Wir sind ein verheiratetes Paar (38 & 28) und planen ein Naturstamm-Blockhaus zu bauen. Momentan schauen wir uns diverse Bauland-Angebote an.
Wir hätten nun was gefunden das perfekt für uns wäre aber es stellen sich Fragen über Fragen und wir hoffen sehr, dass ihr uns ein wenig weiterhelfen könnt.
Es handelt sich um:
- unerschlossene Parzelle mit ca. 4000 m2, davon 1500m2 Waldanteil
- Parzellenaufbau: teilbar
- Ausnützungsziffer: 0.4
Die Fragen:
-Wenn man sowas kauft, muss man die ganze Parzelle erschliessen oder können das allenfalls auch nur 1000m2 sein?
-Ist es richtig, dass eine Voll-Erschliessung ca. CHF. 100/m2 kostet?
-Darf man das Holz des Waldes zum Bau des Hauses verwenden, sprich abholzen?
Über entsprechende Antworten würden wir uns sehr freuen, danke!
Noch mehr Fragen? /emoticons/default_wink.png Uns brummt jetzt schon der Kopf...
- Wollt ihr die gesamte Parzelle (4000m2) kaufen?
Ja, wird nur als Ganzes angeboten, ist aber dafür billig aber halt unerschlossen, deshalb die Frage mit dem Erschliessen.
- Wenn ja, was wollt ihr damit anstellen?
Drauf wohnen wollen wir /emoticons/default_smile.png Wir sind Gross-Stadt und Nachbarn geschädigt und wollen darum ein Grundstück kaufen, welches sicherstellt, unsere Ruhe zu haben. Erschliessen müssen wir also aber hoffentlich nur den Teil worauf wir wohnen wollen....
- die 1500m2 Wald sind als Wald deklariert? - also kein Bauland
Ihr müsst auf der Gemeindeschreiberei den Flurplan einsehen und in Erfahrung bringen,
a) was es für Planungsauflagen gibt;
/emoticons/default_cool.png ob noch ein Flurbereinigungsverfahren oder eine Umparzellierung läuft oder vorgesehen ist ;
c) wo die zu erstellenden Leitungen angeschlossen werden können, und ob noch Anteilkosten für ein gemeinsam benutzes Leitungsstück an denjenigen zu entrichten sind, der diese Leitung auf seine Kosten hat verlegen lassen;
d) wo die Erschliessungsstrasse durchgeführt werden darf oder soll, falls es diese noch nicht gibt;
e) ob es bestehende Wegrechte oder andere Servitute gibt.
Wald ist als Wald, nicht als Bauland, zu bewerten, der Abstand vom Gebäude zum Waldrand (steht in der Zonenordnung oder im kantonalen Baugesetz) je nachdem, ob er in der Ausnutzungsziffer eingerechnet wird oder nicht.
Wenn Ihr eure Ruhe wollt, ist eine passende Altliegenschaft in guter Lage besser. Auch Nachbarbaustellen machen Lärm!
Solche Dinge hatten wir beinahe befürchtet aber auf jeden Fall vielen Dank für eure Antworten! Das Projekt ist so gut wie gestorben...
Das scheint ja ein richtiges Problem zu sein Bauland zu finden und wenn man dann mal was findet das passen würde, scheint überall so eine dämliche Architektur-Verpflichtung drauf zu sein (Swisshaus = Mafia ?). Der Landbesitzer einer schön ruhigen Parzelle mit Seesicht, wollte uns das Land noch nicht mal verkaufen, nachdem wir ihm das Doppelte der Provision geboten haben, die er von der Mafia, äh... von Swisshaus bekommt...
Naja, weiter gehts, 6 weitere Angebote ohne Verpflichtung haben wir noch auf der Liste und hoffen, dass es eine von diesen sein wird.
Das Tolerieren des Blockhauses sollte im Übrigen kein Problem sein. Wir haben schon mit vielen Gemeinden darüber gesprochen und da wir ja eher abgelegen/ländlich wohnen wollen, passt sowas hier schon ziemlich gut in die Landschaft. Viele Häuser werden da eh nicht sein wo wir schlussendlich wohnen wollen. /emoticons/default_wink.png
Es gibt sehr viel Land, wo keine Architekturverpflichtung drauf ist. Fragt doch in den Gemeinden nach, die für Euch in Frage käme. Die haben meistens eine Liste mit Bauland, die nirgends ausgeschrieben sind. Wir haben so auch unser Land gefunden.
Übrigens haben wir auch über 1 Jahr gesucht. Manchmal braucht es halt Geduld.
Es gibt sehr viel Land, wo keine Architekturverpflichtung drauf ist. Fragt doch in den Gemeinden nach, die für Euch in Frage käme. Die haben meistens eine Liste mit Bauland, die nirgends ausgeschrieben sind. Wir haben so auch unser Land gefunden.
Übrigens haben wir auch über 1 Jahr gesucht. Manchmal braucht es halt Geduld.
Gruss
Ritchie
Nur das Projekt mit dem Riesengrundstück ist gestorben, da es wahrscheinlich mehr Aufwand benötigt, als wir zeitlich einbringen können aber entmutigt sind wir bis jetzt noch nicht /emoticons/default_wink.png
Danke für den Tip mit der Liste von den Gemeinden, den haben wir schon in einem anderen Post von dir gelesen und das gibt uns Hoffnung das zu finden was wir wirklich wollen. Sind das normalerweise unerschlossene Grundstücke oder habt ihr was erschlossenes gefunden?
Das mit den Verpflichtungen können wir wirklich nicht verstehen. Da entgeht den Gemeinden einiges an Steuergeld, weil Interessenten wie wir davon abgehalten werden dahin zu ziehen, nur weil Firmen wie Swisshaus Leute dazu "zwingen" Häuser von ihnen zu kaufen (oder eben nicht) und dann irgendwo anders was kaufen. Zudem werden mit den Provisionen an die Land-Besitzer und Vermittler die Preise künstlich hochschraubt. Mal schauen ob der Kassensturz über diesen Missstand berichten will.... /emoticons/default_additional/45.gif
Unerschlossene Grundstücke wären mir auch zu unsicher, da müsste man vorher die Erschliessungskosten offerieren lassen.
Das ist halt das Problem mit den Verpflichtungen. Architekten oder GU's kaufen Land und hoffen so auf einen Auftrag. Habe aber auch gemerkt, dass Grundstücke von verschiedenen GU's angeboten werden. Die haben einfach die Option das Grundstück zu kaufen, sofern sie selber einen Käufer finden. Unter Umständen kann man das Grundstück auch über den Eigentümer kaufen. Eventuell in der Gemeinde fragen, wem dieses Grundstück gehört und dann selber nachhaken.
Das mit den Architekten und GU Verpflichtungen ist unschön aber die Gemeinden könne das nicht verbieten. Jeder Eigentümer ist frei sein Land zu seinen Bedingungen anzubieten oder zu verkaufen. GU schliessen nun einen Vertrag ab und verkaufen das Land für den Eigentümer der zum Landpreis noch eine Provision bekommt. Da wird gegen kein Gesetz verstossen.
Gegen das Gesetz verstossen tut es nicht aber wenn nebst dem GU dann auch noch eine GmbH (in unserem Fall nichts anderes als ein Swisshaus-Verkäufer, getarnt als Immobilienhändler) dazwischen sitzt, werden die Preise unnötig in die Höhe getrieben.