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75-99m² : 13,33%

100-124² : 13,33%

125-149²: 13,33%
Teilnehmer: 15. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    donnera ist offline Mitglied
    Registriert seit
    20.05.2008
    Ort
    Wettingen
    Beiträge
    13

    Standard Dachbeschichtung

    Hallo zusammen.

    Wir haben ein Haus Jg. 1974 mit 120 m2 Eternitschiferdach (asbesthaltig)
    Das Dach haben wir von innen her wärmetechnsch saniert, aussen ist der urspüngliche Zustand. Das Unterdach ist in tiptopen Zustand.

    Wir wollen das Dach nur aus ESTETISCHEN Gründen sanieren.

    Kennt jemand die Technik der Dachbeschichtung (Reinacrylat)? Vorteile, Nachteile, Kosten?

  2. #2
    Avatar von Pfälzer
    Pfälzer ist offline Super-Moderator
    Registriert seit
    11.10.2007
    Ort
    DE+CH
    Beiträge
    6.172

    Standard

    Hallo donnera,

    das würde ich persönlich sein lassen, oder frage erst bei der zuständigen Gemeinde bzw. der Umweltstelle des Kantons an. Bei uns wäre dies verboten.

    Um eine Beschichtung auszuführen, müsste man mit Sicherheit die alten Platten auf dem Dach reinigen. Ohne gäbe es ja für die Beschichtung keine ausreichende Haftung.

    Mit der Reinigung setzt man jedoch die besagten Asbestfasern erst richtig frei, wobei dies aber noch vom derzeitigen Zustand der Platten leicht abhängig ist/wäre.
    Zudem wird dann das ablaufend Reinigungswasser über die Dachrinne in...? abgeführt oder man muss die Fallrohre dafür trennen und diese für die Reinigung über einen Filter laufen lassen.

    Zudem, wenn man danach doch die Platten entsorgen wollte/müsste, dann hast Du eine schöne Mischung aus asbesthaltigem Material zuzüglich einer Beschichtung darüber.
    Da stellt sich einem doch die Frage, wie wird dies dann, zu welchen Kosten, entsorgt?
    Gruß vom Pfälzer
    architektur+baumanagement

    4xb@bluewin.ch

    H-F-Kompetenzzentrum Bau-Dienstleistungen

  3. #3
    emil17 ist offline Mitglied
    Registriert seit
    30.08.2007
    Ort
    Ayent
    Beiträge
    1.400

    Standard

    Auch in der Schweiz bestehen selbstverständlich stenge Vorschriften im Umgang mit asbesthaltigen Materialien.
    Alles wesentliche findest du hier
    Alle Sanierungen, wo Asbest betroffen ist, sind gurndsätzlich meldepflichtig.

    Ich würde das Dach lassen, wie es ist, oder dann weg mit dem Zeug.
    Lasst Euch doch von einem Dachdecker eine Offerte machen, was eine Neueindeckung mit umweltgerechtem Material, das Euch gefällt, kosten würde.
    Wenn es nur um die Dachhaut geht und keine Zimmerer- oder Spenglerarbeiten erforderlich sind, wird es vermutlich gar nicht viel teurer. Gerüste und so weiter braucht man ja sowieso.

  4. #4
    Avatar von jesalmbo
    jesalmbo ist offline Mitglied
    Registriert seit
    02.04.2008
    Ort
    AG
    Beiträge
    87

    Standard

    Emil,
    In der Schweiz sind nicht grundsätzlich alle Sanierungen mit Asbest meldepflichtig, lediglich mit der einen Kategorie. Hier ein Auszug der Informationen aus deiner Quelle:
    "(..)Für die Sanierung der gefährlichsten asbesthaltigen Bauprodukte
    - jenen mit schwach gebundenem Asbest - gibt es seit
    1991 Vorschriften. Sie sind im Wesentlichen in der EKASRichtlinie
    6503 der Eidgenössischen Koordinationskommission
    für Arbeitssicherheit niedergeschrieben.5 So wird
    darin auf die Meldepflicht gegenüber der Schweizerischen
    Unfallversicherungsanstalt Suva vor der Aufnahme von
    Sanierungsarbeiten hingewiesen. (..)
    Anders die Ausgangslage für Arbeiten mit fest gebundenem
    Asbest:
    Hierfür gibt es keine Meldepflicht und auch nicht eine
    Vorschrift, wonach im Umgang mit Asbest ausgebildete
    Fachkräfte anwesend sein müssten. Es gibt aber Empfehlungen
    zu einer korrekten Vorgehensweise.(..)"

    Unser asbesthaltiges Dach (fest gebundene Form) haben wir selber abgedeckt (inkl. seitlichen Platten). Der Arbeitsaufwand war halt grösser, als bei einem nicht asbesthaltigen Material: Man musste nämlich alle Teil heruntertragen, anstatt sie herunter zu werfen um BEschädigungen und somit die Freisetzung zu vermeiden. Entsorgung ging dann per Mulde in die Inertstoffdeponie (lasst euch ja nicht Sondermüll aufschwatzen, falls ihr das vom Handwerker erledigen lässt!!)
    Ich persönlich bin mehr als froh, dass wir mit dieser Altlast gleich zu Beginn aufgeräumt haben. Wir haben dann noch zusätzlich isoliert und unser neuer Deckbelag sind Ziegel.
    Geändert von jesalmbo (07.08.2009 um 08:01 Uhr) Grund: caps entfernt
    Das ist unsere Aussicht vom Sitzplatz aus - am Dorfrand, mit Blick ins Grüne... *träum*

  5. #5
    emil17 ist offline Mitglied
    Registriert seit
    30.08.2007
    Ort
    Ayent
    Beiträge
    1.400

    Standard

    Danke für die Klarstellung.

 

 

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