie diese Arbeit hätte gemacht werden sollen. Oder sind sie bereits dabei, dir zu erklären, dass dies noch gerade so in der Norm liege - 2 cm mehr oder weniger sind auf dem Bau "eigentlich" normal...also alles im grünen Bereich.

Ich wünsche gute Nerven !!!

Gruss, Mäge

 
Hallo mäge... Dein Schlusssatz ist direkt aus dem (Bau-)Leben gegriffen.../emoticons/default_biggrin.png

Curler hat sich ja bislang leider noch nicht mit Neuigkeiten gemeldet.. wäre natürlich schon interessant zu erfahren, was man als Erklärung parat hatte?

Anbei einmal ein Vergleichsbild, spez. die Situation zum Bild 7 von Curler.. so wie es super gelöst wurde!

Die Fugen passen exakt und noch wichtiger, das "Unterleben" ist ebenso perfekt gelöst worden.

P1000606.jpg

P1000646.jpg

 
Hallo zusammen

erst mal danke für die aufbauenden Worte...

Dank der gestrigen Intervention steht das Gerüst noch und damit können jegliche zukünftigen Sanierungsmassnahmen in Ruhe umgesetzt werden. Anfang nächster Woche findet ein Termin statt mit Fassadenbauer und einem Vertreter der Eternit. Ich habe gestern Abend unsere Forderungen bei der Bauleitung platziert. Sie will aber erst eine Rückmeldung des Fassadenbauers haben, bevor über Sanierungsmassnahmen diskutiert wird. Wie gesagt, das wird Anfang nächster Woche so weit sein. Bis dann versuchen wir wieder mal ruhig zu schlafen und uns nicht zu fest zu nerven.

Das mit der Bautoleranz war natürlich bereits Thema... Dabei ging es aber weniger um die Toleranz des Plattenlegens sondern um die Toleranz des Rohbaus. So wurde als Erklärung für den netten Verschnitt neben dem Fenster eine Verschiebung des Fensters angeführt (natürlich noch alles innerhalb der Bautoleranz...). Aber selbstverständlich will die Bauleitung weder den Unternehmer schonen noch das Resultat schönreden. Man müsse aber schon sehen, dass...

Nun gut, die Bauleitung hat sich dann auch einiges von mir anhören müssen von wegen Auftraggeber und Bestellung und so. Sie hat ihre Instruktionen für das kommende Gespräch in Klartext bekommen.

@ mpaxx: ja, die schöne Eternit-Fassade eingangs Flaach sehen wir jedes mal, wenn wir von der Baustelle nach Hause fahren. Beim näheren Betrachten mussten wir gestern aber feststellen, dass es wohl gestrichene Holzplatten sein dürften. Sieht aber trotzdem hammermässig aus!

@ pfälzer: besten Dank für die Dokumentation des "Soll-Zustandes". So haben wir uns das eigentlich auch vorgestellt :-)

Sind das durchgefärbte Platten oder bemalte Kanten?

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden! Heute konnten wir uns wenigstens am Einbau der Küche und den gestrichenen farbigen Wänden im Haus freuen :-)

Curler

 
... Dabei ging es aber ... um die Toleranz des Rohbaus. So wurde als Erklärung für den netten Verschnitt neben dem Fenster eine Verschiebung des Fensters angeführt
Hallo Curler

das ist eine ziemlich Fa(ssa)denscheinige Ausrede ... für so eine Fassade werden die Masse niemals aus einem Plan für die definitive Bestellung übernommen, sondern erst am Objekt, nach Anbringung der Unterkonstruktion gemessen und dann so bestellt .. um genau solche "Toleranzen/Abweichungen" aufzufangen

auch wenn das noch so wäre ... die versetzen Fugen, die Kratzer und Abplatzungen etc ... hättne ja nix mit Masstoleranzen zu tun

Gruss

Flat E.

 
Hallo zusammen

sorry, wir sind grad im Endspurt und da musste die Rückmeldung etwas warten...

Der aktuelle Stand ist unverändert. Die hässliche Fassade hängt nach wie vor an unserem Haus und auch das Gerüst steht noch still vor sich hin. Der Gärtner kann so natürlich auch nicht anfangen und auch die Baureinigung wird zweimal antraben müssen: Nächste Woche fürs Innenleben und dann irgendwann noch für die Aussenseite. Wir finden uns langsam damit ab, dass wir in eine Baustelle einziehen werden, auch wenn sie nur noch ausserhalb sein wird.

Wir hatten vor neun Tagen einen Ortstermin mit Architekt, Bauleitung, Bauherrenberater, Vertreter von Eternit und natürlich dem Fassadenbauer. Nun, wir haben gelernt, dass die wolkige Struktur der Platten durchaus gewollt ist und sich "Lasur" nennt. Leider wurde uns dies bei der Farbauswahl nicht mitgeteilt und auch das Musterplättchen lässt beim besten Willen keine Struktur erkennen. So kann auch nicht wirklich von einem "Wollen" von unserer Seite gesprochen werden. Wir sind rein zufällig zu der Wolkenstruktur gekommen, indem wir zufällig den Farbton 311 auswählten. Hätten wir eine der beiden Nachbarplatten ausgewählt (310 oder 312) hätten wir jetzt eine vollflächige Farbe an der Fassade. Nun ja, der Vertreter der Eternit meinte, dass wir noch viel Freude am Farbspiel haben würden. Bis jetzt haben wir die Freude daran noch nicht so recht gefunden, aber das kann ja noch werden.

Bei der Qualität der Verarbeitung der Platten herrschte dann immerhin Einigkeit, wenngleich es über die sprachliche Formulierung geringe Differenzen gab. Während wir von "Pfusch" sprachen, meinten andere Teilnehmer, "dass das Resultat besser sein könnte, wenn die notwendige Sorgfalt angewandt worden wäre".

Immerhin wussten wir jetzt wie all die Schäden entstanden sind:

- Die Versätze an der Fassade über die Hausecke entstanden, indem der Fassadenbauer zwei Plattenreihen bei der Montage vertauschte. Die beiden Reihen kommen also wieder runter und werden neu montiert. Die ausgeschnittenen Platten müssen halt ersetzt werden.

- Der Versatz der Vertikalfuge beim Eingang ist eigentlich unerklärbar. Die entsprechenden Platten werden ersetzt und neu gerichtet.

- Die Kantenschäden und Kratzer entstanden durch das "mühsame" Schleppen der Tafeln auf das Gerüst und mehrmaligem Abstellen und Anlehnen bis sie am richtigen Ort waren. Hier sind 6 Platten mit den gröbsten Schäden zu ersetzen. Alle Kantenschäden sind mit einer Eternit-Farbe zu kolorieren.

- Das unsaubere Fugenbild entstand durch unsauberes Arbeiten. Die Platten müssen nachgerichtet werden.

- Die fehlenden Schrauben waren nicht auf der Baustelle, so dass die Platten mit den zur Verfügung stehenden Schrauben zu befestigen waren.

Aus technischer Sicht ist die Fassade weitestgehend in Ordnung, das heisst, dass das Innenleben der Fassade fachgerecht ausgeführt wurde und sie dauerhaft hängen wird. Es ist mit keinen Schäden zu rechnen.

Kurz gesagt, sieht die Fassade zwar sch... aus, aber sie ist technisch in Ordnung. Und ästhetische Mängel rechtfertigen normalerweise eben keinen Vollersatz. Im Streitfall siehst du als Bauherr relativ schlecht aus mit einer Forderung nach Totalersatz. So mussten wir uns auf das Spiel einlassen und versuchen mit dem Unternehmer einen gangbaren Weg zu suchen, wo auch er mitspielt.

Leider sind jetzt schon wieder neun Tage vergangen und wir haben bis heute noch keine Terminprognose erhalten, wann jetzt die Korrekturen an der Fassade erfolgen. Wir rechnen, dass das sicher noch zwei Wochen dauert, da die Platten bei der Eternit wahrscheinlich in aufwändiger Heimarbeit von Hand koloriert werden. Und ob dann der Fassadenbauer nach der Lieferung sofort auf die Baustelle kommt, bezweiflen wir auch.

Wenigstens stimmt der Rest und Übermorgen sollte die letzte Steckdose gesetzt sein. Wir freuen uns gegenwärtig an diesen Dingen und nähern uns dem Haus nur mit geschlossenen Augen ;-)

Ihr hört wieder, wenn weitergeht...

Curler

 
Hallo Curler,

also wenn Du Dich dem Haus mit geschlossenen Augen nähern musst würde ich das nicht aktzeptieren.Da hast Du doch keine Freude am Haus.

Ich habe mich selbst über die Eternit Platten informiert und wurde gut aufgeklärt über die Farben und verschiedenen Platten. Wenn ich das aber höre, werde ich meine Garagen lieber verputzen. Da müsste doch das Interesse von Eternit gross sein neue Fassadenplatten sehr günstig zur Verfügung zu stellen und der Handwerker seinen Pfusch wieder in Ordnung zu bringen.

Auf das kolorieren bin ich ja gespannt!

Ich würde es darauf ankommen lassen.

Gruss Oskj

 
Hallo Oskj

nein, wir finden Eternit nach wie vor eine gute Sache. Das Problem bei uns ist etwas vielschichtiger als es vielleicht den Anschein macht.

1. Die Wolkengeschichte ist ein Kommunikationsproblem zwischen Architekt und uns. Der Architekt war sich selber nicht bewusst, dass dieser Farbton nicht flächig zu haben ist. Rückblickend können wir das selbstverständlich alles aus der Eternit-Homepage ableiten.

2. Wir haben den Fehlentscheid gefällt, aus finanziellen Überlegungen auf durchgefärbte Platten zu verzichten. Bei einem nächsten Versuch würden wir durchgefärbte Platten wählen, auch wenn die noch etwas teurer sind.

3. Der Mangel ist nicht das Problem der Eternit, die gelieferten Produkte sind einwandfrei. Das Problem liegt ausschliesslich bei der Verarbeitung durch den Fassadenbauer.

4. Eine verputzte Fassade war für uns keine Option, da sie mittelfristig viel mehr Unterhalt bedingen. So entstand die Überlegung, beim Neubau etwas mehr Geld in die Fassade zu investieren, und damit beim Unterhalt zu sparen. (Die Garage ist auch verputzt...)

5. Mit den beschriebenen Massnahmen haben wir unser "Ärger-Potenzial" so weit reduziert, dass wir zukünftig wieder mit offenen Augen zum Haus gehen können ;-)

Lass dich nicht abbringen von Eternit. Würden wir sofort wieder wählen.

Gruss

Curler

 
Hallo curler

vielen Dank für dein ausführliches Feedback ... immerhin einige Schritte weiter

die "Wolken" hast du ursprünglich in deinem Bericht nicht erwähnt, oder ? in der Tat eine Kommunikationslücke ... ich persönlich bin der gleichen Meinung wie der Mann von Eternit .. finde diesen "Natura-Eternit-Look" schöner und lebhafter

jedenfalls sind wir auf deinen nächsten Bericht gespannt ... viel Glück

Gruss

Flat E.

 

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