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  1. #1
    gert1957 ist offline Mitglied
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    Frage Undichte Garagendecke

    Hallo zusammen,


    wir renovieren gerade das Haus meiner Mutter (Baujahr 1955) und haben da noch so einiges vor uns.
    Die größten Sorgen (abgesehen von einer schlechten Isolierung) macht uns die undichte Garagendecke.

    Auf der (sehr größen) Garage ist eine zweite Haushälfte gebaut. Vor deren Eingang ist noch ca. 3m weit eine Fläche bis zum Gehweg.
    Diese ist betoniert und ruht auf den Trägern (siehe Bilder). In der Mitte ist noch ein mit Zement "zugeschmierter" Schachtdeckel.
    Im Laufe der Zeit bekam der Beton natürlich Risse und es "regnet" in die Garage darunter. Auch die Träger leiden mittlerweile darunter und rosten.

    Wir haben zwar schon einige Tipps eingeholt, doch einige gute Ideen schaden nie.

    Wie würdet ihr diese (begehbare) Decke abdichten?

    Möglichkeiten:
    - Schweißbahnen, Kies, Platten
    - gibt es da Epoxy-Varianten (UV-Licht)?
    - nur mit etwas bestreichen?

    Vielen Dank!

    Grüße,
    Gert
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Undichte Garagendecke-traeger-unten.jpg   Undichte Garagendecke-vor-eingang.jpg  

  2. #2
    Avatar von Pfälzer
    Pfälzer ist offline Super-Moderator
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    Hallo Gert,

    sieht die Decke in der gesamten Garage so aus, oder nur in dem Teil, wo der alte Schachtdeckel war?

    Der Hauseingang ist Deiner? Willst Du ihn ebenfalls erneuern, ändern?

    Ist das Niveau der Decke/Terrasse höher als der Gehweg?

    Gruß vom Pfälzer

  3. #3
    gert1957 ist offline Mitglied
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    Hallo Pfälzer,


    Danke für deine Antwort und sorry wegen der Verzögerung.

    Zitat Zitat von Pfälzer Beitrag anzeigen
    sieht die Decke in der gesamten Garage so aus, oder nur in dem Teil, wo der alte Schachtdeckel war?
    Der stark verrostete Träger rechts ist neben dem Schachtdeckel und ist afaik der einzige so stark mitgenommene.

    Zitat Zitat von Pfälzer Beitrag anzeigen
    Der Hauseingang ist Deiner? Willst Du ihn ebenfalls erneuern, ändern?
    Das Haus gehört uns und ich denke der Mieter hätte nichts gegen einen renovierten Eingang. Allerdings wollen wir natürlich die Kosten gering halten.

    Zitat Zitat von Pfälzer Beitrag anzeigen
    Ist das Niveau der Decke/Terrasse höher als der Gehweg?
    Ja, aber nur minimal... ca. 5cm?

    Mir fällt noch ein, dass angeblich eine Drainage an der Garagenmauer gelegt wurde, als der Gehweg erneuert wurde.


    Grüße,
    Gert

  4. #4
    Avatar von Pfälzer
    Pfälzer ist offline Super-Moderator
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    Hallo Gert,

    die Rostschäden am Träger der Rippen- bzw. Kastendecke solltest Du mal sanieren lassen. Vorrangig ist aber die Wasserzufuhr von oben zu stoppen. Dass durch die ausgefüllte Fläche, bzw. deren Randzonen, des alten Schachtdeckels Wasser eindringt ist nicht verwunderlich. Sofern dieser "Füllbeton" statisch in Ordnung ist, dann kann er so belassen werden.

    Der Beton als Oberfläche ist natürlich nicht dicht. An den sichbaren Rissen dringt ebenfalls Wasser ein.
    Auch die Treppe, daher meine Frage, ist an der Aufstandsfläche sowie an den einzelnen Fugen der Stufen nicht wasserdicht. Im nicht einsehbaren Hohlraum darunter kann sich Feuchtigkeit daher ebenfalls anreichern.

    Eine Sanierung ist mit Sicherheit erforderlich, wobei sich die Frage stellt, wie diese später aussehen bzw. die Fläche genuzt werden soll.

    Im Idealfall solltest Du die alte Treppe abreißen und die gesamte Fläche der Garagendecke abdichten. Eine neue Treppe könnte als freitragende Treppe in Stahl, Stahl mit Massivstufen oder als freitragende Betontreppe ausgebildet werden. Die jeweilige Tragkonstruktion kann dabei in die Abdichtung eingebunden werden.
    Am Gehweg sollte die Abdichtung unterhalb des Erdreiches, zumindest die Deckenstärke überbrücken. Wie Du auf dem Kellerbild siehst, gibt es hier schon Kalkauswaschungen oberhalb der Kellerwand und Auflage der Decke (Fuge). Die bedeutet, dass hier auch von außen Feuchtigkeit eindringt. Evtl. auch durch die Drainage dort unterstützt? Das müsste halt geprüft werden!

    Die einfachste Abdichtung wäre wohl das aufbringen einer Schweißbahn und darauf eine Lage von Gußasphalt (ähnlich wie beim Brückenbau). Schön ist dies im Wohnbereich allerdings nicht, bzw. es ist Geschmacksache.

    Wohnlicher wäre wohl der Aufbau mit Kies und Pflastersteinen bzw. Betonplattenbelag oder auch mit einem Holzdeck. Als Abdichtung bieten sich hier die Bitumenbahnen an, wobei Du über der Garage die erste Lage als Dampfsperre ausführen solltest, die zweite Lage kann eine einfache Schweißbahn sein. Oder Du machst das ganze aus einer EPDM-Kautschukbahn. Aber wie schon erwähnt, möglichst über die Decke, runter auf die Außenmauer gezogen. Darüber für den weiteren Aufbau ein Schutzvlies bzw. Schutzmatten, damit die Abdichtung nicht beschädigt wird.

    Wenn darauf ein Kiesaufbau kommt, kann man diesen in Teilbereichen auch als Terrasse nutzen (Biergartenvariante) und nur den Zugangsbereich mit festen Pflastersteinen oder Terrassenplatten belegen. Oder eben die gesamte Fläche, wobei aber bei allen Varianten der spätere Wasserablauf (Regenwasser) geklärt sein muss!

    Gruß vom Pfälzer

  5. #5
    gert1957 ist offline Mitglied
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    Hallo Pfälzer,

    Danke für deine Tipps!

    Am Gehweg sollte die Abdichtung unterhalb des Erdreiches, zumindest die Deckenstärke überbrücken. Wie Du auf dem Kellerbild siehst, gibt es hier schon Kalkauswaschungen oberhalb der Kellerwand und Auflage der Decke (Fuge).
    Die Kellerwand wurde angeblich auch abgedichtet, als die Drainage gelegt wurde. Ich denke die Kalkauswaschungen könnten noch aus der Zeit stammen, als das ganze noch undichter war als jetzt.

    Wäre es eine Alternative, statt die Treppe zu erneuern, sie großflächig zu überdachen?
    Eventuell den ganzen Vorhof, falls das bautechnisch erlaubt ist. So wäre man jedenfalls auf der sicheren, teuren Seite.

    Eine Firma hat uns angeboten, die Fläche mit einer Art Kunststoff zu überziehen (~3000?), ich denke mal eben eine Epoxy-Variante. Wäre das eine Alternative zu Schweißbahn und Co?

    Danke vielmals!

    Gert

  6. #6
    Avatar von Pfälzer
    Pfälzer ist offline Super-Moderator
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    Hallo Gert,

    eine Überdachung wäre zwar technisch eine Alternative, jedoch ist dies mit der zuständigen Baubehörde vorab zu klären. Diese würde dann ggf. als Terrasse angesehen werden, wonach sie, wie Balkone, zur Wohnfläche zählt und mit einem Bauantrag versehen werden müsste. Zudem sind dann auch Grenzabstände zu beachten! Wovon man evtl. aber aus Bestandsgründen wieder befreit werden könnnte! Daher zuerst nachfragen.

    Zudem ist eine entsprechende Überdachung keinesfalls billiger. Wenn Du eine spätere Wanddämmung planst, sollte die Überdachung auf "eigenen" Füßen stehen und keine Verbindung (Wärembrückengefahr) zur Hauswand haben. Sind in der Wand noch Fenster für Wohnräume, so ist die dortige Belichtung zu beachten, ansonsten wären dies Räume per Gesetz keine Wohnräume mehr! Könnten daher auch nicht vermietet werden.
    Wenn, käme also nur Glas oder Kunststoff-Glasplatten als Dacheindeckung in Frage.
    Aber auch die Frontseiten wäre damit noch immer nicht Regendicht! Hier könnte immer noch Wasser (Schnee/Flugschnee) auf die alte Betonfläche kommen!

    Ein "einfaches überziehen" mit einer Kunststoff-Flüssigkeit ist riskant bis unbrauchbar.
    Hier hängt es davon ab, ob es sich um eine Versiegelung (Farbstärke) oder um eine "Beschichtung" handelt. Gleich ob mit EP- oder PU-Harz, sie benötigen eine entsprechenden Vorarbeit sowie den geeigneten Unterbau. Dies ist aber kein alter, gerissener Beton!
    Auch die unfachmännische Verschließung des Schachtdeckels müsste vorab geändert werden. Die Beschichtung benötigt einen definitiv trocknen und festen Untergrund. Ansonsten löst sie sich relativ schnell, ggf. nach vorheriger Blasenbildung, wieder ab. Die Betonfläche müsste vorab komplett mit einem Kugelstrahlgerät abgestrahlt werden und anschließend die ggf. losten Betonstellen, Risse u.s.w. mit einer Harztränkung und/oder Verpressung verfestigt und geschlossen werden. Danach erfolgt eine Grundierung, Kratzspachtelung und Anschließend eine Beschichtung. Je nach Ausführung, Rauheit des Quarzkornes noch mit einer zusätzlichen Kopfversiegelung.
    Trotzdem haben diese "harten" Beschichtungsoberflächen noch ein Restrisiko hinsichtlich UV-Bestrahlung und thermischen Veränderungen der Betondecke.
    Zudem solltest Du Dir mal Flächen ansehen, welche im Außenbereich schon 6-10 Jahre aufgebracht wurden. Die "Verkaufsbilder" zeigen leider nur immer die neuverlegten Flächen! Solche Beschichtungsflächen findest Du auch oft in Städten, auf Fußgängerbrücken oder Gehwegflächen, erhöht, neben den Brücken. Schaue sie Dir genau an und dann siehst Du, wie diese selbst beim teuersten Material und Verlegeunternehmen nach Jahren der Benutzung und Bewitterung ausschauen/..können.

    Wenn Du eine richtige Beschichtung wählen würdest (nicht nur ein überstreichen/Versiegelung) dann kommen hier auch schnell die dazu passenden Kosten zusammen. Auch die Übergänge und Anschlüsse zu aufgehenden Bauteilen (Wand/Treppe/Deckenende..) müssen speziell bearbeitet werden (per Hand!) und kommen in der Regel als Extraposition nochmals hinzu.

    Ich persönlich halte davon, gerade auch für den Wohnbereich, nicht sehr viel. Wenn Du dies bei uns von Fachunternehmen, mit den passenden Geräten für die zuvor beschriebenen Arbeitsschritte ausführen lässt, sind Kosten per m? in Höhe von 160 - 180 ? keine Seltenheit. Und dies nur mit einer maximalen Garantie von 4 Jahren (gem. VOB).

    Mit der Mischung "Abdichtung und Belag", sei es nun Kies oder Platten oder gemischt, ergäbe sich auch optisch für den Mieter ein schöneres, wohnlicheres Bild.

    Alternativ könntest Du natürlich auch einen Fliesenbelag aufbringen! Hier würde auf die untere Abdichtung (Schweißbahn z.B.) ein Mörtel-Estrichaufbau erfolgen und darauf der passende Fliesenbelag. Damit dies auf Dauer funktioniert, gibt es für diesen Aufbau spezielle Systemkomponenten. Dabei wäre auch die alten Treppenstufen (wenn sie fest sitzen) mit neuen Fliesen zu überziehen! So dass Du einen optisch gleichen Belag für die Fläche und die alte Treppe bekommen würdest.
    (Wobei Du dies auch später noch machen könntest, wenn vorab auf die Abdichtung nur Kies oder lose Betonplatten kämen)

    Gruß vom Pfälzer

  7. #7
    gert1957 ist offline Mitglied
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    Hallo Pfälzer,


    Danke für die Antwort!

    Ich denke wir werden zuerst einmal ausloten, ob wir eine Genehmigung für eine möglist weiträumige Überdachung bekommen. Wenn ja, dann können wir die Treppe so lassen.
    Den Boden müssen wir wegen den Rändern ja trotzdem abdichten. Hier klingen EPDM-Bahnen mit Kies+Platten ganz gut. Nur mit den Unebenheiten und dem Abschluss am Gehnweg muss man sich noch was überlegen.

    Dieses Jahr wird das wohl nichts mehr, zumal wir zuerst noch die andere Garage zwecks Nutzung innen abdichten müssen.


    Grüße,
    Gert

 

 
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