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  1. #1
    Tomuster ist offline Mitglied
    Registriert seit
    21.06.2010
    Ort
    Uster
    Beiträge
    5

    Standard Entscheidung Wärmepumpe: Erdsonden oder Luft-Wasser Uster/ Zürcher Oberland

    Hallo,

    ich stehe vor der Entscheidung welche Wärmepumpe ich mir anschaffe. Ich würde gerne mit Gleichgesinnten darüber diskutieren und vielleicht einige Anlagen ansehen.
    Ist sonst noch wer Interessiert?

    Grüsse

    Tomuster

  2. #2
    Walter ist offline Mitglied
    Registriert seit
    13.12.2008
    Ort
    Ostschweiz
    Beiträge
    588

    Standard

    Hallo
    Mit der Suchfunktion findest Du Beiträge zu diesem Thema.

    Ich habe mich auch mit dieser Frage beschäftigt. Nach langem forschen, diskutieren, rechnen und Preise vergleichen bin ich zu folgendem Entschluss gekommen:
    - Erdsonde-WP, Luxus für das gute Gewissen. Die Kosten der Bohrung und die Risiken machen diese Variante uninteressant. Kommt dazu, dass nich überall gebohrt werden kann/darf.
    - Luft-Wasser-WP, ja nach Modell und Tiefe der Bohrung bei der Erdsonde Fr. 10'000.- günstiger. Dafür kann ich lange heizen. Ab 800 m.ü.M. kritisch. Die modulierenden WP sind noch zu teuer und zu anfällig.
    - Thermische Solaranlage, macht mit einer WP wenig Sinn da nicht amortisierbar.

    Schluss endlich habe ich mich für ein Brennwert-Gaswandheizgerät mit Solar entschieden. Aus meiner Sicht die günstigste und effizientiste Variante für unseren Standort. Sollte dann in 10, 15 oder 20 Jahren das Gas unbezahlbar sein, kann ich immernoch eine WP installieren. Nur wird sie dann günstiger und besser sein, als die heutigen Modelle. Das Nachrüsten der WP wir auch keine enorme kosten verursachen, jedenfalls nicht mehr, als bei den Hausbesitzern, die jetzt schon eine WP haben. Oder kennt jemand 2 Hersteller, die die gleiche Aussparung für den Luftein- und Luftauslass haben?

    Gruss Walter

  3. #3
    Fred ist offline Mitglied
    Registriert seit
    25.03.2009
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    308

    Standard

    Die ganze Wärmepumpengeschichte wird davon abhängen, ob wir ja oder nein sagen zu neuen Kernkraftwerken.
    Der Stromverbrauch nimmt rasant zu. Die Produktion nicht.
    Wohin der Strompreis geht weiss niemand. Ausser dass er nach oben gehen wird. So wie alle Energiepreise.
    Die Wärmepumpe hat noch Potential in der Effizienz, die meisten Luft-Wasser-Systeme laufen mehr schlecht als recht.
    Beim Gas ist die Technik ausgereizt, besser geht nicht ausser mit Kraft-Wärme-Koppelung, die aus technischen Gründen nicht recht vorwärtskommt.

    Ich finde Walters Lösung eine gute, sofern Erdgas zur Verfüngung steht. Pellets hätten eine gute Chance, die Politik verdirbts aber.

    Gruss, Fred

  4. #4
    duke64 ist offline Mitglied
    Registriert seit
    12.01.2010
    Ort
    AG
    Beiträge
    31

    Standard

    Zitat Zitat von Fred Beitrag anzeigen
    Die ganze Wärmepumpengeschichte wird davon abhängen, ob wir ja oder nein sagen zu neuen Kernkraftwerken.
    Der Stromverbrauch nimmt rasant zu. Die Produktion nicht.
    Wohin der Strompreis geht weiss niemand. Ausser dass er nach oben gehen wird. So wie alle Energiepreise.
    Die Wärmepumpe hat noch Potential in der Effizienz, die meisten Luft-Wasser-Systeme laufen mehr schlecht als recht.
    Generell wird die Energie in nächster Zukunft teurer werden, ob Öl, Gas, Strom oder auch Pellets.
    Die Energieproduzenten und Lieferanten wissen genau was Energie, in welcher Form auch immer, wert ist.
    Die Effizienz der WP wird sich in den nächsten Jahren klar verbessern. Die Öl und Gassysteme sind, wie richtig erwähnt, am weitesten in der Entwicklung.
    Die Wärmepumpen haben noch ein grosses Verbesserungspotential, und bei der Solarenergie steckt man noch in den Kinderschuhen.
    So schön es auch tönt, Energie aus Solaranlagen wird mit den heute verfügbaren Mitteln nicht einmal mit der Hälfte der Effizienz einer heute als Standard geltenden Ölheizung produziert. Die Forschung hat hier noch einen weiten Weg.

    Wir haben uns auch für eine normale Luft-Wasser WP entschieden.
    Wie oben erwähnt., kann man für die Bohrkosten doch recht lange die WP betreiben.
    Und ich behaupte hier mal: zu den heutigen Energiepreisen und bei einer Lebensdauer von 15-20 Jahren eines Heizsystems sind die Bohrkosten nicht zu amortisieren.
    Und was in 20 Jahren ist, wissen wir heute (zum Glück?) nicht.

    Gruss

  5. #5
    Walter ist offline Mitglied
    Registriert seit
    13.12.2008
    Ort
    Ostschweiz
    Beiträge
    588

    Standard

    Ich bin noch nicht ganz sicher, ob wir Minergie nur mit der Gasheizung bekommen. Es gibt EFH die 100% Heizung und 100% Warmwasser nur mit Erdgas bereitstellen. Wenn die Solaranlage kein "Muss" ist, werden wir die später montieren.
    Bei uns ist die Gasleitung in der Grundstücksecke. Leitung bis und mit Zähler inkl. Anschlussgebühren sind Fr. 2'200.-. Den Graben müssen wir noch selber zahlen. Somit kommt die ganze Wärmeerzeugung inkl. Allem auf ca. Fr. 6'000.-. Alles Andere was sonst noch im Technikraum rumsteht, brauche ich bei WP und Pellets ja auch.

    Gruss Walter

  6. #6
    Tomuster ist offline Mitglied
    Registriert seit
    21.06.2010
    Ort
    Uster
    Beiträge
    5

    Standard

    Hallo Kollegen,

    alles schön und gut, aber ich steige von einer Elektronachspeicher-Heizung um. Das heisst: Kein Schornstein, kein Gas, keine Möglichkeit für Pellets.

    Also ist bei mir nur die Frage: Erdsonde oder Luft-Wasser Wärmepumpe

  7. #7
    Avatar von Sonnenblume
    Sonnenblume ist offline Mitglied
    Registriert seit
    09.07.2008
    Ort
    Nordwestschweiz
    Beiträge
    275

    Standard

    Wie Andere schon bemerkt haben. Erdsonde ist mit einigen Risiken und v.A. mit Investitionen deren Amortisation zweifelhaft ist verbunden.

    Wir haben uns für eine LW-Wärmepumpe entschieden und diese Entscheidung nie bereut. Sie läft nicht "mehr schlecht als recht" sondern hervorragend. Auch bei -18°C Aussentemperatur haben wir es drinnen schön warm. Im Gegenteil, wir mussten die Raumtemperatur auf 17°C absenken weil es sonst zu warm wird (grosse Südfenster) und der Heizungstechniker meinte wir hätten die Heizung wie für ein Minergiehaus eingestellt, dabei haben wir konventionell gebaut.
    Selbst nach 9 Stunden Heizpause (Tagsüber zwischen 7 und 16Uhr) fällt die Raumtemperatur nicht unter 20°C.

 

 
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