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  1. #1
    Mister Magoo ist offline Mitglied
    Registriert seit
    20.08.2008
    Ort
    Unterkulm
    Beiträge
    9

    Standard Schimmel hinter Wärmepumpe

    Hallo zusammen

    In der Ecke hinter dem Luftaustritt der Wärmepumpe hat sich jetzt im Winter Schimmel gebildet, da die Wand immer Kondenswasser zieht. Die Erklärung des GU ist plausibel: "Durch die kalte Luft aus der WP kühlt die Wand stark ab, daher das Kondenswasser." Die Lösung des GU ist dann weniger plausibel: "Stell doch einen Luftentfeuchter auf, das machen andere, welche mit uns gebaut haben auch!"

    Der Raum ist 25 m2 gross und unbeheizt. Drinnen haben wir WM/TU, 2 Schränke mit Putzzeugs, Wasserverteilung und EL-Kasten und ein Doppelfenster. An den anderen Wänden hats keinen Schimmel. Das Raumklima ist etwa 55% Luftfeuchte bei 15°C im Winter. Aussen ist nichts isoliert.

    Mit dem kleinen Entfeuchter krieg ich das Kondenswasser nicht weg, sobald die Aussentemp, wie gerade jetzt, bei -5 und tiefer liegt. Dann bildet sich auch ein feuchter Flecken im Bereich über dem Luftaustritt. In der Ecke sind dann die Wassertropfen zu sehen.

    Was ist hier die Lösung? Reicht es den Luftaustritt von aussen zu isolieren, damit der Beton nicht durch die ausströmende kalte Luft zusätzlich abgekühlt wird? Da wir nun ein Jahr im Haus wohnen und gerade unseren ersten Winter erlebt haben, ist sicherlich noch Zeit für Garantiearbeiten. Unser Nachbar hat mit demselben GU gebaut und dasselbe Problem (seit 5 Jahren und nix gemacht, ausser immer wieder im Frühling mit Javel-Wasser abwaschen!?!).

    Ich bin froh um jeden Ratschlag!
    Danke und Grüsse, Marc

    PS: Weitere Bilder in meiner Galerie!
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Schimmel hinter Wärmepumpe-dsc06206.jpg   Schimmel hinter Wärmepumpe-dsc06208.jpg   Schimmel hinter Wärmepumpe-dsc06215.jpg   Schimmel hinter Wärmepumpe-dsc06218.jpg  

  2. #2
    booker ist offline Mitglied
    Registriert seit
    06.07.2006
    Ort
    Flüh/SO
    Beiträge
    957

    Standard

    Hallo

    Bei uns ist eine ähnliche Situation mit ganz schwacher Schimmelbildung unten an den Luftkanälen. Der Unterschied ist der, dass wir bei uns im Raum statt eines Tumblers einen Secomat haben und wir die Wäsche (und den Raum) damit trocknen. Würden wir den nicht ab und zu laufen lassen würde es bei uns vermutlich ähnlich aussehen wie bei Euch.

    Abhilfe schaffen könnte hier nur eine professionell ausgeführte Isolation der Luftkanäle, so wie hier im Forum auch schon beschrieben. Aber dies nachträglich auszuführen ist etwas aufwendig und wegen Verringerung des Querschnitts vielleicht auch gar nicht mehr so möglich.
    ***********************

    Unser Hausbau in Bildern: http://www.haus-forum.ch/photopost/s...ser=40&cat=500

  3. #3
    Knurri Murri ist offline Mitglied
    Registriert seit
    01.02.2010
    Ort
    Bern
    Beiträge
    88

    Standard

    Hallo Marc

    Bei mir zuhause habe ich eine ähnliche Situation: Raumtemperatur im Keller ca. 15°C, Waschmaschine und Tumbler, Luftaustritt der WP kühlt die umgebende Betonwand ab. Wir behelfen uns damit, den Raum nach dem Waschen möglichst gut zu entlüften.

    Im Übrigen habe ich die Partien rund um den Luftkanal mit einer fungizid ausgerüsteten Wandfarbe beschichtet, was den Pilzbefall auf ein Minimum reduziert. Einmal im Jahr nach der Heizperiode wasche ich den wenigen Schimmel, der sich manchmal trotzdem noch bildet, weg und streiche bei Bedarf nur die Fungizidlösung auf die betroffenen Partien auf. Alles in allem ein geringfügiges Problem.

    Eventuell kann Dich Euer Maler vor Ort beraten.

    Gruss
    Knurri Murri

  4. #4
    turbo Gast

    Standard

    Hallo

    Es gibt mehrere gangbare Wege. Wobei nur Nr. 1. gut ist.
    1. Kanaldurchführung richtig gedämmt ausführen. (Schaue nach wie der Keller ausgeschrieben wurde, bei unbeheiztem Keller ist es ein Mangel)
    Dies kann auch nachträglich noch korrekt ausgeführt werden. Kostet einfach viel Geld.

    2. Bastellösung mit Silberoxid Farbe welche Schimmelbildung vermindert. Der Schimmel wird wieder kommen.

    3. Bastellösung Enfeuchten. Auch da gibt es keine Garantie, das es i.o. ist.

    4. Heize den Kellerraum um die Oberflächentemperatur über den kritischen Wert anzuheben. Mit Glück reicht dies. Kommt aber auf dein Benutzerverhalten (Lüften, Wäsche aufhängen.)
    Auch dies ist vermutlich eine Bastellösung da nicht sicher ist, das sich kein Schimmel mehr bildet.

    Turbo

  5. #5
    Knurri Murri ist offline Mitglied
    Registriert seit
    01.02.2010
    Ort
    Bern
    Beiträge
    88

    Standard

    Grundsätzlich gehe ich einig, dass die Wärmebrücke im Bereich der Kanaldurchführung gedämmt sein sollte, jedoch würde ich auch dann nicht unbedingt meine Hand ins Feuer legen, dass diese Lösung zwingend zu 100% „verhet“.

    Ob der Kanal innen nachträglich gedämmt werden kann, weiss ich nicht (ich kenne mich im technischen Bereich zuwenig aus), falls er es nicht ist, würde es sicherlich etwas nützen. Die eigentliche Wärmebrücke besteht ja im Bereich der Durchführung durch die Betonwand, falls also der Querschnitt des Kanals nicht verkleinert werden kann, müsste der Ausschnitt im Beton vergrössert werden, um den Zwischenraum zu dämmen, dass wiederum hätte zur Folge, dass im Aussenbereich auch der ganze Lichtschacht verändert werden müsste, wenn ich mir das entsprechende Foto so betrachte.

    Ich wage zudem mal zu bezweifeln, dass Dämmstoff, welcher auf die Leibung zwischen Kanal und Mäusegitter und aussen auf den Streifen rund um das Gitter aufgeklebt würde, eine grosse Wirkung zeigen würde. Innen die Wand zu dämmen scheint mir ebenfalls wenig praktikabel, zum einen wird das aufgrund der beengten Platzverhältnisse ein Gewurstel und zum anderen müsste das absolut dicht sein, sonst hat man den Schimmel hinter der Isolation.

    Eines der Hauptprobleme scheint aber meines Erachtens die „tote Ecke“ zu sein, d.h. dieser Raum zwischen Kanal und Wand, wo am wenigsten bis gar keine Luftzirkulation mehr stattfindet. Man sieht ja auch sehr schön anhand der Fotos, dass der Pilzbefall dort am grössten ist. Das könnte möglicherweise auch mit einer Wärmedämmung so bleiben, d.h. wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch ist, könnte sich dennoch in Winkeln ohne Luftzirkulation Kondenswasser und somit Schimmel bilden.

    Bietet sich für das bestehende Problem wirklich nur eine einzige gute Lösung an? Möglicherweise hilft ja eine Kombination…

    Man kann zwar Farbanstriche, Entfeuchter etc. durchaus als Gebastel ansehen, dennoch gebe ich noch folgendes zu bedenken: Das eigentliche Problem bei Schimmelpilzbildung sind ja nicht die Wärmebrücken, sondern es ist die Feuchtigkeit. Wenn man die nicht verhindern kann (Waschküche), so hilft es trotzdem schon viel, sie zu reduzieren, also richtiges Lüften, eventuell ein Secomat zum Wäschetrocknen. Der Entfeuchter ist leider energieintensiv und in Ecken ohne Luftzirkulation vielleicht zu wenig effizient. Wichtig ist auch, den Raum hinter dem Kanal/der WP frei zu halten.

    Ein grosses Plus wäre, den Durchlass in der Betonwand zu dämmen, um die Wärmebrücke zu beseitigen. Hängt davon ab, ob der Kanal enger gestaltet werden kann, ansonst müsste wohl der Beton aufgeschnitten werden mit allen Folgearbeiten. Das dürfte hohe Kosten für den Bauherrn verursachen, falls die GU nicht auf Garantie mitspielt (die empfehlen im beschriebenen Fall ja den Entfeuchter).

    Auf ein zusätzliches Beheizen des Raumes würde ich hingegen eher verzichten, weil die höhere Raumtemperatur eine höhere Aufnahme von Wasserdampf in der Luft zur Folge hätte, welcher sich bei ohnehin erhöhter Feuchtigkeit in einer Waschküche irgendwo niederschlagen müsste, wenn nicht an den Aussenwänden, so dann wahrscheinlich an den Fenstern.

    Ein mit Bioziden ausgerüsteter Farbanstrich verzögert die Bildung von neuem Schimmel recht zuverlässig, auch wenn er ihn in der Regel nicht vollständig verhindern kann. Der Vorteil: ein Anstrich ist kostengünstig. Wer sich zutraut, die Wandpartie selbst zu streichen, sie bei Bedarf selbst abzuwaschen und eventuell erneut eine Fungizidlösung aufzustreichen, braucht schon mal keine Riesensumme Geld in die Hand zu nehmen, der Farbfachhandel hilft da weiter, Kosten vielleicht 20 bis 40 Franken. Ein professioneller Maler würde für den Auftrag vielleicht eine Stunde Arbeit plus Material plus evtl. Reisezeit verrechnen. Meines Erachtens Kosten von vielleicht hundert Stutz oder ein wenig mehr. Und Nein! Das ist keine Eigenwerbung, auch wenn Unterkulm und seine Region durchaus eine Reise wert sind.

    Erfahrungsgemäss ist das regelmässige Lüften und der Farbanstrich inkl. periodischer Reinigung ein gangbarer Weg, wenn auch vielleicht nicht die perfekte Lösung. Man braucht dabei noch nicht einmal die neuartigsten Farbprodukte mit Mikrosilber zu wählen, die sind erst seit kurzem auf dem Markt. Malerkollegen berichten mir zwar von bisher guten Erfolgen damit, auch ist die antimikrobielle Wirkung von Silber seit Jahrtausenden bekannt, jedoch kann man gut auch auf ein bewährtes, herkömmliches Produkt mit Fungiziden zurückgreifen. Viele dieser fungizid ausgerüsteten Produkte sind übrigens zur Verwendung z.B. in Spitälern, Schulhäusern, Lebensmittelgeschäften, Fleischkühlräumen, Kellereien, Waschküchen, Nassräumen, Wohnräumen usw. zugelassen, um einmal möglichen Argumenten betreffs Giftigkeit entgegenzuwirken, mal ganz abgesehen von der geringen Fläche, die rund um den Kanal bestrichen werden müsste.

    In meiner Waschküche jedenfalls bewährt sich letzteres und der Reinigungsaufwand hält sich sehr in Grenzen, auch wenn das vielleicht nicht die 100% perfekte Lösung ist.

    Gruss
    Knurri Murri

  6. #6
    turbo Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Knurri Murri Beitrag anzeigen
    Das eigentliche Problem bei Schimmelpilzbildung sind ja nicht die Wärmebrücken, sondern es ist die Feuchtigkeit. Wenn man die nicht verhindern kann (Waschküche), so hilft es trotzdem schon viel, sie zu reduzieren, also richtiges Lüften, eventuell ein Secomat zum Wäschetrocknen. Der Entfeuchter ist leider energieintensiv und in Ecken ohne Luftzirkulation vielleicht zu wenig effizient. Wichtig ist auch, den Raum hinter dem Kanal/der WP frei zu halten.

    Gruss
    Knurri Murri
    Hallo Knurri Murri

    Wollte die anderen Möglichkeiten wie Farbe egal welcher Typ und Entfeuchter nicht schmälern.
    Als Problemlöser sicherlich i.o.
    Es bleibt aber Kosmetik und ändert an der Ursache nicht wirklich viel.
    Solange wir von Garantiearbeiten sprechen, würde ich mich mit einer der günstigen Lösungen nicht zufrieden geben sondern auf ordentliche Ausführung beharren. Das Hauptproblem im Raum ist wenn ich es richtig verstanden habe die in der Kondensationszone liegende Oberflächentemperatur der Aussenwand bei normalen 50% Luftfeuchtigkeit.
    Sobald die Feuchte Nutzerbedingt höher liegt, kommen wir ganz klar nicht mehr um einen Luftentfeuchter herum. Da sprechen wir auch nicht mehr von einem Baumangel. Sondern von Nutzerverursachten Bauschäden.
    Eine weitere Möglichkeit könnte auch eine Dämmung der Lichtschachtaussenwand und der Innenwand mit sauber ausgeführter Damfsperre sein. Mit dieser Aussage begebe ich mich aber in ein Gebiet in welchem ich nicht sattelfest bin.
    Also bitte sauber überprüfen lassen.
    Einfach den Kanal innen zu dämmen ohne den Luftstrom sauber neu zu führen muss zu Problemen mit der Lufthygiene führen.

    Turbo

  7. #7
    Mister Magoo ist offline Mitglied
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    20.08.2008
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    Unterkulm
    Beiträge
    9

    Standard

    Hey Knurri Murri und Turbo

    Danke Euch für die Antworten! Meines Erachtens kann es keine Lösung sein, einen Entfeuchter im Dauerbetrieb laufen zu lassen, wenn das Problem mit einer fachgerechten installation gelöst werden kann. Hab auch noch andere Foren durchsucht und dort ist die Lösung mit der Dämmung des Abluftkanals eine Endlösung.
    Der Abluftkanal kommt übrigens nicht bis ganz aussen sondern bis etwa Mitte des Mauerdurchbruches. Man müsste wohl ab da den Kanal auf dem Beton sowie den Beton von aussen rund ums Mäusegitter isolieren! Am Abluftkanal hat es übrigens keinerlei Schimmelspuren, nur auf der Wand! am Fenster, das direkt neben der WP liegt (siehe Bild) hat es keinen Niederschlag von Kondenswasser, ein weiteres Indiz, dass es im Raum nicht zu feucht ist. In der Tat ist der Raum ein unbeheizter Raum und somit wäre es ein Mangel, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Muss diese Isolation der Heizungsmonteur übernehmen? Ich habe in einem anderen Forum gesehen, das Hersteller von WP's die Isolation des Kanals vorschreiben!

    Wird wohl nix mit der Reise ins schöne Wynental, mein Schwager ist Maler, da hat er also gleich ne Aufgabe

    Da Morgen ein Monteur des Herstellers der WP vorbeikommt (seit kurzem ist lautes, nach 2 Mionuten abnehmendes Klopfgeräusch beim Luftaustritt der WP festzustellen) kann ich den gleich mal fragen, ob die vorliegende Installation fachgerecht ausgeführt wurde.

    Für weitere Ratschläge bin ich natürlich trotzdem dankbar.

 

 
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