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  1. #1
    Avatar von bedaundursina
    bedaundursina ist offline Mitglied
    Registriert seit
    25.02.2009
    Ort
    Noch Zürich, bald Weesen (SG)
    Beiträge
    12

    Frage Warmwasser-Solaranlage als einzige Energiequelle

    Grüezi mitenand

    Wir möchten ein grösseres Minergie-P Einfamilienhaus bauen (6.5 Zimmer, ca. 200m2 Wohnfläche) und versuchen uns in den verschiedenen Haustechnik-Anlagen zu orientieren. Dabei ist bei uns eine grosse Frage aufgetaucht:

    Kann man ein solches Gebäude "nur" mittels Warmwasser-Solarpanels heizen - d.h. reicht die Wärme für Bodenheizung und Warmwasser aus? Wir stellen fest, dass viele Konzepte zusätzlich noch eine Wärmepumpe vorsehen. Ist das nötig - und falls ja, weshalb?

    Herzlichen Dank für allfällige Antworten und Tipps.

  2. #2
    ibo
    ibo ist offline Ausgetreten
    Registriert seit
    22.03.2007
    Ort
    0000
    Beiträge
    467

    Standard

    Hallo

    Dir können hier einige Tipps geben aber um es kürzer machen zu können, erzähle uns erst mal mehr über dein Baukonzept und vorallem wie weit bist du?

    Man kann die Sonnenenergie Sinnvoll nützen dabei braucht man keine WP aber aber 100% Thermischenützung wird etwas Kompliziert und für unsere Breitengrad halte ich es sehr ergeiziges Ziel.

    lass uns mehr wissen!

    LG Ibo

  3. #3
    Avatar von buddy
    buddy ist offline Mitglied
    Registriert seit
    15.11.2008
    Ort
    Graubünden
    Beiträge
    322

    Lächeln speicher

    hallo bedaundursina (mit langsamen durchlesen entdeckt man zwei namen )

    nun, da ich nicht soviel ahnung habe, brauche ich auch keine details von eurem bauvorhaben

    darum lediglich allgemein:

    problematisch mit der alleinigen "kollektorenheizung" ist ja, dass du immer sommer den bedarf mit einer entsprechenden kollektorenfläche problemlos decken kannst, aber im januar ertragstechnisch (und evtl. auch wörtlich) im schatten stehst.

    will heissen, im sommer arbeitet die anlage effizient oder hat einen hohen wirkungsgrad... wie auch immer, da viel "sonne" auf die kollektoren prallt, allerdings brauchst du da in der regel nur brauchwasser und nix für die heizung, ergo du hast einen überschuss (beheiztes schwimmbad ahoi). im winter halt weniger "sonne", dafür brauchst du gerade dann die heizung, dann eher Angebotsmangel...

    ich meine zu glauben (lasse mich aber gerne von anderen belehren ), dass du das problem mit nem entsprechenden speicher in den griff bekommst. die firma jenni wurde wegen diesem thema hier im forum oft genannt und muss anscheinend auf dem gebiet pionierarbeit geleistet haben (und noch leisten?). Ich erlaube mir deswegen mal den link zu platzieren (schau mal unter saisonspeicher nach!).

    --> Jenni Energietechnik AG -

    detailliertere auskünfte werden hier sicherlich noch von den "baufreaks" folgen

    sonnige grüsse

    buddy

  4. #4
    Avatar von bedaundursina
    bedaundursina ist offline Mitglied
    Registriert seit
    25.02.2009
    Ort
    Noch Zürich, bald Weesen (SG)
    Beiträge
    12

    Pfeil Haustechnik: We'd like to keep it simple!

    Lieber Ibo, lieber Buddy

    Danke für eure Antworten. Was zusätzliche Informationen betrifft, so können wir gerne mehr liefern. Allerdings sind wir noch recht am Anfang des Projektes. Wir haben soweit erst einen Vorkaufsvertrag mit Anzahlung für das Land unterschrieben. Lage: Weesen am Walensee (SG), Südausrichtung, auch im Winter nie im Schatten. Die Handänderung sollte noch diesen Monat (März 09) stattfinden. Trotzdem haben wir uns natürlich schon intensiv mit Finanzierung und Bau auseinandergesetzt. Bei den Hausbaufirmen gehört die Firma "Smarthouse" zu unseren Favoriten ( smarthouse architekturkonzept | Home ) - wir wurden bisher sehr gut beraten und die Konzepte der (jungen) Firma gefallen uns sehr. Allerdings hat Smarthouse bisher erst ein einziges Minergie-P-Gebäude gebaut (welches wir auch bereits schon besuchen konnten). Von den verschiedenen Hausmodellen möchten wir ein DADO (Grösse: large) bauen. Die Pläne lassen sich unter smarthouse architekturkonzept | DADO | Large | Erdgeschoss anschauen. Wir haben die Pläne allerdings bereits etwas für unsere Bedürfnisse anpassen lassen. Smarthouse plant standardmässig eine Luft/Wasser Wärmepumpe als Heizquelle ein. Wir würden lieber die Sonne nutzen - bzw. so viel als möglich zu Hilfe nehmen. Und da fragten wir uns eben, ob man nicht gleich NUR mit Warmwasserkollektoren auskommt. Natürlich bräuchte man dazu einen wirklich grossen Speicher (wir haben von Leuten gehört, die einen 2000Liter-Boiler eingebaut haben).

    Irgendwie haben wir etwas Mühe damit, zusätzlich noch eine Wärmepumpe mit den ganzen Installationen einplanen zu müssen. Dann hat man irgenwann den ganzen Keller voller Maschinen - und die brauchen ja auch immer noch mehr Strom. Wir würden es gerne simpel und übersichtlich behalten. Nur - kalt Duschen wollen wir trotzdem nicht unbeding (zumindest nicht im Januar )

    Das von dir - Buddy - eingebrachte Argument, dass man im Sommer dann zuviel Wärme hat, verstehen wir. Pool haben wir keinen, dafür den sehr nahen Walensee . An der Immobilienmesse in St. Gallen haben wir jedoch das "Backsystem" der Firma Oertli kennengelernt ( Walter Meier - Solar ). Der Kreislauf hat da eine sogenannte "Backbox" angehängt, in der das Glykol (Wärmeaustauschmedium) zurückgezogen wird, wenn der Warmwasserspeicher genug warm ist - so wird (offensichtlich) eine Überhitzung verhindert. Scheint cleveres System zu sein.

    Für weitere sachdienliche Inputs sind wir enorm dankbar!

  5. #5
    Avatar von bedaundursina
    bedaundursina ist offline Mitglied
    Registriert seit
    25.02.2009
    Ort
    Noch Zürich, bald Weesen (SG)
    Beiträge
    12

    Standard

    Buddy! Der "Jenni Energietechnik"-Link sieht sehr spannend aus! Ich werde die Informationen studieren, sobald ich etwas mehr Zeit habe.

    Vielen herzlichen Dank!

  6. #6
    Avatar von rollwett
    rollwett ist offline Donator
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    Beiträge
    246

    Standard

    hallo bedaundursina

    - ein überhintzungsschutz muss in jedem solarsystem vorhanden sein. genau wie ein kälteschutz für den winter. du kannst ja nicht den speicher auf ein paar hundert grad erwärmen...

    - zur nur-solar-heizung:
    ich finde das einen sehr interessanten ansatz. Jenni hat bereits vor mehr als 10 oder 15 jahren bewiesen, dass das für ein einfamilienhaus funktioniert. unterdessen hat er auch ein mehrfamilienhaus so gebaut. jenni bietet, nebst den speichern, auch planungen für solar-vorhaben an.

    der springende punkt da ist einfach der speicher. er muss riesig sein! wegen der schichtung des warmwassers muss er aufrecht stehen. das heisst, du brauchst platz dafür über 2 bis 3 stockwerke hoch. wenn du dein haus nun gross genug planen kannst, kannst du diesen speicherraum z.b. an der nordseite vom keller bis unters dach über die ganze haushöhe unterbringen.

    ein standardhaus hat aber keinen solchen platz dafür vorgesehen... du brauchst also nebst einem grossen haus, einen individuellen plan für den grundriss.

    das ganze ist natürlich auch recht teuer. du musst nämlich die ganzen 'heizkosten' am anfang auf den tisch legen. dafür kostet es dann später im betrieb nichts mehr.

    informiert euch gut und schreibt eure erfahrungen hier im forum rein. ich möchte auch gerne mehr über das thema wissen. auch wenn es für uns nicht in frage kommt.

    viel glück
    rollwett
    Profilbild ist freundlicherweise von Wellingtonia zur Verfügung gestellt. Danke!

  7. #7
    Avatar von verygood
    verygood ist offline Mitglied
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    946

    Standard

    @bedaundursina
    Zum Thema Minergie-P-Haus mit hohem solaren Deckungsgrad folgendes:
    grundsätzlich ist es möglich, ein solches Haus mit einem hohen solaren Deckungsgrad zu betreiben. Die Frage ist, ob es sinnvoll ist. Vorallem aus Kostengründen. Jenni baut bei den meisten Häusern mit hohem solaren Deckungsgrad meistens einen wassergeführten Holzofen ein. Gerade in diesem strengen Winter, bei relativ wenig Sonneneinstrahlung kommst du um diese Massnahme nicht herum.
    Zu den Speichergrössen: Unter 10'000 Litern läuft da gar nichts. Die Kollektorfläche beträgt mindestens 35 m2. Kostenmässig liegen wir da bei ca. 60'000.-.
    Bei Eurem Hausprojekt welches ich kurz angeschaut habe, müsstet Ihr schauen, wo der Solarspeicher untergebracht werden kann. Die Höhe eines 10'000 Liter Speicher ist ca. 4.6 Meter, also über 2 Stockwerke.
    Wenn weitere Fragen zu Minergie-P auftauchen, melde dich einfach. Auch per PN. Stehe gerne zur Verfügung.
    Herzliche Grüsse
    Rolf

 

 
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