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  1. #1
    Smarty ist offline Mitglied
    Registriert seit
    30.05.2008
    Ort
    9533 Kirchberg
    Beiträge
    3

    Standard Architekt - Honorare : So geht das wohl nicht!

    Hallo zusammen

    Ihr könnt mir mit eurem Rat vielleicht helfen, zumal mich das Problem habe, dass mein Architekt für ein Projekt (zu) weit voraus plant und entsprechende Honorare (50%)stellt, obschon das Bauland noch nicht einmal erworben ist und die Erschliessung der Bauzone noch nicht genehmigt ist.

    Ausgangslage: Ich hatte mit dem Architekten einen Vertrag (Arch. + Bauleitung) abgeschlossen mit dem Vorbehalt, dass dieser seine Gültigkeit verliert, sollte das Bauland nicht in nützlicher Frist erworben werden können. Vom Bauern haben wir die mündliche Zusage, dass wir das Bauland bekommen, wenn das Bauland erschlossen ist. Doch die Erschliessung wurde in der geplanten Form von der Gemeinde zuletzt abgelehnt. So kann es jetzt noch Monate dauern.

    Wir haben das Vorprojekt gemacht und auch die Projektphase weitgehend schon abgeschlossen. Dafür habe ich den Architekten auch entschädigt. Eigentlich würde jetzt das Baubewilligungsverfahren folgen, doch müssen wir erst auf die Bewilligung der Erschliessung und den Landkauf warten. Doch der Architekt plant einfach weiter, lanciert die Ausschreibungen, macht gar die Ausführungspläne und stellt bereits 50% der Honorare, wie wenn wir morgen schon bauen könnten. Doch machen Ausschreibungen vor der Bewilligung doch keinen Sinn, weil es noch zu Änderungen kommen könnte und die zugesagten Preise zeitlich limitiert sind. Noch weniger sind derzeit Ausführungspläne sinnvoll.

    Ich werde dem Architekten vorerst keine weiteren Zahlungen tätigen, bevor wir nicht wissen, ob wir auf der besagten Parzelle überhaupt bauen können. Ist das korrekt so? Ich will ihn darauf aufmerksam machen, dass seine Honorare bezahlt werden, wenn die Überbauung realisiert werden kann. Ich kann das Fell doch nicht verteilen, bevor der Bär erlegt ist. Wie würdet ihr vorgehen?

    Besten Dank für rasche Antworten!

    Smarty

  2. #2
    CH 682 ist offline Mitglied
    Registriert seit
    03.06.2010
    Ort
    Bern
    Beiträge
    126

    Standard

    Nur Mut!
    Du musst doch kein schlechtes Gewissen haben, wenn ihr ja einen entsprechenden
    Vertrag abgeschlossen habt.

    Aber auch ich wäre unter keinen Umständen bereit, zu bezahlen, für Leistungen die
    gar nicht vereinbart sind!

    Der Planer will sicher bewusst 'Druck' auf Euch machen; damit ihr nicht auf einmal
    einen Rückzug macht...

    Eure Vorsicht ist sicher angebracht, zumal es mit der Erschliessung noch nicht
    geklappt hat.

    Grz

  3. #3
    duke64 ist offline Mitglied
    Registriert seit
    12.01.2010
    Ort
    AG
    Beiträge
    31

    Standard

    Zitat Zitat von Smarty Beitrag anzeigen
    einen Vertrag (Arch. + Bauleitung) abgeschlossen mit dem Vorbehalt, dass dieser seine Gültigkeit verliert, sollte das Bauland nicht in nützlicher Frist erworben werden können.
    Wir haben das Vorprojekt gemacht und auch die Projektphase weitgehend schon abgeschlossen. Dafür habe ich den Architekten auch entschädigt. Eigentlich würde jetzt das Baubewilligungsverfahren folgen, doch müssen wir erst auf die Bewilligung der Erschliessung und den Landkauf warten.
    Nebst dem, dass euer Architekt von Projektleitung und auch betriebswirtschaftlichem Denken scheinbar nicht wirklich eine Ahnung hat, frag ich mich natürlich schon, warum nach Abschluss des Vorprojektes einfach weitergearbeitet wurde.
    Normalerweise gibt es an diesem Punkt einen Stop und beide Parteien müssen die weitere Vorgehensweise mit den nächsten Meilensteinen festlegen.
    Und genau da muss der Bauherr sagen, wie weit dass der Auftragnehmer gehen darf, und demzufolge welche Leistungen noch in Rechnung gestellt werden dürfen.

    Ihr habt zwar einen Vertrag, aber so wie Du das beschrieben hast, steht da nicht wirklich drin, dass erst weitergarbeitet wird wenn der Landkauf unter Dach und Fach ist.
    Da ist Ärger oder sind mindestens Meinungsverschiedenheiten vorprogrammiert.

    Ich an deiner (eurer) Stelle würde aber trotzdem vorab mit einem freundlichen aber bestimmten Telefonat auf die Situation hinweisen, den Passus aus eurem Vertrag kopieren und mit der Rechnung zu eurer Entlastung zurückschicken.

    Gruss

  4. #4
    Avatar von Bauexperte
    Bauexperte ist offline Donator
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    Zürich
    Beiträge
    229

    Standard

    Vorsicht vor zuviel bezahlen...! Im Rahmen vom Vorprojekt dürften 9% als Honorar von der geschätzten Bausumme vereinbart sein. Dazu gehört es, dass ein Vorentscheid über die Realisierung vom Bauprojekt einzuholen ist. Unterlässt der Architekt das, und plant einfach weiter, so macht er das auf sein eigenes Risiko. Überhaupt soweit gehen, ohne dass das Bauland nicht wenigstens mit einem notariellen Vertrag gesichert ist, und dazu kommt, dass das Bauland noch gar nicht erschlossen ist...! Da sage ich einfach HALT nicht weitermachen, bis zuerst die Sache mit dem Bauland vollumfänglich geregelt ist. Macht dem Architekten dazu einen anständigen aber eingeschriebenen Brief.

    Beste Grüsse
    Bauexperte

  5. #5
    Avatar von Serge-CH
    Serge-CH ist offline Donator
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    16.02.2008
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    Beiträge
    1.196

    Standard

    Hm, also wenn das mit diesem Arch jetzt schon so anfängt wäre ich sehr vorsichtig... Diese Phase ist m.E. noch die "Angenehmste" und "Einfachste" am ganzen Bauprozess. Stell dir vor, wenn's denn mal beim Bauen selbst zu Reibereien kommt. Wie ist denn / war denn dein Gefühl bei diesem Arch? Er will euch als zahlender Kunde einfach nicht verlieren und hofft auf eure Gutgläubigkeit oder Naivität.
    Mein Hausbau-Blog
    Tagebuch im Haus-Forum
    25. September 2009 > Wir wohnen...

    "Wer den Kopf hängen lässt, sieht weniger."

  6. #6
    Smarty ist offline Mitglied
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    9533 Kirchberg
    Beiträge
    3

    Standard

    Hallo zusammen

    Ich möchte euch herzlich danken für eure Beiträge. Ich hatte ein gutes Gefühl beim Architekten. Er hat schon tolle Projekte gebaut. Auch hat er uns ein sehr schönes Projekt erarbeitet und ist er auf unsere Wünsche eingegangen. Und ich möchte mit ihm eigentlich auch weiter zusammen arbeiten. Doch ist dies natürlich auch davon abhängig, wie er sich jetzt verhält.

    Was ich aber herausgehört habe ist, dass er finanzielle Verpflichtungen hat und wir jetzt wahrscheinlich sein einziger Kunde sind. Daher vermute ich auch, dass er das Projekt deshalb so stark forciert hat, um jetzt Einkünft zu generieren. Ich habe inzwischen auch erfahren, dass er sich bei einer Überbauung vor etwa 10 Jahren fast 'überlupft' habe. Dennoch hat er deswegen wohl nicht die Berechtigung und kein Anlass, so forsch voran zu schreiten.

    Aber was mich interessieren würde: Hätte ich Ihn schon früher bremsen müssen? Könnte er sich auf mein Stillschweigen berufen, ich hätte ihn ja einfach machen lassen? Ich fühle mich etwas überrumpelt. Jedenfalls hat er von Anfang an gewusst, dass das Projekt davon abhängig ist, ob wir das Bauland bekommen oder nicht. Und wie gesagt, ist die geplante Erschliessung zuletzt abgelehnt worden.

    Dank für eure Antworten!

    Smarty

 

 

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