Liebe Solarstromproduzenten
Welche Anschlussvariante habt Ihr bei Eurem Stromlieferanten gewählt? Was waren Eure Ueberlegungen.
Vielen Dank
Sonnige Grüsse
Helena
Liebe Solarstromproduzenten
Welche Anschlussvariante habt Ihr bei Eurem Stromlieferanten gewählt? Was waren Eure Ueberlegungen.
Vielen Dank
Sonnige Grüsse
Helena
Salut Helena
Was meinst Du mit Anschlussvariante? Geht es dabei um vertragliche Grundsätze oder eher um eine technische Frage?
Gruss
Salut Foser
Ja - ich denke da an die vertraglichen Aspekte mit dem Elektrizitätswerk, welches unseren Solarstrom abnimmt.
Wir haben die Möglichkeit zwischen Variante P-A1 (Abnahme Ueberschussmenge)
und
UP-B (Abnahme Produktionsmenge)
Was ist aus empfehlenswert und warum?
Sollte ich diese Frage in einem anderen Forumsteil stellen?
Vielen Dank für Eure Ueberlegungen
Gruss
Dieses Angebot UP-B, beinhaltet das den Verkauf der elektrischen Energie UND des ökologischen Mehrwerts? Falls ja, ist die Frage, ob der Preis einigermassen fair ist, denn dann solltest Du dieses Angebot wählen. Damit hast Du den Solarstrom verkauft und wirst den herkömmlichen, wahrscheinlich kernenergielastigen Strommix verwenden.
Wenn Du die PV-Anlage also gebaut hast, damit Du den "qualitativ hochwertigen" Strom verwenden kannst, musst Du die Variante "Überschussmenge" wählen.
Ich arbeite bei einem EW. Unsere etwa 25 Anlagebetreiber hatten wohl ursprünglich idelle Hintergründe und wollten ihren eigenen Strom für sich produzieren. Aber keiner hat sich schliesslich dafür bekannt und verkauft uns den produzierten Strom, welchen wir in ein Naturstromprodukt einfliessen lassen.
Du solltest Deine Anlage grundsätzlich bei der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) anmelden. Ob Du dereinst mit einer Vergütung rechnen kannst, möchte ich Dir an dieser Stelle nicht bestätigen. Aber die Aussicht besteht. Schliesslich wirst Du immer noch wählen können, ob Du das KEV-Angebot annehmen willst, sollte es dann mal soweit sein.
Wenn ich Dich richtig interpretiere, dann haben alle Eure 25 Anlagebetreiber sich für die Variante "Überschussmenge" entschieden.
Unser EW hat uns keinen Preis genannt, zu dem sie den von uns produzierten Strom abnehmen wird.Klar ist, dass wir einspeisen dürfen und für KEV angemelded sind
Uns interessiert auch, wie das funktioniert mit der Netznutzungskosten von GRID. Bei uns macht diese Netznutzung einen grossen Teil der Stromrechnung aus.
Wir werden voraussichtlich 50% mehr Strom produzieren, als wir selber verbrauchen (dies mal eine grobe Schätzung). Wir haben bei unserem Um- und Ausbau sehr genau auf Stromverbrauch der Elektronistallationen, zusätzliche optimale Dämmung etc. geschaut und versuchten soviel wie möglich zu optimieren.
Ich danke Dir für alle Inputs und Gedankenanstössen.
Einen sonnigen Namittag wünscht Dir
Helena
Hoi Helena
Nein, alle Produzenten verkaufen (bzw. verkauften, da inzwischen KEV) uns die Produktionsmenge.
Grundsätzlich ist jedes EW als Netzbetreiber verpflichtet, Produzenten einspeisen zu lassen. Gesetzlich geregelt ist auch, dass der Netzbetreiber ungefähr den Energiepreis erstatten muss, den er selbst verrechnet (ist exakter definiert, führt hier aber zu weit).
Als Produzentin hast Du keine Netznutzungskosten zu tragen (weder an Dein lokales EVU noch an die swissgrid). Aber für die bezogene Energie wirst Du diese bezahlen müssen. In unserem Versorgungsgebiet montieren wir Dir zwei Messungen - eine für die Produktion und eine für den Bezug. So gewährleisten wir eine korrekte Abrechnung.
Abschliessend möchte ich Dir raten, Dein EW zu einer Preisbekanntgabe zu bewegen. Unter Umständen gibt es andere Abnehmer für den ökologischen Mehrwert. Da kommt es jedoch v.a. auf die Grösse Eurer Anlage an.
Schöne Grüsse